Anleitung: Wasserkühlung einbauen

Der Einsatz von Luft-Kühlern ist nicht die einzige Möglichkeit die Wärme vom Prozessor oder anderen Hardware-Komponenten fern zu halten. Immer beliebter werden auch die Wasserkühlungen. Gerade die Kompaktwasserkühlungen machen den Einsatz im heimischen PC durchaus interessant.

Und das der Einbau gar nicht so schwer ist, zeige ich euch in der folgenden Schritt-für-Schritt Anleitung.

Wasserkühlung: So einfach geht der Einbau

Der erste Schritt beim Einbau einer Wasserkühlung sollte bereits vor dem Kauf der Wasserkühlung gemacht werden. Man muss die Frage klären: Passt das gewünschte Modell in das vorhandene Gehäuse bzw. lässt das Gehäuse den Einbau des Radiators samt Lüfter zu?

Wenn alles passt, dann kann es mit dem Einbau losgehen. In den meisten Gehäusen wird wohl für den Einbau des Kühlblocks auf dem Prozessor das Mainboard aus dem Gehäuse entfernt werden müssen. Nachdem der alte CPU-Kühler entfernt wurde, sollte das in etwa so aussehen:

Mainboard mit Prozessor noch ohne CPU-Kühler

Die Wasserkühlungen werden natürlich mit den entsprechenden Halterungen für die verschiedenen Intel- oder AMD ausgeliefert. Dementsprechend sind einige Vorarbeiten nötig. Da ich hier in meinem Beispiel eine Fractal Design Kelvin T12 auf einem Intel-Prozessor montieren werde, ist die Montage des Halterahmens am Kühlblock meine erste Handlung.

Das geht schnell und einfach, sogar ohne Werkzeug und sieht dann so aus:

CPU-Kühlblock mit Halterung

Im nächsten Schritt werden auch gleich noch die Schrauben, wie in der Montageanleitung der Wasserkühlung beschrieben, montiert. Der Kühlblock für die CPU sollte dann so aussehen:

Kühlblock für die CPU komplett

Nun kann es an den eigentlichen Einbau gehen. Hier gibt es jetzt zwei Möglichkeiten. Wie anfangs schon erwähnt wird bei vielen die Montage des CPU-Blocks bei ausgebautem Mainboard erfolgen. Das von mir eingesetzte Gehäuse hat aber eine ausreichend große Öffnung, so dass der Einbau bzw. der Wechsel des CPU-Kühlers auch bei eingebautem Mainboard erfolgen kann.

Der Einbau an sich läuft natürlich gleich ab, egal ob sich das Mainboard im Gehäuse oder auf dem Schreibtisch befindet. Nachdem man einen Klecks Wärmeleitpaste auf den Prozessor gegeben hat (die alte hatte man hoffentlich vorher restlos entfernt), wird der CPU-Kühlblock mit Hilfe der Halteplatte auf der Rückseite des Mainboard sicher über der CPU verschraubt.

Wasskühlung CPU-Kühlblock eingebaut

Am besten man überlegt sich schon vor dem Aufsetzen des CPU-Blocks zu welcher Seite die Anschlüsse zeigen sollen. Zum Glück kann man den Block jeweils in 90 Grad Schritten drehen. Er passt immer.

Damit der Prozessor schon mal bedient und man montiert nun einfach den Radiator an seinem vorgesehenen Platz. Das dürfte der einfachste Teil des ganzen Einbaus sein.

Radiator und Lüfter eingebaut

Zum Schluss werden dann noch die Lüfter und die Pumpe mit den entsprechenden Stromanschlüssen verbunden. Die Pumpe würde ich nicht mit einem gesteuerten Anschluss verbinden, sondern direkt mit dem Netzteil.

Die Lüfter hingegen kann man z.B. über den Anschluss für den CPU-Kühler laufen lassen, um die Drehzahl in Abhängigkeit der Temperatur des Prozessors steuern zu lassen. Und das ist auch schon ein großer Vorteil, wenn man eine Kompaktwasserkühlung, wie die Fractal Design Kelvin T12, einsetzt, man wäre jetzt fertig für den ersten Test.

Bei einer Kompaktwasserkühlung muss man die Schläuche nicht selbst zuschneiden und montieren, sondern alles ist bereits fertig montiert und die Wasserkühlung ist auch schon befüllt. Also alles bereit für den Testlauf.