Dynamisch fortschreitende Entwicklungen der Grafik-, Video- und Spieleindustrie sorgen für immer potentere Grafikkarten. Zunehmend werden diese jetzt für PCI-Express angeboten, wo sie vor kurzem noch über den AGP betrieben wurden. Sollte den Benutzer die Leistung der Grafikkarten nicht mehr zufriedenstellen, ist es für die Anschaffung einer neuen Karte wichtig, die Verschiedenheiten der Systeme zu kennen, da diese über den AGP-Slot oder einen PCIe-Slot mit dem Mainboard verbunden werden.
Der AGP (Accelerated Graphics Port) wurde 1997 erstmals im Pentium II verbaut. Reicht der Grafikspeicher der Karte nicht mehr aus, benutzt der AGP den normalen Arbeitsspeicher des PCs um dort das Monitorbild und andere Grafikdaten zu deponieren. Es wird ein kohärentes Speichermanagement zur Verfügung gestellt, wodurch ein schnelles Lesen von im Speicher zerteilten Daten ermöglicht wird. Die effizientere Nutzung des Framebuffer-Speichers hilft bei der Beschleunigung von 2D-Grafiken.
AGP ist kein BUS, sondern eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. BUS ist in der Datenverarbeitung ein Leitsystem mit zugehörigen Steuerungskomponenten das zum Austausch von Daten und/oder Energie zwischen den Hardwarekomponenten dient. Grafikkarten, die über einen AGP angeschlossen werden, werden mit AGPx8 betrieben, was einer Übertragungsgeschwindigkeit von 2,1 GB/s entspricht. Da durch die parallele Datenübertragung bei hohen Taktungen Timingprobleme entstehen und durch zunehmend kompliziertere Platinendesigns keine Geschwindigkeitssteigerung mehr möglich ist, hat die Entwicklung in der Version AGPx8 ihr Ende erreicht.
PCIe (Peripheral Component Interconnect Express) ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger PCI kein BUS-system, sondern eine separate Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Trotz eines anderen physischen Aufbaus ist PCIe kompatibel zu PCI, sodass auf eine Anpassung des Betriebssystems, des Treibers oder Anwendungsprogramms verzichtet werden kann. Er lässt die parallele Übertragung von eingehenden und ausgehenden Informationen zu (vollduplexfähig) und arbeitet mit einer Taktrate von 1,25 GHz. Durch die Anwendung des PCIex1 als Ersatz für den PCI-Bus und PCIex16 zur Anbindung einer Grafikkarte ist der AGP überflüssig geworden.
Die Slots sind abwärtskompatibel, wodurch es möglich ist, eine x1-Karte in einen x4-Slot zu stecken. Hierbei werden die drei überschüssigen Lanes dann einfach nicht benutzt. Dagegen ist es nicht möglich eine PCI-Karte in einen PCIe-Slot zu stecken, ebenso die Unterbringung einer beispielsweise PCIex16-Karte in einen PCIex8-Slot. Sofern die Hardware und das Betriebssystem es unterstützen ist PCIe prinzipiell Hot-Plug-fähig, was das Einbauen und entfernen von Erweiterungskarten im laufenden Betrieb ermöglicht.
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Tags: Arbeitsspeicher, Betriebssystem, Daten, Grafikkarte, Hardware, Informationen, Leistung, Video
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