In fünf Schritten zum perfekten Sat-Receiver

Ein Satelliten Receiver ermöglicht den Empfang von rund 1700 Sendern alleine in Deutschland, davon sind 544 frei verfügbar, 43 werden in HD-Bildqualität ausgestrahlt. Teilweise sind die Geräte direkt im Fernseher verbaut, andernfalls muss auf ein externes Gerät zugegriffen werden. Doch nach welchen Kriterien soll man beim Kauf vorgehen?

Wie soll man bei der Vielzahl an Geräten, Ausstattungen, Herstellern und Anbietern den Überblick behalten? Im Folgenden finden Sie einen Leitfaden, der Ihnen bei der Auswahl des geeigneten Modells behilflich sein soll.

Interne oder externe Festplatte?

In fünf Schritten zum perfekten Sat-Receiver
©btr @Wikipedia

Einige zeitgemäße Sat-Receiver kommen mit einer intern verbauten Festplatte daher – das Speichervolumen beträgt üblicherweise zwischen 500GB und 1TB. Somit können Sendungen und Serien ohne umständliches Anschließen eines externen Speichers mit einem einzigen Knopfdruck aufgenommen werden.

Solche Geräte sind im Vergleich zu festplattenlosen Modellen in der Anschaffung deutlich teurer – es gilt also zu erwägen, ob dieser Luxus wirklich vonnöten ist oder ob nicht zusätzlich ein gewünschter Speicher gekauft wird.

HD-Tuner, CI+Schacht: Welche innere Ausstattung wird benötigt?

Besonders bei den inneren Ausstattungsmerkmalen sollte man genauer hinschauen. Zwei HD-Tuner sorgen beispielsweise dafür, dass während einer Aufnahme gleichzeitig ein anderer Sender geschaut werden kann. Die Fähigkeit, Sender in HD-Bildqualität zu empfangen wird über einen CI+Schacht gewährleistet.

Digitale HD-Inhalte und Sender wie etwa Sky können hiermit nach Einschieben einer speziellen Karte freigeschaltet werden. Wer gerne auf weitere HD-Inhalte zugreifen möchte, für den könnten zwei CI+Schächte nützlich sein.

Die externe Ausstattung/Anschlüsse beachten

Die Anschlussmöglichkeiten an der Rückseite spielen beim Kauf eine wichtige Rolle. Generell gilt hier der Grundsatz: je teurer das Gerät in der Anschaffung, desto mehr Anschlüsse sind vorhanden. Hier muss allerdings individuell entschieden werden, was wirklich nützlich, und was nur unnötiger Luxus ist.

So sollten etwa zwei HDMI-Schnittstellen sowie eine USB-Buchse für das Anschließen externer Speichermedien vorhanden sein. Zusätzlich sollte ein Scart-Eingang, Audio-Schnittstelle und möglicherweise ein LAN-Anschluss mit an Bord sein.

Die Bildqualität muss stimmen

Mittlerweile können selbst günstige Satelliten Receivern HD-Inhalte (720p oder 1080i) auf dem heimischen Fernseher wiedergegeben. Vor dem Kauf sollte man trotzdem sicherstellen, dass beim Darstellen dünner Schriften oder schneller Bildabfolgen keine Patzer zu finden sind.

Ein Ruckeln während dem Film könnte langfristig zum Ärgernis werden. Die Produktbeschreibung lässt nicht immer Rückschlüsse auf die tatsächliche Bildqualität zu, weshalb ein Probeschauen beim lokalen Elektronikmarkt äußerst hilfreich sein kann.

Internetfähigkeit – sinnvoll oder nicht?

Über eine Ethernet-Schnittstelle an der Rückseite kann ein Sat-Receiver auf das lokale Netzwerk zugreifen. So können etwa Updates herunterladen oder programmeigene Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender durchstöbert werden.

Teure Modelle verfügen häufig über einen vorinstallierten Browser, sodass ähnlich eines Smart-TVs ein freies Surfen möglich ist. In diesem Fall kommt der Nutzer in den Genuss zahlreicher Streaming-Dienste wie etwa die mit Amazon kooperierende Website Lovefilm.de.

Fazit – Die eigenen Präferenzen sind entscheidend

Beim Kauf eines digitalen Satelliten Receivers kommt es in erster Linie auf die persönlichen Präferenzen, das verfügbare Budget sowie die gewünschten Ausstattungsmerkmale an. Den perfekten Sat-Receiver gibt es somit nicht. Wer die bestmögliche Wahl treffen möchte, der sollte genau wissen, was wirklich benötigt wird und möglicherweise beim örtlichen Fachhändler einige Geräte ausprobieren.In fünf Schritten zum perfekten Sat-Receiver