PC-Netzteile – Was gibt es beim Kauf zu beachten

Das Netzteil ist eines der Hauptkomponenten in Computern. Es dient einerseits als Gleichrichter und wandelt den Wechselstrom in Gleichstrom um, andererseits kümmert es sich um die Verteilung des Stroms auf die einzelnen „Stromschienen“, denn die Komponenten im PC benötigen unterschiedliche Spannungen. Die technisch korrekte Bezeichnung eines PC-Netzteils wäre „Schaltnetzteil„, weil im Primärkreis des Trafos ein Schalttransistor verbaut ist, der mit hohen Frequenzen arbeitet.

Die Leistung von PC-Netzteilen

PC-Netzteile - Was gibt es beim Kauf zu beachtenViele PC-Nutzer sind der Meinung, dass Netzteile mit großer Leistung auch viel Strom verbrauchen. Diese Aussage ist aber nur bedingt richtig, denn die Netzteile verbrauchen nur so viel, wie von den Komponenten benötigt wird.

Der Mehrwert an verbrauchtem Strom wird hauptsächlich vom Wirkungsgrad bestimmt, nicht aber von der Nennleistung des Netzteils.

Trotzdem sollte die Stromversorgungseinheit nicht überdimensioniert werden, denn Netzteile mit größerer Nennleistung brauchen größere Lüfter und verursachen mehr Wärme und höhere Geräuschentwicklung.

Zur Berechnung der benötigten Nennleistung muss man zunächst den Verbrauch der einzelnen Komponenten addieren. Wichtig dabei ist, dass externe Komponenten ohne eigene Stromversorgung, wie beispielsweise USB-Geräte, ebenfalls in die Rechnung fallen.

Da Netzteile nach Möglichkeit nicht voll ausgelastet werden sollten, um Stromspitzen ausgleichen zu können, sollte der errechnete Wert in etwa 85% der Gesamtnennleistung des Netzteils betragen. Bei einem 700W-Netzteil liegt damit der Maximalwert aller Verbraucher bei 638W.

Der Wirkungsgrad von PC-Netzteilen

Der Wirkungsgrad eines Netzteils gibt, an wie viel Prozent der eingegebenen Energie als nutzbare Energie verwendet werden kann. Ein Wirkungsgrad von 100% wäre demnach optimal, ist aber wegen technischer Begebenheiten kaum zu erreichen. Empfohlen werden mittlerweile Netzteile mit Wirkungsgraden von 80%. Diese werden oftmals auch als „Gold 80“ oder „80 Plus“ bezeichnet.

Der Faktor des Wirkungsgrads ist relativ kritisch, denn gerade ältere Netzteile haben Wirkungsgrade zwischen 50 und 60 Prozent, bei denen fast die Hälfte der eingegebenen Energie sinnlos verbraucht wird.

Die Anschlussmöglichkeiten von PC-Netzteilen

PC-Netzteile - Was gibt es beim Kauf zu beachtenJe nachdem wie viele Komponenten man im PC verbauen möchte, muss das Netzteil mit weiteren Kabeln bestückt werden.

Oftmals lassen sich benötigte Stecker mit Adaptern umfunktionieren, jedoch sollte dabei bedacht werden, dass der Strom hierfür vielleicht von anderen kritischen Komponenten abgezweigt wird.

Der wichtigste Stecker eines Netzteils ist der 24-polige ATX-Stecker, der das gesamte Mainboard und die CPU mit Energie versorgt.

Bei neueren Mainboards muss außerdem ein weiterer 6 oder 8-poliger Stecker angeschlossen werden, der zusätzliche Geräte der Hauptplatine versorgt.

Möchte man den Rechner mit einer Grafikkarte bestücken, muss das Netzteil ebenfalls über die sogenannten „PCI-Express-Stecker“ verfügen.

Zum Schluss sollte für die Gesamtzahl der Festplatten und der optischen Laufwerke jeweils ein SATA-Stecker eingeplant werden.

Die Lautstärke von PC-Netzteilen

Die meisten heutigen Netzteile arbeiten, im Gegensatz zu Grafikkarten, relativ leise. Dennoch kann die Lautstärke der Stromversorgungseinheit eine entscheidende Rolle spielen. Vor allem dann, wenn der PC besonders leise sein soll. Wer Netzteile preiswert kaufen möchte, sollte immer auch einen Blick auf die, vom Hersteller herausgegebenen, technischen Daten werfen, denn hier wird auch die Lautstärke verzeichnet.

Besonders ruhige Netzteile werden oftmals als „Silent“ oder gar „Ultra-Silent“ bezeichnet. Diese Definition ist aber nicht genormt, weswegen man sich nicht darauf verlassen sollte, dass solche PC-Netzteile auch wirklich so leise sind, wie der Hersteller anpreist.