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Internet Explorer 8

02. April 2009 | Author:

Die Konkurrenz ist stark: Dass konkurrierende Webbrowser wie Firefox, Opera und Safari und auch Chrome, Googles erster Gehversuch im Browser-Markt, dem ehemaligen Platzhirschen Internet Explorer beständig Marktanteile abknüpfen ist längst nichts neues mehr. Die Gründe dafür sind ebenso vielfältig wie beständig: In den vergangen Versionen hing der Browser aus dem Hause Microsoft der allgemeinen Entwicklung im Web permanent hinterher: Standards, allem voran CSS, wurden nur teilweise unterstützt, die Einführung von Tabs lies ebenso wie die Unterstützung von RSS Feeds beunruhigend lange auf sich waren und auch am eigentlichen Kern, der Rendering-Engine, wurden größtenteils nur minimale Änderungen durchgeführt. In den letzten Jahren galt der Internet Explorer somit als veraltet, langsam, unsicher und funktionsarm.

Dies will der Software-Riese aus Redmond nun grundlegend ändern – und daher wurden dem Internet Explorer in der Version 8 zahlreiche Verbesserungen und Neuerungen verpasst, die ihn durchaus wieder interessant machen. Der für Windows Vista, Windows XP und Windows Server 2003 kostenlos bereitgestellte Webbrowser bring so zum Beispiel die neue “WebSlices” Funktion mit, die den schnellen Zugriff auf praktische Informationen wie Börsenkurse oder den Stand einer eBay Auktion erlauben soll. Dazu müssen die Webseiten allerdings speziell angepasst sein: Die entsprechenden Informationen müssen als WebSlice bezeichnet werden, damit der Internet Explorer 8 sie erkennen kann. Solche Informations-Schnipsel können dann aus der eigentlichen Seite herausgelöst und in der Favoritenleiste eingefügt werden.

Tabs werden nun je nach Zusammengehörigkeit farblich markiert. Wird z.B. Tab B aus Tab A heraus angelegt, so werden beide mit der gleichen Farbe hinterlegt. Das soll vor allem die Übersichtlichkeit stärken, da so auch bei vielen geöffneten Tabs auf den ersten Blick sichtbar wird, welche in einem direkten Zusammenhang stehen. Auch das Wiederherstellen versehentlich geschlossener Tabs wird jetzt vom Internet Explorer unterstützt – wie es bei Konkurrenten wie Opera und Firefox bereits länger möglich war.

Doch auch bei anderen Funktionen hat sich Microsoft von der Arbeit anderer inspirieren lassen. So ist zum Beispiel der Modus für privates Surfen durchaus sinnvoll: Wenn er aktiviert wird, so werden Datenspuren wie Cookies, Einträge im Verlauf des Browsers und gespeicherte Eingaben in Formulare nur bis zum schließen des Fensters aufbewahrt. Diese, beim Internet Explorer als “InPrivate Browsing” bezeichnete Funktion, waren im Safari und anderen Browsern bereist länger integriert.

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