Eine nette Zeitvertreibung oder sogar eine Hauptbeschäftigung am Computer, sind seit einiger Zeit die so genannten Browserspiele oder Browsergames. Diese Spiele sind in aller Regel kurze Spiele, die eine klare Vorgabe bereitstellen. Um diese Spiele spielen zu können, bedarf es keiner Installation auf dem Rechner. Durch einfaches Aufsuchen einer entsprechenden Homepage, kann ein Spiel ausgewählt und gestartet werden.
Die Beliebtheit der Browserspiele kam erst richtig auf, seitdem praktisch jeder Internetnutzer über eine DSL Verbindung ins Internet geht. Eine schnelle Verbindung ist auch nötig, da eine relativ große Datenmenge übertragen werden muss. Natürlich sind diese Spiele vom Speicherplatz her nicht mit Vollversionen von CD oder DVD vergleichbar. In Fachkreisen unterscheidet man zwei grundlegende Arten von Browserspielen: die clientseitigen und die serverseitigen Spiele.
Die clientseitigen Spiele nennen sich auch im Umgang „Flashspiele“. Diese Spiele benötigen keine ständige Verbindung zum Internet. Zum Spielen eines Flashspiels müssen einige Plugins installiert sein. Die nötigen Anwendungen, wie beispielsweise Java oder Shockwave, werden automatisch installiert. Manchmal wird der Nutzer auch auf die jeweilige Download Seite verwiesen. Beim Aufrufen erhält man die Meldung, dass ein entsprechendes Plugin nicht vorhanden ist. Nach der Installation kann man das Spiel beim Öffnen des Browsers ausführen. Die jeweiligen Plugins sind für viele Spiele nutzbar.
Die zweite Gattung, also die serverseitigen Spiele, laufen auf einer zentralen Plattform – dem Server – ab. Auf dem heimischen PC müssen keine weiteren Plugins installiert werden. Der Vorteil von so genannten serverseitigen Browserspielen, liegt in der Möglichkeit des Multiplayermodus. Im Internet finden sich viele Anhänger der Browserspiele auf den entsprechenden Servern ein, ein Spiel gegeneinander oder in Teams macht schließlich mehr Laune. Bei dieser Variante ist eine dauerhafte Internetverbindung nötig. Reißt die Verbindung aus irgendeinem Grund ab, scheidet man automatisch aus dem Spiel aus. Erst ein erneutes Einwählen und Anmelden am entsprechenden Server, ermöglicht die Wiederaufnahme des Browserspiels. Bekannte Browserspiele aus diesem Bereich sind z.b. DarkOrbit, Gladiatoren 2 oder Seafight.
Im Internet tummeln sich mittlerweile zahllose Seiten mit Browserspielen. Die Spiele decken jedes Interesse und beinahe jedes Genre ab. Nicht selten gibt es Browserspiele, die an bekannte Spielabenteuer angelehnt sind. So lassen sich beispielsweise einige Level von Nintendos „Super Mario Bros.“ spielen. Weitere Klassiker sind verfügbar. Ein gut funktionierendes Flashgame zeichnet sich durch kurze Ladezeiten und reibungslose Spielverläufe aus. Wer jedoch nach Absolvieren der ersten Aufgabe eine weitere lösen möchte, wird meist enttäuscht, denn das Spiel ist beendet. Die Auswahl und damit die Aufnahme eines neuen Spiels wird die Folge sein. Neue Technologien ermöglichen mittlerweile Echtzeitspiele, diese basieren auf Strategiespielen und sorgen für verlängerten Spielspaß.
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