Microsoft Office: Eine kleine Zeitreise

Verwendet man den Begriff Office im Zusammenhang mit Computer-Software, dann denken alle an Microsoft Office, obwohl es auch Konkurrenzprodukte gibt. Nun hat Microsoft Office ein bemerkenswertes Jubiläum aufzuweisen: Bereits seit 25 Jahren ist das beliebteste Software-Produkt des Marktführers für Windows-Rechner und Macs verfügbar.

Microsoft Office: Vom Mac zum Windows-Rechner

Microsoft Office

Zwar gab es die Office-Komponenten (wie Word oder Excel) bereits auf dem Windows-Rechner, doch das erste Microsoft Office erschien 1989 als Software für den Mac. Bestandteil waren die Textverarbeitung Word, das Kalkulationsprogramm Excel und die Präsentationssoftware PowerPoint. Die erste (englischsprachige) Office-Version für Windows erschien 1990.

Auch hier wurden Word, Excel und PowerPoint zu einem gemeinsamen Programm zusammengefasst und es wurden erste Möglichkeiten für Programmintegration geboten. Der DDE-Datenaustausch ermöglichte es, dass Änderungen in Kalkulationen automatisiert in Texte oder Präsentationen einfließen konnten.

DDE steht für Dynamic Data Exchange; mit DDE hat man den Vorteil, dass man aktualisierte Datenbestände in Texten oder Präsentationen zur Verfügung stellen kann, ohne einen neuen Datentransfer veranlassen zu müssen.

Datenbankeinbezug und OLE

Microsoft Excel1994 entschied sich Microsoft dafür, unterschiedliche Office-Versionen für Windows anzubieten. Die Standard-Version enthielt die bisherigen Programme, die Professional-Version wurde um das Datenbank-Programm Access erweitert. Noch wichtiger war die Ausweitung der Datentransfermöglichkeiten. Über DDE hinaus wurde OLE wirksam gemacht.

OLE steht für Object Linking and Embedding, kann also mit Objekt-Verknüpfung bzw. Objekt-Einbettung übersetzt werden. Objekte sind Teilbereiche unterschiedlicher Dateien. So kann ein Excel-Datenbereich in Word oder PowerPoint als Excel-Datenbereich eingebettet werden.

Dies ermöglicht es, während der Präsentation oder der Textbearbeitung mit den Werkzeugen der fremden Software-Komponente zu hantieren.

Einbezug einer Kommunikationslösung

Ab 1995 stand die Mail- und Terminverwaltungssoftware Microsoft Outlook zur Verfügung. Diese wurde ab diesem Zeitpunkt in die neueren Office-Versionen implementiert. Das hatte den Vorteil, dass man das Übermitteln von Daten nahtlos in die Verwendung der Einzelkomponenten integrieren konnte.

Nach dem Schreiben eines Textes oder dem Kalkulieren einer Tabelle konnte man sofort aus der Office-Anwendung heraus den Mail-Transfer veranlassen. Ebenso einfach war das Aufrufen des zugehörigen Programms aus dem Mailempfang, wenn eine Kalkulations- oder Textdatei empfangen wurde.

Allerdings hatten diese Integrationsmöglichkeiten auch Sicherheitsprobleme zur Folge.

Änderungen der Benutzeroberfläche

Bis 2007 blieb die Benutzeroberfläche der Office-Versionen weitgehend unangetastet. Dominierend waren die Menüs. Mit Befehlsfolgen wie Datei – Speichern oder Extras – Rechtschreibprüfung lernten es die Anwender, über ihr Programm zu reden. Für wichtige Befehlsfolgen gab es Icons, wie beispielsweise das Diskettensymbol für den Speichervorgang.

Mit Microsoft Office 2007 änderte der Hersteller das Bedienkonzept radikal ab. Nun gab es sogenannte Ribbon-Befehlsschaltflächen, die versuchten, die Programmnutzung nach Aufgabenschwerpunkten zu organisieren. Während langjährige Anwender sich bis heute mit der Ribbon-Oberfläche schwertun, haben Neulinge es meist einfacher, in die Programmnutzung von Office einzusteigen.

Das Ribbon-Prinzip wird inzwischen auch außerhalb der Office-Welt zum Tragen gebracht.

Fazit

Microsoft Office ist das populärste Office, das der Software-Markt zu bieten hat. Welche Neuerungen in Zukunft noch möglich sind, bleibt abzuwarten. Anwender konnten es sich selten vorstellen, dass man dem jeweils aktuellsten Office noch weitere Funktionen hinzufügen könnte.