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Erfahrungsbericht OpenSuse 10.3

Sonntag, Februar 15th, 2009 | Author: Dirk

Zuerst sollte ich mal kurz erklären, was Linux ist. Wenn man den Rechner startet, so erscheint nach einigen Zeilen seltsamen Textes irgendwann das Windows-Logo und danach wählt man seinen Benutzer aus, gibt sein Kennwort ein und beginnt sich am Rechner zu betätigen. Das was man dort sieht, ist das Betriebssystem. Auf den meisten Rechner ist dies eine Version von Microsoft Windows. Es gibt aber auch noch andere Betriebssysteme außer Windows. So zum Beispiel Linux. Wenn man sich nun Linux installieren will, so gibt es schon ganz zu Anfang die Qual der Wahl. So wie es die verschiedenen Versionen von Windows gibt, so gibt es unzählige Distributionen von Linux.

Eine Distribution ist ein Komplettpaket, welches man sich nur herunterzuladen und zu installieren hat. Wenn man sich OpenSUSE herunterladen möchte, so hat man die Wahl zwischen KDE und GNOME. Für den Anfang ist es aber egal, welches Paket man sich herunterlädt. Die Pakete unterscheiden sich größtenteils im Aussehen und in den vorinstallierten Programmen. Ich habe mich für KDE entschieden. Das herunterladen der Internet-Installations-CD, sowie die Installation dauerten gut 4 Stunden. Die Installation an sich ist recht einfach und man benötigt fast nur Grundkenntnisse.

Desktop von OpenSuse

Nach der Installation lädt das Betriebssystem und zum Vorschein kommt ein Desktop, der dem von Windows ähnelt. Der erste Unterschied fällt einem auf, wenn man das Startmenü öffnet. Es gibt dort keine einzelne Menüs, die aufklappen, wenn man mit der Maus drüber fährt. Am unteren Rand gibt es fünf Bereiche, in die das Startmenü eingeteilt ist. An erster Stelle sind die Favoriten, also die Programme, die man oft benutzt. Rechts davon befinden sich die Anwendungen, die praktischer weise noch ein oder mehrmals unterteilt sind. Danach kommt der Bereich Computer, in dem man Zugriff auf die Systemeinstellungen und die Datenträger hat. Dann kommt der Verlauf, in dem die zuletzt gestarteten Programme aufgelistet sind. Und zu guter letzt kommt der Bereich Verlassen, in dem man sich abmelden und den Rechner herunterfahren kann.

Startmenü von OpenSuse

OpenSUSE 10.3 liefert schon eine riesige Auswahl an Programmen, die gleich bei der Installation mitinstalliert wurden. Auch wenn man die Namen der Programme am Anfang noch nicht kennt, so findet man durch das gut-strukturierte Startmenü immer das gerade gesuchte Programm. Die meisten Programm ähneln im Aufbau den Programmen, die man von Windows gewöhnt ist. Sie sind meist, nach kurzer Einarbeitungszeit, gut und einfach zu bedienen und bieten oft auch mehr Möglichkeiten als man es von Windows-Programmen gewohnt ist.

Malprogramm von OpenSuse

Die einzige Schwierigkeit, die sich auftut, ist die Installation neuer Programme. Zuerst muss man erstmal alle Bibliotheken installieren, die das Programm benötigt und danach kann man das Programm installieren. Dies geschieht aber nicht mit einem Doppelklick auf die Installationsdatei, sondern man muss die Shell betreten. Die Shell ähnelt der Eingabeaufforderung, die umgangssprachlich auch als DOS-Box bekannt ist. Dort muss man zuerst den heruntergeladenen Quellcode eines Programms (ein von Menschen geschriebener Text, der nachher das Programm ergibt) auf sein System abstimmen und alle Voraussetzungen überprüfen.

Dann lässt man den Computer den Quellcode in eine für den Computer verständliche Sprache übersetzen uns zum Schluss installiert man das Programm. So kann eine Installation unter Umständen mehrere Stunden dauern.

Shell von OpenSuse

Mein Fazit lautet:

Falls man keine Computerspiele spielt und ein bisschen Experimentiergeist mitbringt, dann sollte man Linux mal ausprobieren. Linux bietet einige Vorteile gegenüber Windows verlangt aber auch mehr von seinem User. So ist die Installation von neuen Programm nicht ganz einfach und es gibt auch sonst noch einige Stolpersteine am Anfang, die man überwinden muss. Aber schon nach kurzer Zeit fühlt man sich bei Tux heimisch (ein kleiner Pinguin, der das Logo von Linux ist). Die meisten Linux-Distributionen sind kostenlos. Es gibt Unmengen an freier und kostenloser Software, die unzählige Funktionen aufweisen. Man kann seine Fragen immer bei einer sehr großen Community stellen, die einem Einsteiger auch gerne helfen. Und als Startlektüre kann ich nur Selflinux.org empfehlen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Linux-Einsteigern die Welt rund um Linux zu erklären.

http://www.selflinux.org/


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