Angesichts der neu erscheinenden Mainboards mit den KT-400A und KT-600 Chipsätzen, locken die KT-400 Boards mit äußerst günstigen Preisen. Als Beispiel möchten wir hier das Modell KT4V-L von MSI vorstellen. Mit einem Preis von 69,- Euro beim Online-Händler Nr. 1 in Deutschland Alternate liegt dieses Mainboard in Preisregionen die man bisher eigentlich nur von Elitegroup und Co. gewohnt war.
Aber handelt es sich tatsächlich um ein Schnäppchen? Lesen Sie unseren Testbericht…
Lieferumfang:
- Mainboard antistatisch verpackt
- Handbuch umfangreich und anschaulich, aber in Englisch
- Ersatz-Blende für den Bereich der Anschlüsse, da die meisten Gehäuse mit der Anordnung der Netzwerkbuchse Probleme haben dürften
- IDE-Kabel
- Floppy-Kabel
- MSI-Sticker für das Gehäuse
- 2 CDs mit Tools und Treibern
Es ist also alles vorhanden was man zum Betrieb des Mainboards benötigt wird. Was wünschenswert und hilfreich beim Einbau des Mainboards wäre, ist ein Satz Befestigungselemente, also Schrauben und Abstandhalter. Diese lagen aber leider nicht bei.
Design:

Das Board ist in den Standardmaßen der ATX-Norm gefertigt und sollte somit problemlos in jedes Gehäuse der ATX-Norm passen. Wie bei allen Mainboard empfiehlt es sich Prozessor und Lüfter möglichst vor dem Einbau in das Gehäuse zu montieren. Die gesamte Platine ist in einem schönen Rot-Ton gehalten.
Heutzutage spielt ja auch das ein Rolle, denn wer möchte schon in seinem PC ein Window einbauen welches dann den Blick auf eine triste, graue oder schwarze Platine freigibt.
Die Anordnung der Anschlüsse und Slots ist im großen und ganzen ja bei allen Mainboards ähnlich. MSI hat beim KT4V allerdings die IDE-Anschlüsse etwas zu weit nach unten verlegt. Wenn man ein etwas größeres Gehäuse sein Eigen nennt sollte man auch etwas längere IDE-Kabel mit einplanen. Ansonsten sind alle Anschlüsse frei zugänglich und es kommt zu keinerlei Problemen.
Unterhalb des CPU-Sockels liegt die KT-400 Northbridge, versehen mit einem grünlichen Passivkühler. Hier sollte man etwas Vorsicht walten lassen. Im Testbetrieb wurde dieser Kühler sehr heiß, obwohl es zu keinerlei Abstürzen kam. Man sollte aber vorausschauend für ausreichende Kühlung in diesem Bereich sorgen.
Technische Details:
- unterstützt Athlon/Duron/AthlonXP bis 3000+
- Steckplätze 1x AGP, 6x PCI, 1x CNR
- Bustakt 100-166MHz im Bios in 1MHz Schritten einstellbar
- Bios-Hersteller AMI
- Speicher DDR200 – DDR400 bis maximal 3GB
- Sound Realtec ALC650 5.1
- 6 USB 2.0 Anschlüsse (4 hinten vorhanden und 2 vorn nachrüstbar)
- LAN-Anschluß VIA VT6103 10/100 Mbit
- Standard-Anschlüsse (seriell, parallel, PS/2)
- Bluetooth und Infrarot-Anschlüsse auf dem Mainboard vor gerüstet
Die Ausstattung lässt eigentlich kaum Wünsche offen. Wer auf einen RAID-Controller verzichten kann findet hier, meiner Meinung nach, ein sehr gut ausgestattetes Board. Auch für Overclocker bietet das Bios reichlich Optionen und Möglichkeiten FSB und Spannungen sind bis weit über die vernünftigen Grenzen erhöhbar.
Unser Testsystem:
- Mainboard MSI KT4V-L
- AMD AthlonXP 2400+
- GeForce3Ti-200 Grafikkarte
- 2x 256MB DDR-RAM von Samsung
- 2x 40GB Festplatte
Das System wurde mit mehreren Durchläufen verschiedener Benchmarks gestresst. Ebenfalls wurde mit dem Tool CPU-Stability ein Stress-Test (60 Minuten) durchgeführt. Das Mainboard verrichtete stabil und ohne Probleme seinen Dienst. Bis auf den bereits erwähnten Effekt das die Northbrigde sehr heiß wurde, konnten keinerlei Probleme festgestellt werden.
Die Leistung liegt im Bereich anderer KT-400-Mainboards, so dass man sagen kann: Beim Kauf eines MSI-KT4V-L kann man eigentlich nichts verkehrt machen. Man erhält ein sehr gut ausgestattetes und stabiles Mainboard das auch für Tuning und Overclocking-Freaks viele Möglichkeiten bietet.
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Tags: KT4V-L, Mainboard, MSI, Testbericht











