Xigmatek ist bisher eher bekannt durch Kühler für Prozessoren, Grafikkarten oder Speicher, doch nun schickt man mit dem Xigmatek Midgard auch ein Gehäuse ins Rennen. In der nordischen Mythologie ist Midgard die alte Heimat der Menschen und wurde von Thor beschützt.
Ob nun auch das Midgard Gehäuse eine ansprechende Heimat für Ihre Hardware ist, versuchen wir im folgenden Testbericht zu klären.
Lieferumfang und Details

Der erste Hingucker beim Midgard-Gehäuse ist schon die Verpackung. Aufwendig gestaltet, wird man gedanklich gleich in die nordische Mythologie versetzt. Das Gehäuse ist, wie bei allen Herstellern Standard, zusätzlich in Folie eingepackt und mit Schaumstoff gegen Transportbeschädigungen gesichert.
Nach dem Auspacken und Öffnen des Gehäuses, was ohne Werkzeug möglich ist, da Thumb-Screws zum Einsatz kommen, findet man im Gehäuse eine Schachtel mit Montagematerial und Zubehör.
Dabei handelt es sich um einen Beutel mit verschiedenen Schrauben und Abstandhaltern für den Einbau des Mainboards und anderer Komponenten, 3 Kabelführungen, die für Ordnung im Kabelgewirr sorgen sollen, eine Lüftersteuerung für bis zu 3 Lüfter mit Adapterkabel, Schlauchdurchführungen und eine mehrsprachige und bebilderte Anleitung. Auch ein 5,25 Zoll zu 3,5 Zoll Adapter liegt bei.

Das Gehäuse ist aus Stahl gefertigt und mit seinen rund 9,3 kg sicher kein Leichtgewicht. Doch bietet es mit seinen Ausmaßen von 210×478x510mm ( B x H x T ) viel Platz in seinem Inneren. So lassen sich fünf 5,25 Zoll Laufwerke einbauen. Der Einbau der 5,25 Zoll Geräte, wie z.b. DVD-Laufwerke oder Brenner, kann ohne Werkzeug erfolgen, da hier ein einfacher Klick-Mechanismus verwendet wird.
Als echtes Highlight in dieser Preisklasse ist der Innenraum des Midgard Gehäuses komplett schwarz lackiert.

Auch an genügend Platz für Festplatten wurde gedacht. Direkt hinter dem 120 mm Front-Lüfter befinden sich die Einbaumöglichkeiten für fünf 3,5 Zoll Geräte. Der Einbau-Ort direkt hinter dem Lüfter sorgt natürlich dafür das die dort platzierten Festplatten immer schön gekühlt werden.

An der Oberseite des Gehäuses befinden sich im vorderen Bereich der Power-Knopf, der Reset-Knopf, sowie die Power- und HD-LED. In der Gehäuse-Front wurde noch die Möglichkeit geschaffen zwei USB-Geräte, ein Kopfhörer/Lautsprecher und ein Mikrofon anzuschließen. Außerdem ist ein e-SATA Anschluss vorhanden.
Kühlung im Xigmatek Midgard Gehäuse
Schon im Auslieferungszustand ist das Xigmatek Midgard Gehäuse auf eine gute Kühlung ausgelegt. Ein 120 mm Lüfter vorn und ein 120 mm Lüfter hinten sind bereits vorinstalliert und sorgen für Frischluft. Das leuchtende Orange der weiß beleuchteten Lüfter sieht auch noch optisch sehr gut aus.
Da die Gehäuse-Front und Oberseite im Mesh-Design ausgelegt ist, kann man auch bei geschlossenem Gehäuse die beleuchteten Lüfter sehen und es kann kein Hitzestau entstehen. Ein weiterer Pluspunkt.
Lüfter-Einbaumöglichkeiten
- 1x 120 mm (Front, White LED)
- 1x 120 mm (Rückseite, White LED)
- 1x 92 / 80 mm (Front, optional, statt 120 mm)
- 1x 92 / 80 mm (Rückseite, optional, statt 120 mm)
- 2x 140 / 120 mm (linkes Seitenteil, optional)
- 2x 140 / 120 mm (Deckel, optional)
- 1x 140 / 120 mm (Boden, optional)
Ein manuelle Lüftersteuerung wird von Xigmatek auch gleich mitgeliefert, was in dieser Preisklasse auch mehr als ungewöhnlich ist. Diese lässt sich an der Gehäuserückseite in einen PCI-Slot einsetzen. Bis zu drei Lüfter lassen sich so manuell in der Drehzahl regeln. Allerdings ist es mir ein Rätsel, warum man eine Lüftersteuerung auf der Rückseite des Gehäuses einbaut. Die Bedienung bei einem Rechner der unter dem Schreibtisch steht, dürfte so recht unbequem werden.
Mein Fazit
Zunächst geht natürlich mein Dank an die Firma Caseking, die mir das Testmuster zur Verfügung gestellt hat.
Mit dem Midgard ist der Firma Xigmatek der Einstieg in die Welt der Gehäuse meiner Meinung nach gelungen. Das Gehäuse ist tadellos verarbeitet, bietet genügend Platz für den Einbau von Laufwerken und Festplatten und ist im Hinblick auf die leise Kühlung der Komponenten bestens ausgestattet bzw. vorbereitet.
Eigentlich gibt es nur 2 Kritikpunkte bei diesem Gehäuse: Warum platziert man eine Lüftersteuerung auf der Rückseite und warum können Kabelhalterungen nicht stabil sein?
Wer über diese beiden Kleinigkeiten hinwegsehen kann, der erhält mit dem Xigmatek Midgard ein sehr gutes Gehäuse, das für einen Preis von aktuell 59,90 Euro bei Caseking erhältlich ist. In meinen Augen ein gutes Angebot.
Link zur Herstellerseite: Xigmatek.de
Link zum Shop: Xigmatek Midgard Gehäuse bei Caseking
Also von Dirks-Computerecke erhält das Xigmatek Midgard Gehäuse das Prädikat: Uneingeschränkt Empfehlenswert!

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