Daten verschlüsseln, aber richtig

Wer möchte, dass seine privaten Daten auch wirklich privat bleiben, sollte diese unbedingt verschlüsseln. Egal, ob er Daten nur lokal auf einem PC oder auf einem Netzlaufwerk ablegt oder in der Cloud speichert. Verschlüsseln ist nicht nur deshalb sinnvoll, um seine Daten vor dem Zugriff durch Personen, die ebenfalls Zugriff auf den Rechner haben, zu schützen. Jeder Rechner, der mit dem Internet verbunden ist, kann in die Fänge von Cyberkriminellen gelangen.

Diese können – oft noch unbekannte – Sicherheitslücken ausnutzen, um Spionageprogramme auf den Rechner zu schleusen. Mit Hilfe dieser Programme ist es dann ein Leichtes, sich Zugriff auf alle Daten des Rechners zu verschaffen.

Sicher verschlüsseln mit Hardware und Software Kombination

ID60 DatenTresor Screenshot USB Stick anschließen

Tools zum Verschlüsseln von Daten gibt es viele. Meist handelt es sich dabei um reine Software-Lösungen. Die Daten werden mit Hilfe eines Codierungsschlüssels verschlüsselt und damit unleserlich gemacht. Zugriff auf die Daten bekommt man im Regelfall nur dann, wenn man ein Passwort – dass man vor dem Verschlüsselungsvorgang vergeben muss – eingibt. Beim Verschlüsselungs-Algorithmus setzen diese Tools meist AES ein, wahlweise mit 128-, 256- und 384-Bit.

Auch wenn diese Tool als ziemlich sicher gelten: Das Knacken dieser Verschlüsselung ist theoretisch möglich, da sich bei dieser Art der Verschlüsselung der Schlüssel zum Entschlüsseln ebenfalls auf dem Rechner befindet.

Sicherer ist es deshalb, für die Verschlüsselung ein Tool einzusetzen, das aus Hardware und Software besteht.

Eine relativ günstige Möglichkeit bietet zum Beispiel die Firma IDENTsmart an. Der ID60 DatenTresor kostet rund 40 Euro und besteht aus einem Hardware-Schlüssel in Form eines USB-Sticks und einer Software zum Verwalten der verschlüsselten Daten. Erst wenn man den Hardware-Schlüssel in den Rechner steckt und zusätzlich eine vorher vergebene PIN eingibt, kann man Daten verschlüsseln und entschlüsseln.

Der Key zum Entschlüsseln der Daten befindet sich somit nicht auf dem PC, sondern auf einer externen Hardware. Durch diese sogenannte 2-Faktor-Authentifizierung ist es quasi unmöglich, verschlüsselte Daten zu knacken. Selbst wenn der USB-Stick (und der Rechner, auf dem die Daten liegen) geklaut werden sollte: Sobald man vier Mal die falsche PIN eingibt, ist ein Zugriff auf die verschlüsselten Daten nicht mehr möglich.

Wer für Sicherheit kein Geld ausgeben möchte, kann auch auf Freeware-Tools zurückgreifen. Allerdings gibt es keine kostenlosen Hardware-/Software-Lösungen. Reine Software-Tools, die trotzdem einen ganz guten Job machen, sind zum Beispiel:

  • VeraCrypt – Verschlüsselt Ordner, Partitionen und ganze Laufwerke, kann auch als portable Version ohne Installation genutzt werden.
  • Wise Folder Hider – Verschlüsselt und Versteckt Dateien und Ordner auf der Festplatte.
  • BoxCryptor – Verschlüsselungs-Tool, das Daten verschlüsselt, bevor sie in einen Cloud-Speicher hochgeladen werden.

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