Warum Apple den ständig wachsenden Gaming-Markt ernst nehmen sollte


Laut Analysten stehen Apple nicht einfache Zeiten bevor. Zu den Problemen mit den autonomen Fahrzeugen, die durch den kürzlich in den USA vorgefallenen tödlichen Unfall wieder ans Licht gekommen sind, kommt der Rückgang der Verkaufszahlen des iPhones. Das Smartphone ist seit Jahren Apples Zugpferd und der sinkende Absatz könnte in Zukunft ein Problem für das IT-Unternehmen aus Kalifornien bedeuten.

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Wachstumsmarkt E-Sports

Ein weiteres Problem, mit dem sich Apple auseinandersetzen muss, ist ihre Produktpalette in Sachen Gaming. Da das Unternehmen keine eigene Konsole auf den Markt gebracht hat und die Computer der Marke zwar als sehr hochwertig verarbeitet und optisch wertvoll gelten, aber gleichzeitig im Vergleich zur Konkurrenz sehr teuer sind und zusätzlich häufig Kompatibilitätsprobleme mit den aktuellen Gamingtiteln bestehen, hat Apple den Anschluss in E-Sports verloren. Im Nachhinein sollten sich nun die Verantwortlichen ärgern, da der Markt Rund um E-Sports, also um das Austragen von digitalen Wettkämpfen zweier Spieler oder Teams mittels Computer, boomt. Laut einer Studie von Newszoo ist der Markt seit 2014 um 63% gewachsen und hat die besten Gamer der Szene zu regelrechten Stars gemacht, die vom Gaming mehr als sehr gut leben können.

Apple Gamingprodukte in der Zukunft?

Da die rasante Entwicklung im E-Sports weiter vorangehen wird und das Interesse der breiten Masse an der Industrie immer weiter steigt, wäre Apple geraten, Teile dieses Marktes zu erschließen. Natürlich ist ein erschwinglicher Gaming-Computer nicht die Lösung. Apple sollte vielmehr im Umfeld neuer Entwicklungen auf dem Markt, wie der virtuellen Realität, forschen, und wenn die Zeit reif ist, ein passendes Produkt auf dem Markt platzieren. Zwar haben einige Unternehmen schon eine große Produktpalette aus dem Bereich der virtuellen Realität auf den Markt gebracht, allerdings ist die Technik noch immer nicht ganz ausgereizt und bietet noch viele Ansätze, sie besser in den Alltag und in das Gaming zu integrieren. Denkbar wären hier auch Produkte aus den Bereichen Gesundheit und Rehabilitation, in denen die virtuelle Realität schon erfolgreich eingesetzt wird.

E-Sports wird Volkssport

Bild: Instagram @ninja

Bild: Instagram @ninja

Zwar fehlt in vielen westlichen Ländern noch die Anerkennung von E-Sports als aktuelle Sportart, da es an offiziellen Ligen und Verbänden fehlt und „die nötige eigenmotorische Aktivität fehle“, allerdings hat die Deutsche Bundesregierung angekündigt, E-Sports bald als Sportart anzuerkennen. Dies ist auch dringend notwendig, da E-Sports rasanter wächst, als angenommen. Aktuell verhilft nicht nur der Streamingdienst Twich, über den bekannte Spieler auf ihren Kanälen ihre E-Sports-Duelle live übertragen, sondern auch der Hype um das Spiel Fortnite: Battle Royale dem rasanten Wachstum. Natürlich hat es nicht geschadet, als vor Kurzem der bekannte Streamer Ninja einen Kampf mit dem kanadischen Superstar Drake übertrug. Dieser Stream brach alle Rekorde und hat dazu geführt, dass E-Sports noch mehr ins Zentrum der Gesellschaft geraten ist.

Diese ganze Entwicklung ruhig zu beobachten ist eine Gefahr für Apple. Natürlich verfügt das Unternehmen über eine Produktpalette, die so breit ist, dass sie nicht vom E-Sports abhängig sind, allerdings sind die Produkte sehr nach um den Markt platziert und trotzdem nicht für Gamer geeignet. So ist es in Zukunft denkbar und vielleicht auch ratsam für Apple, das Produkte der Marke im Bereich E-Sports platziert werden.

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