Beeinflussung der Hirnleistung durch Pokern

Nie war Gaming populärer als heute. Hätten die eigenen Eltern nur vor 25 Jahren schon gesehen, was heute in dem Bereich möglich wäre – Sie hätten den einen oder anderen vielleicht in eine andere Richtung gedrängt. Denn Streamer, Lets Player und eSportler verdienen online viel Geld und können ihr Leben mit dem ehemaligen Hobby des Gamings bestreiten. Längst gibt es bekannte Gesichter aus der Branche, die wie „Gronkh“ mehr tun, als nur Spiele „zu spielen“.

So ist es auch kein Wunder, das gerade im Bereich des Online-Gaming immer mehr Spielrekorde aufgestellt werden. Doch auch ein ganz anderer Bereich schreibt Schlagzeilen. Denn online lässt sich nicht nur „PUBG“ oder „Fortnite“ spielen, sondern auch Online-Casinos erfreuen sich einer stetig wachsenden Zahl an Spielern. Ein näherer Blick kann dabei mit einer Überraschung aufwarten.

Gut für die Nervenzellen

Beeinflussung der Hirnleistung durch Pokern

Eines der beliebtesten Kartenspiele der Welt ist das Poker. Es wird in der Mittagspause, beim Stammtisch oder in privaten Runden im Freundeskreis gespielt. Zudem sind die Pokertische in den Casinos immer gut besucht. Dies gilt ebenfalls für den Online-Bereich. Für die besondere Anziehungskraft sorgt der Umstand, dass beim Pokern nicht alles vom Glück abhängig ist. Vielmehr ist hier Können gefragt.

Allgemein erfordern alle Casino Spiele ein Geschick dafür, schnell zu denken und zu handeln, denn Erfolg und Misserfolg liegen ganz dicht beieinander. Spieler müssen analytisch vorgehen und Risiken abwägen können. Poker ist ein gutes Beispiel dafür, wie viel Können hinter einem Spiel zum Teil steckt. Denn es müssen Karten interpretiert und kombiniert werden. Zudem gilt es Risiken einzuschätzen. Dabei dürfen die anderen Spieler nicht aus den Augen gelassen werden.

Nicht nur ist Poker daher ein Spiel mit hohen Anforderungen – es fördert die Leistung des Gehirns. Wer online immer wieder pokert, hilft dem Gehirn zu entspannen und entwickelt hilfreiche Fähigkeiten, wie kritisches Denken und flexible Problemlösung. Damit neue neuronale Verbindungen jedoch erst einmal entstehen, müssen Aktivität in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Myelinscheiden umgeben dabei die Axone und verhindern, dass diesen etwas geschieht. Zudem stellen sie die Versorgung mit nötigen Nährstoffen sicher. Die Myelinscheiden hingegen werden dicker, umso mehr Impulse über die Nervenzellen laufen. Wird eine bestimmte Tätigkeit nun vermehrt ausgeübt, findet die neuronale Plastizität statt.

Damit werden Nervenzellen vom Gehirn so verteilt, das diese die Nervenbahnen stärken, die vermehrt benutzt werden. So ist es mit regelmäßigem Pokern möglich, das Leistungsvermögen zu verbessern.

Nützliche „Skills“

Gehirnleistung verbessern

Die Fähigkeiten, die mit dem Pokern erlernt werden, sind auch in anderen Lebenslagen hilfreich. Denn mit der Bildung von dicken Myelinscheiden und der neuronalen Plastizität, wird neues Wissen leichter erlernt. Zudem ist der Austausch in diesem Kontext enorm wichtig. Wer viel lernen will, spricht mit anderen Menschen. Gleiches gilt für das Pokern. Denn professionelle Pokerspieler haben oftmals Trainer – auch, wenn diese überwiegend Online-Poker spielen.

Der große Vorteil dabei ist, dass es mit einer anderen Person leichter fällt, sich selbst zu reflektieren. Dies kann auch alleine gemacht werden. Jedoch ist der Weg deutlich schwieriger und nimmt mehr Zeit in Anspruch.

Bestes Beispiel ist neben den reichsten Pokerspielern der Welt, der bestverdienende Online-Pokerspieler, Chris Moorman. Er arbeitete mit dem Wissenschaftler Dr. Stephen Simpson zusammen. Dieser ist spezialisiert auf professionelles Poker-Spielen und bildet vor allem die mentale Stärke aus. Hierdurch verbessert er die Leistung des Spielers. Um ein beeindruckendes Konzept zu erarbeiten, hat Dr. Simpson mit dem US-amerikanischen Informatiker Richard Bandler sowie dem britischen Hypnotiseur Paul McKenna kollaboriert.

Dabei geht es zum einen um das ständige Üben und Motivieren. Aber auch die Kontrolle der Emotionen wird nicht außer Acht gelassen. Denn in einer Partie Poker geht es durchaus emotional zu, da Sieg und Niederlage sehr eng zusammenliegen. Dabei ist die Kunst, dem Gegner die Gefühlswelt nicht „auf dem Tablett zu präsentieren“.

Mit einem Trainer kann der Online-Pokerspieler lernen, die Emotionen zu kanalisieren und diese Energie für das Spiel zu verwenden.

Emotionen und Schlussfolgerungen

Für den Pokerspieler ist es schwierig, mit dem Selbstbewusstsein umzugehen. Egal, ob er an einem Pokertisch sitzt oder online an einem mobilen Gerät spielt. Denn eine Niederlage ohne den Hauch einer Chance, am besten noch gegen einen schwachen Gegner, drückt auf das Selbstbewusstsein. Im Gegensatz kann ein Sieg extrem euphorisieren. Beide Gefühle können das Spiel maßgeblich beeinflussen.

Daher ist Übung nötig, um auch das Gehirn in diesem Bereich zu trainieren. Denn nicht selten werden im Pokern immer wieder die gleichen Fehler gemacht. Diese „Automatismen“ gilt es abzuschalten. So will das Gehirn stets trainiert werden und letztendlich kommen die Prinzipien einer kognitiven Verhaltenstherapie zum Tragen.

Denn je häufiger ein Spieler verliert, desto schneller ist er von der emotionalen Schlussfolgerung überzeugt, ein „Verlierer“ zu sein, was letztendlich die eigene Haltung und das Spiel beeinflusst. Von solchen Dingen muss sich der Pokerspieler, egal ob im Spielcasino oder im Online-Casino, unbedingt frei machen.

Ebenso sind die eigenen mentalen Filter eine Hilfe bei Beeinflussungen. Denn jeder hat eine ungefähre Vorstellung davon, wie ein Partie Poker auszusehen hat. Wie ist die Sitzposition, wird am Tisch geredet oder wie sind die Pseudonyme online?

Je weiter diese Faktoren von der eigenen Vorstellung abweichen, desto negativer können sie das persönliche Spiel beeinflussen. Mit mentalen Filtern, die sich erlernen lassen, können diese Begleitumstände „gefiltert“ werden. Damit wird der Fokus auf das Spiel gerichtet und die Gewinnchancen erhöht.

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