Bundesliga führend in technischen Innovationen im Fußball

Wer Umsätze von 3,81 Milliarden Euro im Jahr generiert, kann seine Arbeit nicht allzu schlecht machen. Diese Summe erreichte die Bundesliga in der Saison 2017/18. Da Deutschlands Top-Fußball-Liga zum 14. Mal in Folge ein Wachstum verzeichnete, ist davon auszugehen, dass auch die Spielzeit 2018/19 wieder hohe Umsätze eingebracht hat. Insbesondere in Punkto Innovation ist die Bundesliga der Konkurrenz voraus.

Führend im weltweiten Innovationsrennen

Bundesliga und technische Innovationen
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Um auch weiterhin Rekordumsätze einzufahren, sind sich die Verantwortlichen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) bewusst, dass für zunehmendes Wachstum Innovationen nötig sind. Die Bundesliga entwickelte sich dementsprechend zum Vorreiter in einer komplexen Industrie, die sich ständig voran bewegt. Künstliche Intelligenz, Augmented Reality und andere Technologien werden eingesetzt, um das meiste aus den vorhandenen Medienrechten zu machen.

Die DFL hat erkannt, dass es sehr sinnvoll ist, die Fans einzubinden, wo es nur geht. Sicherlich sind auch andere Ligen daran interessiert, die Fans mitzunehmen, doch in Englands Spitzenklasse, in welcher Manchester City bereits jetzt der Favorit auf den nächstjährigen Titel in den Premier League Wetten ist, lässt sich eher ein Investoren- statt Fanfokus ausmachen.

Insbesondere die jüngeren Fans haben laut Studien ein abnehmendes Interesse daran, komplette Spiele anzuschauen. Vielmehr hätten sie lieber personalisierte Highlight-Clips, die einfach erreichbar sind. Diese Zielgruppe ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass sie die Zukunft repräsentieren, die sich die Spiele ansehen sollen.

Über 44.500 Fans sahen die Bundesliga-Spiele 2017/18 in den Stadien. Sportec Solutions und DFL Digital Sports sorgen dafür, dass die zentral produzierten Inhalte schnell bei den rund 65 Partnern ankommen, die sie entsprechend weiter verwerten. Dieses Konzept sorgt dafür, dass Neuerungen einfach und unkompliziert eingesetzt werden können, ohne dafür die Zustimmung unzähliger Stellen einsammeln zu müssen.

Bundesliga setzt auf Spidercams, HD, Rundumsicht, VR & VAR

Bundesliga setzt auf Spidercams, HD, Rundumsicht, VR & VAR
Quelle: Pexels

Bereits seit 2006 produziert die Bundesliga ihr eigenes Programm. Lange bevor die anderen europäischen Topligen nachzogen, gab es bereits Inhalte live über die sogenannte Spidercam. Diese ist an Kabeln über dem Spielfeld befestigt und ermöglicht zuvor für unmöglich gehaltene Einblicke. Ebenfalls als Pionier trat die DFL mit HD-Übertragungen im ersten Jahr der Eigenregie auf. Wiederholungen in 360° wurden 2015 eingeführt, die Virtual Reality im Jahr 2016.

Hier wurde mit FOX zusammengearbeitet, das ein Spiel in diverse amerikanische, asiatische und afrikanische Länder übertrug. Zu guter Letzt bleibt als große Innovation noch der viel diskutierte Videoassistent. Er wurde erstmals 2017 eingeführt und bleibt in seiner Umsetzung bis heute ein großer Streitpunkt unter Experten.

Viele weitere Details kommen hinzu, die die Bundesliga hinsichtlich der Technologie zu einer besonderen machen. Dazu zählen etwa virtuelle Werbung auf LED-Anzeigen, Kameras in den Eckfahnen sowie automatisiertes Audio-Mixing. Bei all diesem technologischen Fortschritt stellt sich nachvollziehbarerweise die Frage, was sich in Zukunft noch entwickeln wird.

Eine Idee ist sicherlich die flächendeckende Übertragung in Virtual Reality von verschiedenen Orten im Stadion. Dafür wird in Deutschland allerdings das Einverständnis und die technische Kapazität der diversen TV-Stationen vonnöten sein. Schon aus dem Eishockey bekannt sind Kameras, die am Kopf des Schiedsrichters befestigt sind.

Auch im Fußball würde dies viele Missverständnisse auf Anhieb ausräumen und die Nachvollziehbarkeit des Blickwinkels ermöglichen. Außerdem handelt es sich auf der ständigen Suche nach Außergewöhnlichem um eine einzigartige Möglichkeit.