Gaming-Stuhl vs. Bürostuhl: Welcher Sessel macht das Rennen?

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende, das Metaverse ist angekündigt und der digitale Fortschritt ist auf einem All-Time-High. Mittlerweile verbringen wir fast den ganzen Tag im Netz. Kontakte halten, aktuelle Informationen beziehen, arbeiten, einkaufen, Schulunterricht, Vorlesungen, Entertainment: Das Internet ist inzwischen für Bedürfnisse aller Art der Ort des Geschehens schlechthin. Zudem ist das Homeoffice-Zeitalter offiziell angebrochen und immer mehr Menschen führen ihren Job von zuhause aus.

Spätestens wenn sich der Rücken nach der ersten Woche am Küchen- oder Wohnzimmertisch bemerkbar macht, sollte man sich Gedanken um einen vernünftigen und individuellen Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden machen. Warum sich ein Gaming-Stuhl hierfür bestens eignet, erfährst du in diesem Beitrag.

Welchen Vorteil bietet ein Gaming-Stuhl gegenüber einem Bürostuhl?

Gaming-Stuhl Vorteile

Sowohl ein herkömmlicher Bürosessel als auch ein Gaming-Chair punkten in Sachen Komfort und Ergonomie. Zwar sind beide für längere Sitzeinheiten konzipiert, allerdings wurden Gaming-Stühle speziell für besonders lange Sessions entwickelt, welche die Sitzdauer eines durchschnittlichen Arbeitstages schnell übersteigen können. Beim längeren Sitzen ist die Grundvoraussetzung für einen gesunden Rücken eine abwechslungsreiche Haltung, aber Theorie und Praxis gehen hier weit auseinander.

Deshalb ist es wichtig beim Kauf auf eine gute Qualität und Ergonomie besonderen Wert zu legen. Ein langlebiger Schreibtischstuhl, der sich der persönlichen Körperform anpasst und für eine lange Nutzungsdauer ausgelegt ist, stellt langfristig eine äußert sinnvolle Investition für eine schonende Rückenstabilisierung und somit auch für das eigene Wohlbefinden dar.

Hier punkten die Gaming-Stühle mit ihrer Verarbeitung und den vielseitigen Einstellmöglichkeiten vor allem dadurch, dass man beim Zocken oftmals mehrere Stunden am Stück vor dem Bildschirm sitzt. Durch das vertiefte Spielen neigt man schnell dazu, länger eine einseitig belastende Körperhaltung einzunehmen als bei herkömmlichen Büroarbeiten.

Ein weiterer Vorteil ist die inzwischen enorme Designvielfalt bei Gaming-Stühlen. Neben einer riesigen Formvariation & Farbauswahl reihen sich klassisch gehaltene Looks ebenso ein wie ein aufwendig verarbeiteter Gaming-Chair mit LED-Beleuchtung & Bluetooth-Funktionalität. 

Die wichtigsten Features, die ein guter Gamer-Stuhl haben sollte, lassen sich zu folgenden Merkmalen zusammenfassen:

  • ergonomische Passform für eine aktiv gestützte Wirbelsäule
  • Memory-Schaum-Polsterung, die sich jedem Körper individuell anpasst
  • stufenlose Wippmechanik für präzise Einstellungsmöglichkeiten der Rückenlehne
  • Sicherheits-Laufrollen, um einem Wegrollen vorzubeugen
  • optional einsetzbare Nacken- & Lendenwirbelkissen
  • drehbare und höhenverstellbare 3D-Armlehnen

Ein weiter Punkt, der in der Gegenüberstellung beider Stuhlarten an den Gaming-Stuhl geht, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Während man für einen ergonomischen Bürosessel im durchschnittlichen Preissegment zwischen 300 und 400 Euro bezahlt, liegt die mittlere Preisspanne bei Gaming-Stühlen eher bei 200 bis 300 Euro. Oftmals ist eine separate Nacken- und Lendenwirbelpolsterung bei Gaming-Stühlen zusätzlich im Lieferumfang enthalten.

Auch in puncto Designvielfalt haben die Gaming-Stühle die Nase vorn. Noch vor einigen Jahren war der handelsübliche Zocker-Stuhl in der Regel im Racing-Look gehalten und bestach durch kräftige, auffallende Farben.

Das weltweit starke Wachstum der Gaming-Community sowie die schnell expandierende multimediale Verbreitung von digitalen Spielen auf PC, Tablet und Smartphone macht deutlich: Gaming ist im Mainstream angekommen und inzwischen ein fester Bestandteil unserer Kultur geworden. Neben der Zunahme an Gamern in absoluten Zahlen, geht mit dem Wachstum dieser Branche auch generell eine Erweiterung der Zielgruppe einher.

Umso wichtiger ist es also heute auf dem Markt eine Differenzierung im Bereich Gaming-Zubehör anzubieten und das Angebot breit aufzustellen. Infolgedessen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Gaming-Stuhl Ausführungen, die eine individuelle, optisch ansprechende Integration des Gaming-Equipments im eigenen Zuhause gewährleisten.

Neben der altbekannten Racing-Optik gibt es heutzutage Gaming-Stühle in gedeckten Farben und unauffällig fließenden Konturen. Somit wirkt der moderne Gaming-Stuhl nicht mehr wie ein Fremdkörper neben der Inneneinrichtung, sondern vielmehr wie ein Teil des Interieurs und des eigenen persönlichen Stils.

Hier wird man dann während der Telefonkonferenz oder des Zoom-Meetings im Homeoffice auch nicht sofort als Gamer enttarnt, wenn der Zocker-Stuhl tagsüber als Bürosessel umfunktioniert wird.

Wann macht ein Bürostuhl mehr Sinn?

Wann ist der Bürostuhl besser

In einigen Fällen kann es jedoch durchaus sinnvoll sein, sich für einen Bürostuhl zu entscheiden. Vor allem im oberen Preissegment bieten orthopädische Bürostühle einige Features, die im Gamingbereich so gut wie nicht erhältlich sind. Dies trifft besonders auf Stühle zu, die speziell für eine Entlastung bestimmter Körperpartien entwickelt worden sind.

Sucht man beispielsweise nach einem bandscheibengerechten Stuhl, ist man mit einem eigens dafür ausgelegten Drehstuhl sicherlich besser bedient, als mit einem Gaming-Stuhl in derselben Preiskategorie. Zwar gibt es hier einige günstige Modelle, aber ein kurzer Vergleich zeigt, dass man in dieser Sparte schnell über 500€ bezahlen muss, um einen optimalen Stuhl für eine gesunde Entlastung der Wirbelsäule zu kaufen.

Es steht dennoch grundsätzlich außer Frage, dass zu langes Sitzen nie gut für den Körper ist – unabhängig davon ob man zu langer Büroarbeit neigt oder sich die Nächte in den schier endlosen Maps der Gamingwelt um die Ohren schlägt. Hierbei macht es auch keinen Unterschied, ob man körperlich vorbelastet ist, oder eine Haltung wie aus dem Bilderbuch hat: Man sollte während des Sitzens jede Stunde für mindestens fünf Minuten, idealerweise für zehn Minuten, aufstehen und sich mobilisieren.

Egal wofür man sich schlussendlich entscheidet, eines ist dabei sicher: Wenn man selbst nicht aktiv und prophylaktisch durch Bewegung chronischen Rückenschmerzen vorbeugt, hilft am Ende auch der teuerste orthopädische Stuhl der Welt nicht mehr viel.

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