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Gaming-Szene 2020: PC weiterhin die wahre Macht?

Der Gaming-Markt ist in die Breite gewachsen und umfasst inzwischen eine Zielgruppe, die sich kaum noch genau eingrenzen lässt. Das macht den Blick auf die einzelnen Plattformen und ihren Wettkampf untereinander umso interessanter.

PC steht hoch in der Gunst, Mobile Gaming wächst im Casual-Markt

PC steht hoch in der Gunst
©istock.com/gorodenkoff

Das Mobile Gaming legt starke Zahlen auf und diese haben bereits mehr als einmal den Abgesang des PCs eingeläutet. Die Begründung dafür klingt logisch. So besitzt praktisch jeder Mensch mindestens ein Mobilgerät, sodass Gaming-Sessions auf dem Alltagsgerät einfach naheliegend sind. Eben wegen der vielen Mobilgeräte benötigen immer weniger Menschen überhaupt einen PC; Dinge wie Mails, Chats, Shopping, Social Media, Surfen und auch Klassiker wie Online-Sportwetten und andere Glücksspiele sind dank Smartphone schließlich bequem auf der Couch möglich.

Die Realität zeigt jedoch das Gegenteil. So galt der PC noch im gerade abgelaufenen Jahr 2019 als die bevorzugte Plattform für Spieleentwickler. Und auch der Blick in die Szene zeigt keineswegs Untergangsstimmung. Die PC-Gaming-Community feiert gerade (wieder einmal) starke Monate, hervorzuheben sind dabei die AAA-Knaller Red Dead Redemption 2 und die große Erweiterung zu Monster Hunter World namens Iceborne. Letzterer Titel erschien kurz nach dem Jahreswechsel und bildete damit einen geradezu symbolischen Start für 2020.

Tatsächlich zeigt gerade Iceborne, wie populär der PC tatsächlich ist. Für die Konsolen von Sony und Microsoft erschien das Spiel nämlich schon im September und verkaufte sich erwartungsgemäß ausgezeichnet. Dennoch sprangen viele Konsolenspieler im Januar zusätzlich auf den PC-Zug auf, obwohl dies mangels Cross Save bedeutete, dieselben Spielinhalte erneut durchgehen zu müssen. Die Aussicht darauf, langfristig die PC-Version zu spielen, schien jedoch stärker zu sein als die wiederholte Mühe. Der PC als Plattform ist somit nicht nur für Entwickler, sondern auch für Gamer weiterhin die klare Nummer eins.

PC als Plattform weiterhin die Nr. 1
©istock.com/hobo_018

Geplante Cloud-Revolution mit Startproblemen

Währenddessen scheint die Zukunft von Cloud-Gaming zunächst ungewiss zu sein. Googles Dienst Stadia wurde mit vielen Vorschusslorbeeren angekündigt und erschien im November; seitdem ist allerdings nicht viel passiert, sodass sich zahlreiche Early Adopter nun frustriert abwenden. Die selbsternannte Zukunft des Gamings muss anscheinend noch eine Weile warten. Immerhin ist Google nicht der einzige große Name, der in dieser Richtung unterwegs ist. Microsofts Project xCloud soll 2020 starten, einen Vergleich mit Stadia gibt es in diesem Video:

Inzwischen wird vermutet, dass auch Amazon an einem vergleichbaren Dienst arbeitet. Unabhängig davon, wie erfolgreich diese Dienste zunächst sein werden, bedeutet alleine ihre Existenz ein gewaltiges Marktvolumen, das mittelfristig zu besseren Ergebnissen und damit auch zu Wachstum führen sollte.

Aus der Sicht von Gamern geht es allerdings nur um die Gegenwart. Und der Moment wird augenscheinlich von klassischen Vertretern geprägt, mit dem Trend, mehrere Plattformen parallel zu besitzen. Der PC steht dabei für eingefleischte Enthusiasten, da alleine seine Anschaffungskosten sowie die nötige Pflege nicht zum Profil des „Casual Gamings“ passen. Darin sind Konsolen deutlich besser, genau wie Smartphones, deren Spiele jedoch nicht dieselbe Tiefe zulassen. Hybrid-Lösungen wie Nintendos Switch konnten hier ihre Nische erobern und damit erstaunliche Erfolge feiern, und das nicht nur in der ganz jungen Altersgruppe.

Casual Gaming
©istock.com/RgStudio

Starkes Programm auch für 2020

Doch was bedeuten diese Erkenntnisse für 2020? Das Line-Up der Blockbuster-Spiele, die dieses Jahr erscheinen werden, spricht für sich. Cyberpunk 2077 wurde zwar von April auf September verschoben, doch das dürfte den Hype um den Sci-Fi-Titel nur noch verstärken. Steam-Betreiber Valve bringt mit Half-Life: Alyx nicht nur einen legendären Namen zurück, sondern schlägt damit auch noch in die VR-Kerbe. Doom Eternal (geplant für März 2020) hat ohnehin Kultpotenzial und mit Death Stranding kommt die PC-Version des Kunstwerks, das 2019 schon auf Konsolen für Furore gesorgt hat, da es in beinahe jeder Hinsicht ziemlich speziell ist. Die Steam-Seite zum Spiel existiert bereits.

Sowohl Controller als auch Maus und Tastatur dürfen sich damit auf ein arbeitsreiches Jahr einstellen. Und so lange die Community mit solchen Stundenfressern ausgelastet ist, können die Cloud-Gaming-Dienste im Windschatten nach ihrer Marktreife streben, sodass eines Tages vielleicht der fließende Übergang möglich ist. Denn abgesehen von den Neuerscheinungen wird der Markt immer noch geprägt von Dauerbrennern mit Millionenpublikum, allen voran Fortnite (trotz zuletzt sinkender Zahlen), aber auch CS: GO, League of Legends und Dota 2. Letztere heizen außerdem die eSports-Szene an, die der Branche weitere Aufmerksamkeit beschert.

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