Wie funktioniert die Online Casino Regulierung in Deutschland?

Vor allem hinsichtlich der KYC-Compliance werden die Glücksspielbetreiber in Deutschland im Rahmen des neuen Glücksspielstaatsvertrages vor große Herausforderungen gestellt. Eine Hilfe stellt in diesem Zusammenhang jedoch beispielsweise das Auto-Ident-Verfahren statt.

Grundsätzlich zählt die Bundesrepublik zu den größten Märkten für das Glücksspiel im Internet überhaupt – und dies in ganz Europa. Der Markt erlebt bereits seit einigen Jahren ein beeindruckendes Wachstum, sodass die neuen Vorschriften, welche Online-Glücksspiele legalisieren, eine zusätzliche fördernde Ergänzung darstellen.

Zu den profitabelsten Marktsegmenten zählen im Übrigen die Spielautomaten. Auf diese fallen ganze 42 Prozent der gesamten Einnahmen aus dem Bereich des Glücksspiels aus. Doch wie wird die Regulierung von Online Casinos in Deutschland nun eigentlich aktuell im Detail gestaltet? Der folgende Artikel liefert die Antwort.

Keine Abhängigkeit mehr von Schwarzmarkt-Angeboten

Online Casino Regulierung in Deutschland

Die Anforderungen an die KYC-Compliance und die allgemeinen Regelungen gestalten sich auf dem gesamten Markt der DACH-Region überaus streng. Im Fokus steht in Deutschland vor allem der Schutz der Spieler, weshalb zum Beispiel pro Spieler ein Einzahlungslimit pro Monat von 1.000 Euro gilt. Daneben müssen auch im Zuge der Kundenidentifikation einige Maßnahmen ergriffen werden.

Unternehmen bekommen im Zuge der neuen Marktregulierung die Chance, den deutschsprachigen Raum in den Mittelpunkt zu stellen und die Spieler müssen nicht mehr die Angebote des Schwarzmarktes nutzen, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Dennoch befürchten Betreiber, dass ihr Wachstum durch die Vielzahl an unterschiedlichen Regeln, wie beispielsweise dem Verbot für Glücksspiel-Werbung zwischen 6 und 21 Uhr leidet.

Die Bedeutung der Regulierung von Online Casinos

In der Vergangenheit herrschte in den verschiedenen deutschen Bundesländern keine Einigkeit hinsichtlich der Online-Glücksspielregulierung. Eigene Konzessionen waren ausschließlich in Schleswig-Holstein erhältlich. Spielen durften hier jedoch ausschließlich Spieler mit einem Wohnsitz in dem Bundesland.

Ein generelles Verbot für das Online-Glücksspiel herrschte so in der Vergangenheit in den restlichen Bundesländern, weshalb der Schwarzmarkt von vielen Spielern bemüht wurde, um Online Sportwetten, Bingo, Spielautomaten oder weitere beliebte Casino-Spiele zu nutzen. Ihre Lizenzierung stammt dabei beispielsweise von der MAG, der Malta Gaming Authority.

Für eine Überführung dieser Spieler in den regulierten Markt, spielt der neue Glücksspielstaatsvertrag aus dem Jahr 2021 somit eine äußerst wichtige Rolle. Vorteile bietet dieser nicht nur für die Betreiber der Online Casinos, sondern ebenfalls für die Spieler. Die Vorschriften tragen beispielsweise zu einer Förderung der Betrugsprävention bei, verhindern das sogenannte Money Muling und halten Minderjährige von den Casino-Plattformen fern. Dennoch ist ohne Verifizierung im Casino spielen auch heute durchaus noch möglich.

Der Markt des Online-Glücksspiels in der DACH-Region

Jedes Land der DACH-Region stellt verschiedene Regeln für das Online-Glücksspiel auf. Seit dem Juli des Jahres ist in Deutschland jedoch der neue Glücksspielstaatsvertrag gültig. Sowohl für die Spieler als auch für die Betreiber werden durch diesen entsprechende Regelungen festgelegt.

Der deutsche Glücksspielmarkt wird seit dem 1. Januar 2023 dabei durch die GGL, die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, reguliert. Ihr Sitz liegt in Halle an der Saale. Davor überwachten die jeweils zuständigen Glücksspielaufsichten die Übergangsphase und teilten die unterschiedlichen Aufgaben verschiedenen Bundesländern zu.

Das Regulierungsformat in der Schweiz und in Österreich gestaltet sich traditioneller, denn dort wird für die Überwachung des Glücksspielsektors noch auf Aufsichtsbehörden gesetzt.

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