Action­Cams für jeden Anspruch


Lange Zeit galt die GoPro als das Nonplusultra im Bereich Action-Cams. Mittlerweile bieten auch andere Hersteller eigene Modelle an, darunter unter anderem Panasonic, Rollei, Sony und Kodak. Die Modellvielfalt ist immens und nicht immer ist für Verbraucher ersichtlich, worauf sie beim Kauf einer Action-Cam achten sollen.

Allgemein kann man sich an den Preisen orientieren, doch das ist nur eine grobe Einteilung. Je nach Anspruch sollten weitere Dinge beachtet werden.

Von Einsteiger bis Profi

ActionCam GoPro Hero 4

Die günstigsten Geräte sind schon für unter 100 Euro zu haben. Diese bieten in den meisten Fällen keine Full HD-Auflösung, eignen sich aber dennoch für Aufnahmen, solange man mit der Bildqualität zufrieden ist. Wer etwa 100 Euro mehr investiert bekommt gute Modelle mit Full HD und 30 Bildern in der Sekunde.

Wer professionelle Ansprüche an eine Action-Cam stellt, muss noch ein wenig mehr ausgeben, bekommt dann aber auch Full HD fähige Geräte mit bis zu 120 Bildern in der Sekunde. Damit gelingen auch flüssige Aufnahmen in extremen Situationen.

Muss es unbedingt die GoPro sein?

Die GoPro ist prinzipiell der Vorreiter aller heute verfügbaren Action-Cams. Das Unternehmen hat also ausreichend Erfahrung und zudem gibt es zahlreiches Zubehör für GoPro Kameras. Viele Nutzer behaupten, Modelle dieser Reihe seien nach wie vor die beste Wahl. Längst haben jedoch auch andere Hersteller nachgezogen und bieten vergleichbare wenn nicht bessere Lösungen für Aufnahmen unter erschwerten Bedingungen an.

Sofern man auf der Suche nach einer GoPro ist, findet man hier Empfehlungen und kann man sich die verschiedenen GoPro-Modelle im Vergleich genauer ansehen. Allerdings findet man auf der Seite unter anderem auch viele weitere Action-Cams, welche mit GoPro-Modellen zu vergleichen sind und mitunter auch etwas günstiger im Preis liegen. Ob man hier beim „Original“ bleibt oder doch lieber etwas sparen möchte, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

ActionCam am Motorrad im Einsatz

Welche Kriterien sind wichtig?

Je nach Anspruch und Einsatzzweck kommen unterschiedliche Modelle infrage. Für welches Modell man sich letztlich entscheidet, hängt vom persönlichen Budget.

Bildqualität

Eine Kamera ist natürlich in erster Linie dazu da gute Bilder zu liefern. Dennoch ist die Bildqualität nicht das einzige Kriterium, auf das es ankommt. Es sollte aber auf eine möglichst hohe Auflösung sowie auf eine gute Farbtreue geachtet werden. Auch bei Wechseln zwischen hell und dunkel kommen günstige Kameras oft nicht schnell genug nach, es lohnt sich, die Kamera auf diese Faktoren hin zu überprüfen.

Weiterhin spielt die Framerate, die Anzahl der Bilder welche die Kamera pro Sekunde aufzeichnet entscheidend für die Bildqualität. 25 Bilder pro Sekunde gelten als unterste Grenze, 120 Bilder pro Sekunde garantieren ein flüssiges Bild auch bei schnellen Schwenks und wackeliger Kameraführung.

Akkulaufzeit

Wenn der Akku leer ist, sollten die Aufnahmen im Kasten sein. 1 bis 2 Stunden halten die meisten Akkus durch, mehr ist aber nie verkehrt. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte einen zweiten Akku dazu kaufen, um flexibel auf besondere Situationen vorbereitet zu sein.

Bedienung

Die wenigsten Action-Cams besitzen ein eigenes Display, wohl aber eine kleine Anzeige. Sofern die Kamera über eine W-LAN-Verbindung verfügt kann man sie ganz bequem per Smartphone App bedienen. Andere Modelle kommen mit einer Art Fernbedienung daher mit denen sich die Kamera bedienen lässt. Gerade wenn man die Kamera befestigt (etwa an Helm oder Schulter), macht eine solche externe Bedienung Sinn.

Passendes Zubehör

Weiterhin sollte man an ausreichendes Zubehör denken. Dazu zählen zunächst einmal Halterungen bzw. Befestigungsmöglichkeiten. Je nachdem welcher Sportart man nachgeht, gibt es passende Halterungen, die einen sicheren und festen Sitz der Kamera gewährleisten.

Wasserdichte Gehäuse oder Spezialhalterungen kosten unter Umständen mehr als man glaubt, Qualität hat jedoch auch seinen Preis. Aufbewahrungstaschen, Ersatzteile und Spezialausrüstung gibt es für fast alle Modelle. Es muss also nicht zwangsläufig eine GoPro sein.