Beginners Guide für das Raspberry Pi


Raspberry Pi heißt der neue Microcomputer, der alles auf ein Board bringt. Er hat ungefähr die gleiche Power wie ein Pentium2 Prozessor mit 300MHz. Das heißt, dass das kleine Gerät für seine Größe recht leistungsstark ist, dass es also für einige Dinge zu gebrauchen ist.

Die Preise für einen Raspberry Pi liegen zwischen 18 und 26 Euro.

Spezifikationen:

Modell B setzt sich wie folgt zusammen:

  • ARM11 CPU mit 700MHz (32 bit)
  • Videocore 4 GPU
  • 256 MB RAM
  • 2x USB
  • 1x SD Card slot
  • 1x HDMI Port
  • 1x 3.5mm Audioport
  • 1x RCA Video
  • 1x mini-USB (Power)
  • 1x 10/100 Ethernet Port

Fangen wir an:

Um zu starten, benötigt man ein paar Dinge:

  • SD Karte
  • SD Kartenleser zum Anschließen an den Computer
  • USB Maus und Tastatur
  • Micro-USB Power Connector
  • HDMI Kabel
  • Ethernetkabel

Danach geht es zum Download von ein paar Programmen von der Raspberry Pi Webseite:

  • Win32DiskImager Zip File
  • Debian „wheezy“ Image Zip File (beinhaltet Linux, Python und ein paar Applikationen)

Im nächsten Schritt sollte man das Image auf der SD-Karte speichern und den Win32 DiskImager auf den Computer entpacken. Wählen Sie die gepackte Quelldatei des Images, das Gerät, in welchem sich die SD Karte befindet und drücken Sie “write”.

Stecken Sie alle Peripheriegeräte ein. Schalten Sie ein und nach dem normalen Boot-Screen kommt ein Konfigurationsmenü.

Nach der Konfiguration werden Sie eine Kommandozeile sehen. Von hier aus können Sie das Setup des Raspberry Pi so durchführen, wie Sie es benötigen. Der beste Weg dazu, wenn Sie noch nicht viel Erfahrung haben, ist, “startx” einzutippen, was die Desktop-Oberfläche startet.

Wozu kann man das Raspberry Pi nun gebrauchen?

Raspberry Pi

Bildquelle: cowjuice

Programmierung

Der eigentliche Zweck des Raspberry Pi war, Schüler und Studenten das Programmieren beizubringen, jedoch findet das Gerät auch darüber hinaus viele Fans. Das Gerät ist relativ einfach aufzusetzen für diejenigen mit lediglich Computer-Grundkenntnissen. Alles was man dann noch braucht, ist die Fähigkeit, einfache Befehle lesen zu können, die die Basis von Programmiersprachen wie z.B. Python, C++, … (die Liste könnte sehr lange fortgeführt werden) bilden.

Verfügbar sind mittlerweile einige Programmier-Tutorials für Leute, die mit dem Raspberry Pi einmal etwas völlig neues ausprobieren wollen oder ihre aktuellen Fähigkeiten ausbauen möchten. Die offizielle Raspberry Pi Webseite ist ein guter Punkt um zu Starten. Dort befinden Sich mehrere Tutorials, z.B. um zu lernen, wie man ein simples Betriebssystem erstellt.

Wenn Sie lediglich programmieren möchten, ist das günstigere Modell A ausreichend. Empfohlen wird jedoch, ein kleines bisschen mehr auszugeben für das Modell B, denn es verfügt über einen Ethernet Port und einen 2-Port USB-Hub, was Modell A nicht bietet. Das Modell B ist für ungefähr 26 Euro zu haben, wohingegen Modell A um 8 Euro günstiger ist.

Arcade Spiele-Emulator

Viele Leute werden wahrscheinlich das Gerät auch als einen Emulator für ihre alten Spiele nutzen. Ein Emulator ist ein Programm, dass es erlaubt, alte Programme auf neuerer Hardware laufen zu lassen. Er lässt sozusagen die Software glauben, dass sie auf einer älteren Maschine läuft, als es eigentlich der Fall ist – viele alte Spiele sind nämlich nicht direkt kompatibel mit moderner Hardware.

Um damit zu starten, schauen Sie sich einmal MAME (Multiple Arcade Made Emulator) an, welcher die beschriebenen Aufgaben für Sie erfüllt und auf http://mamedev.org/ zu finden ist.

Media-Centre

Es gibt noch viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Man kann auch XBMC (das Xbox Media Centre) darauf laufen lassen. Es könnte etwas knifflig werden, wenn Sie ein spezielles Menü-/Oberflächen-Theme gewählt haben, aber für den günstigen Preis ist es eben trotzdem durchaus möglich, ein Media-Centre fast für lau aufzusetzen. Es ist eine viel günstigere Lösung als einen normalen PC zu kaufen. Mittlerweile bestätigen viele Leute, dass das Raspberry Pi, wenn es korrekt aufgesetzt ist, keine Probleme hat, high definition wiederzugeben.

Heim-Automatisierung

Es gibt im Grunde endlose Möglichkeiten für Heim-Automatisierung. Beispielsweise gibt es User, die Dinge wie die Beleuchtung des Hauses steuern. Ein ZigBee Modul von Farnell (wo auch das Blackberry Pi bestellt wird) ist die beste Lösung, um dies umzusetzen. Davon ausgehend können Sie alle möglichen Tasks für die Heim-Automatisierung erstellen.

Gastartikel geschrieben von: Marco Schäfer


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