Computer kaputt – worauf ihr beim Kauf eines neuen Geräts achten solltet

Wer einen Computer benutzt, der kennt das: Während das Gerät zum Kaufzeitpunkt noch einwandfrei funktioniert, nimmt die Leistung mit der Zeit ab. Manchmal liegt dies an der Grafikkarte oder dem Prozessor, es kann aber auch der Arbeitsspeicher oder die Hardware sein – Gründe gibt es dafür viele.

Besonders wenn der Computer älter als fünf Jahre ist, kommt eine Reparatur nicht mehr in Frage, da dies mit mehr Zeit und Nerven verbunden ist als der Neukauf. Doch auch ein Neukauf bedeutet hohe Kosten und kann somit ein Loch ins Budget reißt. Da viele Menschen auf einen Blitzkredit zurückgreifen, um sich ein adäquates Gerät zu kaufen, zeigen wir euch in diesem Beitrag, worauf ihr beim Kauf eines neuen Geräts achten solltet, damit ihr die richtige Kaufentscheidung trefft.

Verwendungszweck bestimmen – Prioritäten setzen

Computer kaputt Hardware neu kaufen und einbauen

Bevor ihr einen Computer kauft, ist es wichtig, Prioritäten zu setzen. Einen Allround-Computer gibt es, und das zu einem moderaten Preis. Einen perfekten Computer, der wirklich alle Vorzüge vereint, leider nicht. Daher ist es wichtig, dass ihr euch vor dem Kauf die Frage stellt, was der „Hauptverwendungszweck“ des Geräts ist. Wer Gamer ist und den Computer mehrere Stunden am Tag für die neusten Spiele beansprucht, der hat andere Anforderungen an das neue Gerät als ein Freelancer oder auch Student, der viel mit Office arbeitet und Tabellenkalkulationen oder Textverarbeitungsprogramme nutzt.

Prozessor

Fangen wir mit dem Prozessor an, der auch CPU (Central Processing Unit) genannt wird. Die Geschwindigkeit des Prozessors hängt nicht nur von der Taktfrequenz, sondern auch dem Zwischenspeicher sowie der Zahl der Rechenkerne ab. Um die Leistungsfähigkeit von Prozessoren zu erhöhen, schaltet man mehrere Prozessoren zusammen und spricht dann von Mehrkern-Prozessoren. Ein Dual-Core (Doppelkernprozessor) ist heute Standard und in der Lage, alle Routineaufgaben zu erledigen – mit weniger sollten sich Käufer nicht zufrieden geben.

Die Faustregel: Je mehr Prozessoren zusammengeschlossen werden, desto höher auch die Leistungsfähigkeit des Geräts. Besser als Dual-Core ist also Quad-Core (Vierkernprozessor). Es gibt aber auch Sechskernprozessoren (Hexa-Core) und Achtkernprozessoren (Octa-Core).

Die bekanntesten Prozessorhersteller lauten AMD sowie Intel. Wer den Computer für Business-Zwecke verwendet, der ist mit einem i5-Prozessor gut beraten. Wenn durch Spiele oder auch Videobearbeitungsprogramme mehr Power benötigt wird, so seid ihr mit dem Kauf eines i7- oder i9-Prozessors besser beraten.

Arbeitsspeicher

Für die tägliche Computernutzung ist der Arbeitsspeicher die wohl wichtigste Ressource – und somit wichtiger als der Prozessor, der unmittelbar auf den Arbeitsspeicher zugreift. Der Arbeitsspeicher lässt den Computer flüssiger laufen und er entlastet das System. Er wird auch RAM (Random-Access-Memory) genannt und besitzt in der Regel zwischen 1 und 16 Gigabyte Speicher.

Für das Surfen sowie Office-Aktivitäten, also die eher „einfachen Prozesse“, genügt bereits ein Arbeitsspeicher von 4 Gigabyte. Niedriger sollte dieser aber nicht sein, da sonst der Prozessor langsam arbeitet.

Wer gerne neue Spiele auf dem Gerät spielt oder den Computer für die Video- oder Bildbearbeitung verwendet und ihn für visuell anspruchsvolle Tätigkeiten benötigt, sollte auf mindestens 8 Gigabyte zurückgreifen.

Grafikkarte

Grafikakrte von AsusDie Grafikkarte ist, wie ihr euch denken könnt, besonders für Gamer von Bedeutung und für die Erzeugung der Grafik-Ausgabe verantwortlich. In der Grafikkarte ist ein Grafikprozessor, der auch GPU genannt wird, eingebaut, der die Ausgabe der Bilder übernimmt. Der Preis der Grafikkarte richtet sich nach der GPU-Leistung.

Wer kein Gamer ist, manchmal Google Earth benutzt, Browser-Spiele spielt und auf Netflix Filme sieht, für den reicht eine bereits integrierte Grafikkarte. Wer sich unschlüssig ist, kann sich einen Computer mit PCIe-Steckplatz kaufen, da man so den Computer später mit einer separaten Grafikkarte nachrüsten kann.

Wer mit komplexen Simulationen, CAD-Programmen oder 3D-Modellen arbeitet, dem empfehlen wir eine separate Grafikkarte (die relativ kostenaufwendig ist), da der integrierte Grafikbeschleuniger hierfür schlicht und ergreifend einfach nicht ausreicht. In der Regel sollten CPU und GPU zusammenpassen: Ein schlechter Prozessor beeinträchtigt eine starke Grafikkarte – und umgekehrt.

Festplatte

Auf der Festplatte werden die Daten eures Computers gespeichert – und zu speichern gibt es immer etwas. Insbesondere jene Personen, die über eine große Film- oder Musiksammlung verfügen oder viele Spiele installiert haben, sollten mindestens auf eine Festplatte von 500 Gigabyte zurückgreifen. Wobei es auch viele Computer gibt, die über eine Festplatte mit einer Kapazität von 1 Terrabyte verfügen.

Im Vergleich zu allen anderen Bestandteilen des Computers ist das Einsparpotenzial bei Festplatten am niedrigsten, da diese allgemein sehr günstig sind. Trotzdem möchten wir euch über zwei verschieden Arten von Festplatten aufklären, nämlich: SSD und HDD (Hybrid-Platten).

SSD-Festplatten bestehen aus Flash-Speichern, die zum Beispiel auch in USB-Sticks verbaut sind. Sie sind deutlich robuster als HDD-Platten, da hier keine mechanischen Teile verbaut sind. HDDs bestehen aus meist mehreren Magnetscheiben sowie einem Lesekopf. SDD-Festplatten sind schneller, kleiner,effizienter und verbrauchen weniger Akku als HDD-Platten – sie sind dafür aber auch teurer.

Schnittstellen & Betriebssystem

Schnittstelle

Die oben angeführten Bestandteile, Festplatte, Grafikkarte, Arbeitsspeicher und Prozessor, sind die „vitalen Organe“ des Computers und für den Kauf die wichtigsten Aspekte. Ihr solltet aber auch acht darauf geben, dass der PC USB 3.0 sowie HDMI-Schnittstellen hat. Im besten Fall verfügt er über mehrere Anschlüsse, damit Maus, Tastatur, Drucker und alles, was ihr sonst benötigt, parallel angeschlossen werden kann.

Betriebssystem

Die meisten PCs haben bereits vorinstallierte Betriebssysteme – am häufigsten Windows 8/10 oder OS bei Apple. Achtung: Es gibt auch PCs, auf denen noch kein Betriebssystem vorinstalliert ist. Wer also keine Mehrkosten haben möchte, der sollte auf ein vorinstalliertes Betriebssystem achten.

Garantie

Kleingedrucktes lesen! Es gibt die gesetzliche Gewährleistungsfrist, die zwei Jahre beträgt und ihre Ansprüche gegenüber dem Händler sichert sowie die Garantieleistungen des Herstellers. Die Garantie ist eine freiwillige Zusatzleistung des Herstellers / Händlers und deckt nicht zwingend alle Bestandteile des Computers.

Zusammenfassung und Fazit

Beim Kauf eines Computers gilt es mehrere Faktoren zu beachten. Am wichtigsten ist es, zu wissen, wofür genau ihr den Computer kauft. Nur so könnt ihr einschätzen, welche Ansprüche der neue PC zu erfüllen hat. Während ein guter Alltagsrechner zwischen 400,- und 700,- EUR kostet, liegt der Preis für Gamer-PC’s bei mindestens 800,- EUR – ein stolzer Preis. Online-Vergleichsportale wie Financer bieten die Möglichkeit, einen Blitzkredit aufzunehmen und so die Finanzierung eines teuren Geräts zu ermöglichen.

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