Der Computer im Wandel der Zeit

Er ist aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Arbeit, Freizeit und Zugang zu allen erdenklichen Läden der Welt werden über den Computer ermöglicht. Während vor gut 30 Jahren bei seiner Einführung ein Computer ein Luxusgut für Privatpersonen war, ist das technische Gerät inzwischen zur Massenware geworden.

Doch die Entwicklung des PCs beziehungsweise seiner Nachfolger ist noch lange nicht abgeschlossen.

Die Komponenten aller Computer

Im Prinzip bestehen alle PCs aus den gleichen Komponenten: die Hauptplatine (in Fachkreisen Mainboard beziehungsweise Motherboard genannt) trägt die elektronischen Bauteile, die für das Laufen des PCs nötig sing. Der Hauptprozessor ermöglicht die Schaltungen und leitet die Befehle innerhalb des Geräts weiter, es handelt sich also um die Schnittstelle der Datenverarbeitung. Weil bei dieser Wärme produziert wird, sind in jedem Modell auch Prozessorkühler eingebaut.

Mainboard und andere Hardware eines ComputerDie Größe und Leistungsfähigkeit eines Computers wird durch seinen Arbeitsspeicher (RAM) bestimmt. Diese Zahl gibt an, wie viel Speicher für die Programme und Anwendungen zur Verfügung steht. Für die Darstellung der Bilder ist eine Grafikkarte erforderlich. Der Prozessor leitet die Information eines Programms an diese weiter, damit die Darstellung entsprechend für den User dargestellt wird.

PCs ohne Grafikkarte sind mit einem Grafikchip ausgestattet. Weiterhin gehören ein Netzteil für die Stromzufuhr, ein Festplattenlaufwerk sowie der Monitor und eine Tastatur zur standardmäßigen Ausstattung eines heutigen PCs, wobei die Tastatur bei Tablets und Co. durch Touch-Displays abgelöst wurden.

Gates und Jobs im Konkurrenzkampf

Bill Gates mit Windows und Steve Jobs mit Apple sind die großen Namen, die mit der Geschichte des PCs in Verbindung stehen. Sie arbeiten in den 70er-Jahren an einem Produkt, das Tabellen erstellen und von einer Person bedient werden kann. 1975 kommt das große Novum in Form des Intel-8080-Prozessors, der Altair, heraus. Es handelt sich um einen kompakten Rechner, der es mit den raumfüllenden Vorgängern aufnehmen kann.

Privatpersonen können sich einen solchen Luxus zu dieser Entwicklungsstufe nicht leisten, höchsten in Form einer „Billig-Variante“ zu rund 400 Dollar. Die hat jedoch noch keine Software und mit dem Ausschalten des PCs gehen sämtliche Arbeiten der Sitzung verloren. Paul Allan und Bill Gates schaffen mit einem kleinen Chip Abhilfe, den sie in den Altair installieren.

Der Apple-1, ein Bastel-PC, kommt wenig später heraus, ist kompakter und richtet sich an Programmierer. Der Nachfolger, der Apple-2, wird dann zum Verkaufsschlager. Zu diesem Zeitpunkt ist Apple der Marktführer, obwohl die Firmengründer mit dem Gedanken einer Spaßfirma gestartet waren.

Start mit Spiele-PCs

Commodore C64Aber die Konkurrenz schläft nicht und Computer wollen auch andere Hersteller unter die breite Masse bringen. Im August 1981 stellt das amerikanische Unternehmen IBM unter der Federführung des Watson-Clans seinen ersten Personal Computer, PC (zu deutsch privaten Rechner) vor.

Zuvor kamen bereits Großrechner zum Einsatz. Auf diesem Markt war IBM das führende Unternehmen.

Die noch bis heute wohl bekanntesten Geräte der PC-Geschichte, der C64 oder die Konsolen von Atari bis Amiga, sind die ersten Computer im Privatgebrauch und werden fast ausschließliche zum Spielen verwendet. Da die Preise nach wie vor hoch sind, treffen sich Technikfans häufig in Clubs, wo es die modernen Geräte gibt.

Die Geburt der Betriebssysteme

Erst mit Windows und dem Angebot seiner Office-Anwendungen ermöglichen sich dem PC-Besitzer neue Möglichkeiten der Nutzung seines Geräts – im Privatbereich und bei der Arbeit. Windows, IOS, Unix sind bis heute die gängigsten Betriebssysteme auf den Rechnern. Während Windows-95 häufig als Ursprung angesehen wird, gab es bereits zehn Jahre zuvor eine Oberfläche auf den PCs, die über Menüs bedient wurden.

Der Macintosh von Apple war sogar noch ein Jahr zuvor auf den Markt gekommen und kann damit als Geburt der Bedienoberflächen mit Maus und Navigator gesehen werden.

PCs und das Internet

Einige Jahre später, haben sich PCs großflächig ausgebreitet, heute stehen in einem Haushalt häufig mehrere Geräte zur Verfügung. In der Zwischenzeit hat sich natürlich auch die Technik weiterentwickelt und es ist schon viel mehr möglich. In den 90er-Jahren sind LAN-Partys der Renner.

An den Wochenenden treffen sich insbesondere Jugendliche mit ihren Rechnern, um nebeneinander in der virtuellen Welt Abenteuer zu erleben. Überhaupt hat das Internet die PC-Welt revolutioniert. Dank PC und World-Wide-Web ist ein Leben ohne direkten Kontakt zu seinen Mitmenschen möglich, doch nicht immer die Lösung.

Konkurrenz durch Spielekonsolen und Smartphones

Smartphone, Tablet PC und Notebook als Konkurrenz zum ComputerDie Ansprüche der Nutzer an den Computer haben sich verändert und werden dies auch in Zukunft tun: mehr Speicher, schnellere Datenverarbeitung und höheres Datenvolumen sind dabei nur einige Begriffe, die eine Rolle spielen. Während früher Computer als Spielekisten einen hohen Stellenwert einnahmen, ist die teure Hardware für einen guten Gaming-PC heute ein Nachteil.

Denn inzwischen haben Konsolen den Spielemarkt erobert. Mit Playstation, Wii, Xbox und Co. eröffnet sich dem Spieler entweder im Single-Player-Modus oder in der Gruppe ein breites Spektrum an Spielen aller Art – vom Denk- und Strategiespiel bis zum Abenteuer mit Logik und einfachem Gedattel.

Ein weiteres Gerät, das dem Computer zur Konkurrenz geworden ist, ist das Smartphone beziehungsweise Tablets. Die mobilen Geräte greifen die Features der Laptops auf und bieten in kompakter Form alles, was ein Computer ebenfalls hat. Hinzu kommt die ursprüngliche Aufgabe eines Smartphones: das Telefonieren.

Freuten sich die Leute in den 70er-Jahren über die großen PCs, die den klassischen Großrechner ablösten, so passt die Technik eines Computers heute auf kleinsten Raum – und am Ende sogar in die Hosentasche.