Die Computermaus – ein kurzer zeitlicher Überblick

Die Evolution der Computermaus beginnt in den frühen sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Dr. Douglas C. Engelbart vom Stanford Research Institut stellt erstmals den Entwurf eines Gerätes vor, das die Zusammenarbeit von Menschen und einem Röhrenbildschirm ermöglicht. Bill English ein Mitarbeiter von Engelbart baut 1964 die erste Maus.

Dieser Prototyp enthält ein Rad, das die Bewegungen der Maus als Cursor auf dem Bildschirm zeigt. Das Gerät erhält den Namen Maus. In der ersten öffentlichen Demoveranstaltungen am 09.12.1968 wird die Maus in einer neunzigminütigen Konferenz vorgestellt.

Der Siegeszug der Computermaus

Computermaus1974 entwickelt der Schweizer Jean-Daniel Nicoud die Zwei-Tasten-Maus. Engelbarts Regelwiderstände werden durch optische Messgeber ersetzt. 1981 bauen Dick Lyon und Steve Kirsch die optische Maus. Diese Mäuse brauchen noch ein besonderes Maus-Pad, das mit Linien und Punkten ausgestattet ist. Das Schweizer Unternehmen Logitech bringt 1982 die P4-Maus auf den Markt.

Rollen verbessern die Abtastausführung. Mit dem Apple Lisa wird eine grafische Benutzeroberfläche auf den Markt gebracht, die mit einer Maus angesteuert werden kann. Die Microsoft Mouse erscheint 1983. Im gleichen Jahr entwickelt Logitech die kabellose Maus, die mit Infrarotsensor ausgestattet ist.

1985 wird die dreitastige Maus von Logitech angeboten. Komplexe Kommandos sind nun möglich. Im gleichen Jahr stellt Logitech den Trackball vor. 1987 entwickelt IBM das Betriebssystem OS/2 , das dem Computer erlaubt eine Maus zu verwenden. In der folgenden Zeit wird die Maus zum wichtigsten Bedienungswerkzeug für die grafische Benutzeroberfläche wie Windows 3.0.

Die kabellose Maus wird mit RF-Technik ausgestattet. Der Track Man Marble, eine neue Maus von Logitech, verbindet Kugeln mit einer Matrix lichtsensibler Punkte. 1996 rüstet Microsoft die Maus mit einem Tastenrad aus. 1999 bringt Agilent den optischen Maussensor, der ohne Maus-Pad arbeitet, raus. Dieser findet Eingang in Logitech-Mäuse. Mikrosoft setzt verstärkt auf optische Maustechnologie.

Razer Naga Gaming-MausZu Beginn des neuen Jahrtausends erscheint die kabellose Maus, die eine präzisere optische Abtastung erlaubt wie die MX700-Cordless-Optical-Maus. Die Maus wird USB-fähig. Kabellose Mäuse sind auch fürs Notebook erhältlich. Die Bluetooth-Technik wird auch für Mäuse nutzbar.

2004 bringt Logitech die erste Maus, die auf Laserabtastung basiert, raus. Sie funktioniert auf Oberflächen, auf denen die anderen Mäuse versagen. 2005 wird die Maus mit Mikroprozessor, die eine Kommunikation zwischen Maus und Computer erlaubt, präsentiert.

2007 und 2008 folgen in erster Linie Verbesserungen bei den Notebook-Mäusen. Die Maus braucht nur noch einmal eingestöpselt werden und nicht mehr ausgesteckt werden. Weitere Verbesserungen sind die wiederaufladbare Lasermaus, die Optionen auswählen kann und Mediendateien wiedergeben. 2008 wird die neue 2,4-GHz-Technologie vorgestellt.

Daten werden ums dreihundertfache beschleunigt zwischen Empfänger und Maus verschickt. Schaut man sich aktuelle Mäuse, insbesondere im Gaming-Bereich an, so kann man oft kaum glauben, dass alles mal mit einer einzigen Taste angefangen hat.