DVB-T2-Receiver mit HD: Darauf müssen Sie beim Kauf achten!


Mit DVB-T2 HD soll die Qualität des Fernsehbilds auch beim Empfang über die Zimmerantenne höchsten Ansprüchen genügen: In Ballungsräumen können bis zu 40 Sender in Full HD empfangen werden. Bevor das scharfe Bild zu sehen ist, müssen in der Regel aber zunächst noch ein bisschen Geld investiert werden. Denn der alte DVB-T Receiver ist nicht in der Lage, das neue Signal zu verarbeiten. Und nur moderne Fernseher besitzen bereits ein integriertes Empfangsmodul. Für alle anderen gilt: Ein neuer DVB-T2-HD-Receiver muss her!

Um danach aber tatsächlich auch das gewünschte HD-Bild sehen zu können, sollten Sie beim Kauf einige grundlegende Dinge beachten.

Die richtige Antenne ist wichtig

Antenne für Fernseh-Empfang

Auch der beste Receiver ist nur so gut, wie die Qualität des empfangenen Signals. Die Antenne ist also von entscheidender Bedeutung für die Qualität des Fernsehbilds. Grundsätzlich gilt: Die bisher für den Empfang von DVB-T genutzte Antenne kann weiter verwendet werden. Dies ist nicht in allen Gebieten immer eine Zimmerantenne, teilweise konnte und kann das Signal auch nur durch eine Außen- oder Dachantenne empfangen werden. Unabhängig davon, muss die Antenne aber in der Lage sein, das DVB-T2-HD-Signal empfangen in guter Qualität empfangen zu können. Andernfalls drohen Ruckler und Bildaussetzer den Genuss während des Fernsehschauens zu schmälern.

Die richtige Codierung ist Voraussetzung

Um das Fernsehbild empfangen zu können, muss der gekaufte Receiver zwingend einen HEVC/H.265-Decoder besitzen. Dies ist in der Regel auf der Verpackung vermerkt. Falls nicht sollten Sie in jedem Fall vor dem Kauf beim Verkäufer oder Hersteller nachfragen. Einige Receiver werden als „DVB-T2-ready“ beworben, können aber lediglich das für die Video- und Audiodateien genutzte Kompressionsverfahren MPEG 2 entschlüsseln. Dies ist nicht ausreichend, um alle verfügbaren Sender in HD zu empfangen.

Selbiges gilt für Fernseher mit integriertem DVB-T2-HD-Tuner. Auch hier muss das Kodierverfahren unterstützt werden, um alle Sender in bestmöglicher Qualität zu sehen. Dies ist in der Regel bei Modellen der Fall, die bereits für Ultra HD ausgelegt sind.

Achtung bei ausländischen Receivern

Deutschland hat sich bei der Verbreitung des DVB-T2-Signals für einen Sonderweg entschieden. Um in einem vergleichsweise kleinen Frequenzspektrum hochauflösende Sender verbreiten zu können, kommt der bereits erwähnte HEVC-Codec zum Einsatz. Dies ist in den Nachbarländern nicht der Fall. Die dort verwendeten Receiver können also hierzulande teilweise nicht für den Empfang von DVB-T2 HD genutzt werden. Selbst wenn ein Gerät also in Österreich erstklassig funktioniert, bedeutet dies nicht, dass es auch in Deutschland zum Einsatz kommen kann. Bei Käufen im Ausland ist daher besondere Vorsicht geboten.

Receiver ohne Decoder empfangen nur öffentlich-rechtliches Fernsehen

Der Empfang der bis zu zwanzig verbreiteten öffentlich-rechtlichen Sender ist kostenlos. Daher ist ein Receiver ohne Decoder ausreichend, um die Programme zu sehen. Anders sieht dies bei den privaten Programmen aus. Wer diese ebenfalls sehen möchte, braucht einen Receiver mit Decoder – oder muss im Zweifelsfall eine zusätzliche Smartcard von Freenet kaufen. Es empfiehlt sich daher, bereits beim Kauf darauf zu achten, dass auf der Packung das Freenet.tv Symbol zu sehen ist. Damit ist sichergestellt, dass später der Empfang der privaten Sender in HD möglich ist.