Heimkino – Diese Komponenten gehören dazu


In einem bekannten Werbespot bemängelt die Deutsche Filmwirtschaft die Käfighaltung von Blockbustern. Und hat damit recht, Filme wurden fürs Kino gemacht. Oder anders gesagt: für Projektionsflächen, die über einen gewöhnlichen Röhrenfernseher hinausgehen. Doch was braucht es, um auch in den eigenen vier Wänden ein Kinoerlebnis zu erfahren, das der Größe von Filmen und Serien gerecht wird?

Film ist Malen mit Licht. Seit 1926 gehört außerdem der Ton dazu. Es gibt zwei Möglichkeiten, das für Filme artgerechte Heimkino-System technisch umzusetzen:

  • Die Computerlösung Hier kommt der Film aus einem Computer und wird mit einem Beamer auf eine Fläche projiziert. Das kann eine Leinwand, eine weiße Wand oder zur Not auch ein aufgehängtes Bettlaken sein.
  • Die Fernseherlösung Hier wird der Film mit einem DVD- oder Bluray-Player direkt auf einem Fernseher ausgegeben. Auch viele aktuelle Spielekonsolen können Filme abspielen.
  • Die Grenzen zwischen beiden Lösungen sind fließend.

Welches Heimkino-System ist das Richtige?

Beamer für das Heimkino

Beamer für das Heimkino

Jede Lösung hat ihre Vor- und Nachteile. Technisch unterscheiden sie sich nicht wesentlich, daher ist es eher eine Kosten- und Platzfrage, auf welches System man setzt. Da ein Computer häufig schon vorhanden ist, ist die Computerlösung oft die günstigere; der Beamer kann tageweise ausgeliehen werden, und das ganze System ist mobil.

Für Vielgucker und Serien-Fans ist gerade das aber der Knackpunkt, denn auf lange Sicht ist kaufen günstiger als mieten. Außerdem verfälscht Streulicht aus Fenstern, Lampen etc. projizierte Bilder, die dann kaum erkannt werden. Daher muss es beim Einsatz von Beamern, wie im großen Kino, wo sie ja auch eingesetzt werden, möglichst dunkel sein.

Aktuelle LED Fernseher hingegen haben damit kein Problem. Sie liefern auch bei Tageslicht gestochen scharfe, kontrastreiche Bilder. Ein großer Flachbildschirm für den Computer ist aber längst auch mit dieser Technik ausgestattet.

…Bild läuft, Ton ab!

Das Soundsystem ist ein wichtiger Bestandteil des Heimkino, denn ohne den „großen Ton“ wären die meisten Filme langweilig. Weil Ton oft nur beiläufig wahrgenommen wird, wird er auch am ehesten unterschätzt. Aber was wäre Star Wars ohne zischende Laserschwerter und Herr der Ringe ohne die epische Musik? Es gibt verschiedene Konzepte zur Umsetzung des Raumklangs.

Am ältesten sind Monoton und Stereoton, die aus nur einem bzw. zwei Lautsprechern (je einen für links und rechts) bestehen. Für die meisten älteren Filme und Serien reicht Stereo aus, aber den bombastischen Kinosound liefert nur ein mehrkanaliges Soundsystem.

Übersicht über die Soundsysteme

Am häufigsten sind folgende Systeme:

  • Dolby Digital 5.1 besteht aus drei Lautsprechern, die den Zuschauer von vorne beschallen, zwei von hinten und einem Subwoofer für die Bässe.
  • Dolby Digital EX ist ein weiterentwickelter Nachfolger, an dem ein weiterer (6.1) oder zwei Lautsprecher (7.1) angeschlossen werden können.
  • DTS ist ein Konkurrenzprodukt zu Dolby Digital mit etwas klarerem Bassbereich und höherer Datenrate.

Ein Blick auf die Rückseite der DVD- und Blurayhüllen verrät, welcher Sound vom Datenträger wiedergegeben werden kann. Letztendlich ist die Entscheidung aber, solange man nicht das perfekte Gehör hat, ebenfalls eine Preis- und Raumfrage.Heimkino - Diese Komponenten gehören dazu


Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.