Heimkino – Typischer Aufbau und Komponenten


Früher reichte es aus, wenn man den Fernsehton gerade so verstehen konnte und das Bild nicht allzu verwaschen war, aber mit der Entwicklung der modernen Technik schraubten viele Nutzer auch ihre Ansprüche nach oben. Dies war die Geburtsstunde des „Heimkinos“, dem Versuch, möglichst nah an die im Kino gebotene Qualität heranzukommen. Heute besteht ein Heimkinosystem aus mehreren Komponenten.

Wichtig sind dabei die Quellen, die Geräte für Wiedergabe (sowohl Audio als auch Video) aber auch das „Interieur“ des Raums, damit man sich beim Anschauen des Films auch wohl fühlt.

Heimkino-Aufbau Punkt 1: Die Quelle

Heimkino Aufbau und Komponenten

Um ein möglichst authentisches Erlebnis zu gewährleisten, sollte es klar sein, dass man die bestmögliche Quelle verwenden sollte. Dies ist heutzutage in der Regel ein Blu-Ray-System, das in der Lage ist, Inhalte in Full-HD und einer entsprechenden Audioqualität (DTS-HD oder Dolby TrueHD) zu speichern. Da optische Speichermedien allgemein fehleranfällig sind, sind jedoch auch die heute geläufigen Blu-Rays nicht das Non-Plus-Ultra in Sachen Heimkino.

Echte Enthusiasten setzen auf einzeln partitionierte Solid State Drives, die entweder direkt oder mittels Mediacenter-PC an den Receiver angeschlossen werden. Der Vorteil liegt auf der Hand, die Festplatten unterliegen keinen Lesefehlern und haben eine wesentlich höhere Datenrate als herkömmliche Blu-Rays.

Heimkino-Aufbau Punkt 2: Der Receiver

Der Receiver ist das zentrale Gerät des Heimkinosystems, vereint und verwaltet alle Quellen, trennt Ton- von Bildinformationen und liefert die Daten an die entsprechenden Geräte weiter. Da er von elementarer Bedeutung ist, sollte dieser den persönlichen Ansprüchen auch bestmöglich entsprechen.

Man muss also darauf achten, dass genügend Ein- und Ausgänge zur Verfügung stehen und die gewünschten Medienformate unterstützt werden. Wer statt einzelner Quellen auch Streaminginhalte nutzen möchte, braucht zudem DLNA oder eine ähnliche Zertifizierung.

Heimkino-Aufbau Punkt 3: Audiowiedergabe

Bei der Audiowiedergabe dominieren heute vor allem 5.1- oder die neueren 7.1-Systeme. Wichtig ist der Aufbau des Systems. Es gibt zwei Frontlautsprecher (Links und Rechts) einen Center-Lautsprecher, der beispielsweise für die Stimmen der Schauspieler verwendet wird, aber generell viele Aufgaben übernimmt, den Subwoofer, am besten mit LFE-Unterstützung (Low Frequency Effects) sowie die hinter dem Hörer liegenden Surround-Lautsprecher jeweils Rechts und Links.

Ganz wichtig ist die Anordnung. Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung sollen die Surround-Lautsprecher beispielsweise nicht direkt hinter dem Hörer liegen, sondern etwa in einem Winkel von 110° ausgehend vom Mittelpunkt eines gedachten Kreises installiert werden.

Heimkino-Aufbau Punkt 4: Videowiedergabe

Für die Videowiedergabe kommt meist ein großformatiger Flachbildfernseher (LED oder Plasma) zum Einsatz, trotz des teilweise immensen Kostenaufwands schwören viele Heimkinobesitzer jedoch auf die sogenannten HD-Beamer, die nicht nur teilweise wesentlich höhere Bilddiagonalen erlauben, sondern dank der Verwendung von Leinwänden eine echte Kinoatmosphäre aufkommen lassen.

In puncto Bildschärfe, Farbstabilität und Farbbrillanz können beide Systeme stark variieren, durch den hohen Preis der Beamer ist die Wertigkeit allerdings meist höher, was den Eindruck vermittelt, es handele sich um die bessere Alternative. Trotz des meist besseren Ergebnisses ist die Alltagstauglichkeit von Beamern jedoch oft geringer als bei herkömmlichen Fernsehgeräten.

Hier muss entschieden werden, ob das Heimkinosystem eventuell auch für das „normale“ Fernsehprogramm verwendet werden soll.

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