Kabelmanagement beim Computer: nie wieder Chaos im PC

In einer Zeit, in der die gesamte PC-Technik in einem großen und unförmigen Gehäuse versteckt wurde, hat es kaum jemanden interessiert, wie es im Inneren und dahinter aussieht. Doch mittlerweile sind die Geräte immer kleiner, selbst Tablets oder Smartphones können mit einer Dockingstation oder einem Adapter mit großen Bildschirmen verbunden werden.

Plötzlich kommen Kabelstränge zum Vorschein, die in großer Anzahl nicht wirklich ordentlich aussehen und mehr Verwirrung stiften. Damit das Kabelmanagement beim Computer nach einem durchdachten System angeordnet werden kann, gibt es kleine und nützliche Helfer. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert.

Status quo: wirre Kabel auf dem Arbeitsplatz

Kabelmanagement beim Computer

Schwarze Kabel in unterschiedlichen Längen wurden häufig an der Rückseite der PC-Gehäuse so zurechtgeklemmt, dass sie auf dem Boden keine Schlaufen bildeten und relativ unsichtbar blieben. Erste Frustrationen traten auf, wenn einzelne Komponenten getauscht werden mussten.

Welches Kabel gehört zum Netzteil, welches führt zum Monitor oder wie ist die Peripherie miteinander verbunden?

In der Modding-Szene gab es die ersten Gehäuse, die einen Blick ins Innere offenbarten und spätestens dann sah das Kabelwirrwarr nicht mehr schön aus. Die Nutzer versuchten, die Kabel sinnvoll zu bündeln. Mit Erfolg – Kabelmanagement beim Computer gewann immer mehr an Bedeutung.

Richtig sortieren – so geht’s

Zum einen ist es möglich und machbar, eine farbliche Sortierung aller am PC befindlichen Kabel vorzunehmen. Dabei entsteht eine gewisse Ordnung, die einen Zugriff auf die angeschlossenen Geräte erleichtert. Allerdings ist damit das Problem des Wildwuchses nicht gelöst.

Hier kommen Kabelbinder als Hilfsmittel zum Einsatz. Deren Einsatz ist auch dann besonders sinnvoll, wenn sich die Kabel nicht farblich trennen lassen.

Vorbereitung

Kabelbinder sind in großen Mengen in den altbekannten Varianten aus Kunststoff erhältlich, sodass sie in jedem Haushalt jederzeit vorrätig sind. Wer es sich hochwertiger und umweltbewusster wünscht, kann auf Klettbinder zurückgreifen, die aufgrund des weichen Materials auch die Ummantelung der Kabel schützen.

Ein Einschneiden in die Hülle ist damit nahezu ausgeschlossen. Zusätzlich helfen Klemmen, die Kabelbündel an der Rückwand des Computers anzubringen.

Ausführung

Nachdem Sie im Gehäuse ausreichend Platz geschaffen haben, um die Komponenten mit den Kabeln unterzubringen, können Sie schon beginnen, den Einbau vorzunehmen. Starten Sie dabei mit der Hardware. Die Anschlussstellen sind festgelegt, dabei kann Ihnen kein Fehler unterlaufen. Platzieren Sie das Mainboard und setzen Sie nach und nach CPU, Arbeitsspeicher und die Festplatten ein.

Dabei können Sie die ersten Kabelstränge zusammenführen und mit einem Kabelbinder bündeln. Im Anschluss folgt die Grafikkarte sowie der Gehäusekühler. Erst zum Schluss sollten sie die Controller-Komponenten verlegen.

Finalisierung

Einige Kabel bleiben im Inneren des Gehäuses versteckt und können mit den entsprechenden Klemmen an der Gehäusewand befestigt werden. Kabel, die nach außen gelegt werden, sollten auch erst dort befestigt werden. Häufig befinden sich auch vorbereitete Laschen am Tower, durch die die Kabelbinder gelegt werden können.

Fixieren Sie alle Stränge auf einer Seite, damit sie weder dem Gehäuselüfter im Weg sind noch erneute Unordnung entsteht.

In der Regel ist in den Gehäusen genügend Platz, um die Kabel nicht unmittelbar an der Komponente zu bündeln. Damit werden störende Geräusche verhindert und für ausreichend Luftabzug gesorgt.

Vor allem Modding-Tower verfügen über durchsichtige Gehäusewände, bei denen sich das Kabelmanagement anbietet. So legt der freie Blick ins Innere kein Chaos frei. Ein letzter Lauftest stellt sicher, dass alles richtig angeschlossen wurde.

Kabelmanagement bietet sich nicht nur im Computer an, sondern ist auch eine durchdachte Lösung, um auf dem Schreibtisch Ordnung zu schaffen.

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