NAS-Server – der universelle Netzwerkspeicher

NAS steht für „Network Attached Storage“ – einen Datenspeicher mit Netzwerkanschluss. Verwendung finden dafür handelsübliche Festplatten. Der große Unterschied zu lokalen Datenträgern besteht allerdings darin, dass von allen Geräten (PCs, Workstations, Notebooks, Smartphones, Smart-TVs … etc.) im Heim- oder Firmennetzwerk zugegriffen werden kann. Anders als bei einer USB-Festplatte, die mit nur einem Gerät verbunden wird, besteht hier die Möglichkeit der gleichzeitigen Nutzung.

„Server“ bedeutet in diesem Fall, dass der Dienst permanent verfügbar ist. NAS-Systeme können durchgehend in Betrieb bleiben. Der Zugriff auf den Speicher erfolgt genau so, wie es von Festplatten, USB-Sticks oder anderen externen Datenträgern bekannt ist. Im Arbeitsplatz oder beim Speichern von Dokumenten wird der entsprechende Laufwerksbuchstabe ausgewählt, Unterverzeichnisse erstellt oder verwaltet und somit eine gut organisierte Datenstruktur angelegt.

Vorteile im Überblick:

  • Niedriger Energieverbrauch
  • Einfach zu konfigurieren
  • Speicherung großer Datenmengen
  • Gleichzeitige Benutzung durch mehrere Personen
  • Jugendschutz durch Berechtigungsvergabe
  • „Cloud“-unabhänige Sicherung
  • für alle Betriebssysteme geeignet

Wie kann ein NAS-Server genutzt werden?

NAS-Server - der universelle Netzwerkspeicher

Einfache Konfigurierbarkeit

NAS-Server sind dank Webinterface einfach einzustellen und zu konfigurieren. Dazu erfolgt der Zugriff auf das Gerät mittels Internetbrowser. Einfach mit dem Netzwerk verbinden, im Browser die Adresse des Servers eingeben und beim ersten Mal mit Standard Benutzernamen und Passwort anmelden.

Tipp: Um kein Sicherheitsrisiko einzugehen sollte das Standardpasswort sofort geändert und sicher verwahrt werden.

In der Weboberfläche finden sich sämtliche Funktionen und Dienste die das Gerät unterstützt. Da diese sehr umfangreich sein können, ist hier Fachwissen hilfreich. Im Normalfall ist es jedoch nicht notwendig so weit ins Detail zu gehen. Es genügt einen Benutzer und Verzeichnisse anzulegen sowie die gewünschten Berechtigungen zu setzen.

Verwendung als Backup-System

Der Hauptvorteil eines NAS besteht darin, Daten sichern zu können. Werden Dateien nicht nur an einem einzelnen „Ort“ gespeichert, sondern sowohl auf dem Notebook als auch auf dem NAS-System, sind sie vor Hardwaredefekten oder Diebstahl besser geschützt.
Als zusätzliche Sicherheit bieten die meisten Geräte eine sogenannte „RAID“ Funktion an. Dabei ist im NAS-Server nicht nur eine einzige Festplatte eingebaut, sondern je nach System mindestens zwei. Alle Daten werden automatisch parallel auf beide Platten geschrieben. Der Benutzer bemerkt davon nichts. Fällt eine Platte durch einen Hardwarefehler aus, macht das Gerät darauf aufmerksam und sie kann ohne Datenverlust ersetzt werden.

Zugriffsrechte verwalten – „Wer darf was“

Zusätzlich bieten NAS-Systeme eine Benutzer- und Rechteverwaltung an. Beispielsweise können Filme in Verzeichnissen organisiert werden. Kinder haben dann nur auf die für sie vorgesehenen Filme Zugriff. Die Sammlung der Eltern bleibt unangetastet. Auch die Freigabe der Familienfotos kann auf diese Weise erfolgen. Alle Benutzer haben die Möglichkeit die Fotos anzusehen, jedoch hat nur einer die Berechtigung die Fotos zu bearbeiten, löschen oder neue hinzuzufügen.

Media-Streaming – Filme und Musik gemeinsam nutzen

Dank standardisiertem Zugriff auf Multimediadateien (Filme und Musik) können Smart-TVs, Smartphones oder Netzwerkradios die Inhalte auf dem NAS-Server gemeinsam nutzen. Das kann per Verzeichnisfreigabe erfolgen oder durch das eigens dafür zertifizierte „DLNA“ Netzwerkprotokoll. Damit sind erstellte Playlists auf allen Abspielgeräten einheitlich und gleichzeitig verfügbar. Die meisten erhältlichen Geräte sind bereits DLNA-kompatibel.

Hinter DLNA verbirgt sich eine Vereinigung sämtlicher großen Hersteller von Unterhaltungselektronikgeräten, die sich gemeinsam auf einen Standard zur Übertragung von Multimediainhalten geeinigt haben. Das ermöglicht eine herstellerunabhängige Kommunikation.

Weitere Dienste

Je nach Gerät können noch viele weitere Dienste vom NAS-Server zur Verfügung gestellt werden.

  • „Printserver“, um einen USB-Drucker netzwerkfähig zu machen
  • Kopierfunktionen von USB-Drives und Speicherkarten
  • Webserver auf dem die eigene Homepage gehostet werden kann
  • Verschlüsselung der gespeicherten Daten
  • Spezielle „Cloud“-Dienste, die es ermöglichen auch über das Internet mittels unterschiedlichster Apps vom Smartphone auf das NAS zuzugreifen. (Als Ersatz für einen Google- oder Dropbox Account, damit die persönlichen Daten in eigener Hand bleiben)
  • Kalender- und Kontakte-Server

Hinweis: Geräte mit integriertem Akku verhindern Datenverlust bei Stromausfall.

Fazit:

Ein NAS-System ist in jedem Fall eine sinnvolle Investition – egal ob es nur als Backupmedium genutzt wird oder als vollwertiger Server. Durch die individuellen Einstellungen kann es ganz genau auf die persönlichen Erfordernisse angepasst werden. In Zeiten der automatisierten Analyse unserer persönlichen Daten, gibt es ein Stück der Kontrolle und Verantwortung zurück.

Das könnte dir auch gefallen…


Karten und Mitgliedsausweise selber herstellen Ob Krankenkassenkarte, Ausweis fürs Fitnessstudio oder die Payback-Karte: Diese und noch viel mehr Plastikkarten finden wir in unserem Portemonnaie. Wir brauchen sie zwar nicht ständig, aber doch immer mal wieder. Selbst behördliche Dokumente wie Füh...
Was man von Mini Laptops 2018 erwarten kann Heutzutage benötigt fast jedermann einen Laptop. Sei es für die Arbeit oder das Studium, für das Surfen und Shoppen im Netz, oder als Plattform für Entertainment und Gaming. Da das Angebot an Laptops und Notebooks sehr weitreichend ist, fällt die Ent...
Wann ist die Nutzung einer GPS Laufuhr sinnvoll? Moderne Pulsuhren sind mit den unterschiedlichsten Funktionen ausgestattet und liefern den Sportwissenschaften einen enormen Mehrwert. Aufgrund der enormen Bandbreite an Sportlern sind Hilfsgeräte wie eine GPS-Laufuhr nicht mehr wegzudenken. Unter...
Tinte sparen beim Fotodruck – So gehts! Muss man die Urlaubsfotos zur Entwicklung einsenden oder kann man Fotos günstig zu Hause ausdrucken? Es ist durchaus möglich, mit dem eigenen Ausdruck der Bilder zu sparen und seine Urlaubsfotos im gewünschten Format selbst zu drucken. Die Grundlage ...
Bios Passwort vergessen Folgendes Problem taucht ja öfter mal auf. Man will eine Einstellung im Bios ändern, aber man hat das Passwort vergessen oder man hat bei Ebay und Co. einen günstigen PC abgestaubt und kommt nicht ins BIOS. Möglichkeiten wenn man das Bios-Passwort v...

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.