NAS-Server Thecus N2310 im Praxis-Test


NAS-Server sind auch im Heimbereich inzwischen immer häufiger anzutreffen. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es immer mehr Anbieter mit speziellen Lösungen gerade für den Einsatz im Heimbereich gibt. Das Thecus N2310 ist ein solcher NAS-Server, der für dein privaten Einsatz oder den Einsatz im Home-Office gedacht ist.

Auf der Verpackung und auf der Produkt-Webseite wird das N2310 als bestes NAS seiner Klasse bezeichnet. Ob die Realität damit auch mithalten kann, habe ich mir angesehen.

Lieferumfang und Verpackung des Thecus N2310

Das Thecus N2310 wird in einer weißen Verpackung geliefert, deren Vorderseite und Rückseite eine Abbildung des Servers zeigen. Zum Lieferumfang gehört fast alles, was man zum Betrieb des NAS benötigt. Neben den verschiedenen Schrauben, um 2,5 Zoll Festplatten und 3,5 Zoll Festplatten zu befestigen, sind auch ein Netzwerkkabel, die Stromversorgung und Software-CD im Lieferumfang enthalten.

Thecus N2310 Lieferumfang

Aber Auspacken, Anschließen und Loslegen funktioniert hier nicht, denn im Lieferumfang befindet sich das NAS ohne Festplatten. Das sollte man unbedingt bedenken.

Technische Daten des Thecus N2310

Der erste Blick geht natürlich auf die technischen Daten, die vom Hersteller vorgegeben werden:

  • Prozessor: AMCC APM 86491 800Mhz
  • Systemspeicher: DDR3 mit 512MB
  • LAN-Schnittstelle (PCI-e): RJ-45×1: 10/100/1000 BASE-TX Auto MDI/MDI-X
  • USB-Schnittstelle: USB 2.0 Host Port x1 (hinten x1), USB 3.0 Host Port x1 (hinten x1)
  • Disk-Schnittstelle: 2x SATA intern
  • Stromversorgung: 40W externer Stromadapter
  • Tasten: Ein-/Austaste, USB-Kopie-Taste, Reset-Taste
  • Betriebstemperatur: 5°C to 40°C
  • Feuchtigkeit: 0 ~ 80 % R.H. (Nicht-kondensierend)
  • Gehäuse: 2bays Tower
  • Abmessungen (HxBxT): 135 x 97 x 207 mm
  • Gewicht: 0.8 kg

Für den Testbetrieb wurde das Thecus N2310 mit zwei Western Digital WD1002F9YZ bestückt. Die Festplatten haben eine Größe von je 1 TB.

Das Thecus N2310 im Überblick

Der Einbau der Festplatten gestaltet sich sehr einfach. Ohne irgendwelche Deckel öffnen zu müssen kann man die Halterungen der beiden Festplatten entriegeln und herausziehen. Allerdings kommt man nicht ganz ohne Werkzeug aus, denn die Festplatten werden in ihren Halterungen verschraubt.

Anschließend einfach die Halterung wieder einsetzen, bis zum Anschlag rein schieben und verriegeln. Das ganze zweimal und fertig. Um in Verbindung zur Umwelt zu treten gibt es verschiedene Anschlussmöglichkeiten auf der Rückseite.

Hier befindet sich natürlich der Anschluss für die Stromversorgung, sowie der Netzwerkanschluss und jeweils ein USB 3.0 und USB 2.0 Anschluss.

Thecus N2310 Anschlüsse

Schön kann man auf dem Bild auch den 6cm Lüfter sehen, der während des Tests doch leider teilweise recht deutlich zu hören war. Eventuell hätte man, wenn man die Anschlüsse anders angeordnet hätte, auch Platz für einen größeren, und somit leiseren, Lüfter gehabt.

Die Bedienelemente befinden sich an der Vorderseite des Gehäuses. Es handelt sich dabei um den Ein-/Austaster, die USB-Kopie-Taste und die Reset-Taste. Der Status des Gerätes, der Festplatten und der Netzwerkverbindung wird über farbige LED angezeigt.

Inbetriebnahme des Thecus N2310

Die Ersteinrichtung des NAS Server soll ja laut Aussage von Thecus gerade mal 5 Minuten in Anspruch nehmen. Und das ist auch so. Die Einrichtung verläuft mit Hilfe des Assistenten problemlos und leicht verständlich ab. Während der Ersteinrichtung wird auch das RAID angelegt.

Bei zwei Festplatten bietet sich hier RAID-1 an, welches vom Assistenten auch automatisch installiert wird, wenn man keine andere Auswahl trifft.

Hier die einzelnen Schritte als Screenshots:

Im Verlauf der Installation kann man einen kostenlosen Account bei Thecus erstellen, der benötigt wird, wenn man über das Internet auf die Daten auf dem N2310 zugreifen möchte. Im heimischen Netzwerk kann man aber auch ohne Account sämtliche Funktionen nutzen.

Mit dem Thecus OS bringt der N2310 auch ein kleines Betriebssystem mit, über das man sämtliche Funktionen steuern kann. Einfach über den Browser auf den NAS Server (per IP-Adresse) zugreifen und schon kann man sich einloggen.

Hier mal ein paar Screenshots:

Sehr einfach zu bedienen, da es Windows sehr ähnlich ist. Natürlich kann man den NAS Server nur vernünftig nutzen, wenn man auch auf die Festplatten zugreifen kann. Dazu wird die Festplatte, der RAID-Verbund erscheint ja nur wie eine Festplatte, im Explorer als Netzlaufwerk eingebunden.

Das Ganze sieht dann z.B. so aus:

Thecus N2310 Netzlaufwerk

So kann man das Thecus N2310 als ganz normales Laufwerk nutzen, um Dateien darauf abzulegen.

Lese- und Schreibgeschwindigkeiten beim Thecus N2310

Wenn es um den Test von Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von Festplatten geht, greife ich eigentlich immer zum ATTO Disk Benchmark. Das kleine Tool kann nicht nur lokal verbaute Festplatten, sondern auch Netzlaufwerke testen. Um den Einsatz im heimischen Netzwerk zu simulieren, wurden zwei verschiedene Test durchgeführt.

Im ersten Testen werden die Zugriffe von einem Laptop aus gemessen, das per WLAN mit dem Router verbunden war. Die Verbindung erfolgte mit den typischen 54 MBit/s. Im zweiten Testen, vom gleichen Laptop aus, wurde WLAN deaktiviert und per Netzwerkkabel eine Verbindung zum Router (100 MBit/s) hergestellt.

Hier beide Auswertungen:

Wenn man sich beide Tests genau ansieht, kann man schnell feststellen, das sich der Zugriff per WLAN nicht wirklich lohnt. Sicherlich kann man Dateien auf dem NAS speichern und wieder auslesen, doch z.B. die Wiedergabe eines Videos ist mit solchen Werten nicht flüssig möglich.

Anders sieht es aus, wenn der Rechner per LAN angebunden ist. Dann bestehen vom Zugriff her keinerlei Probleme. Aber die Art der Anbindung ist natürlich kein Kriterium bei der Bewertung des Thecus N2310, denn das Gerät selbst kann ja nichts für die Art wie darauf zugegriffen wird.

Zusammenfassung und Fazit

Insgesamt legte das Thecus N2310 hier im Testzeitraum eine überzeugende Vorstellung hin. Optisch ansprechend konnte es auch mit der gebotenen Ausstattung und Performance überzeugen. Ob es aber das beste NAS seiner Klasse ist, kann ich an dieser Stelle nicht beurteilen, da mir die Konkurrenten fehlen.

Aber vielleicht möchte ja der eine oder andere Hersteller sein NAS gegen das Thecus N2310 antreten lassen?

Auch preislich kann sich der Thecus N2310 durchaus sehen lassen. Bei Amazon.de erhält man das Gerät schon für 129,90 Euro.

Thecus N2310 NAS-Server (2-Bay) schwarz
7 Bewertungen
Thecus N2310 NAS-Server (2-Bay) schwarz*
  • Anzahl installierter Peripheriegeräte/Module 0 (installiert) / 2 (Max)

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