Sind Toner für Laserdrucker gesundheitsschädlich?

Die Debatte, ob Toner für Laserdrucker für Menschen schädlich ist, wird seit einigen Jahren kontrovers geführt. Dabei wird versucht, die Frage zu klären, ob der Toner-Staub krebserregend ist. Beim Übertragen des Druckbildes auf die Bildtrommel wird der Tonerstaub nach außen über die Gerätelüftung geblasen, den die Personen in geschlossenen Räumen wieder einatmen.

Der Feinstaub wird nach dem Einatmen vom Blut transportiert und lagert sich in Nieren, Ei- und Samenzellen ab. Folgen daraus können Erbinformationsveränderungen, Zellveränderungen und Tumore sein.

Toner für LaserdruckerIn ersten Tests wurden die Toner für alle Hersteller auf organische Verbindungen geprüft. Zusätzliche Prüfungen auf Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber sollten Auswirkungen auf die Gesundheit bestätigen oder negieren. In etwas mehr als hundert Fällen kamen bei Laserdrucker-Nutzern Dauerschnupfen, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen vor. Auch Reizungen der Atemwege und der Augen wurden dem Tonerstaub zugeschrieben. Toxikologen wiesen einen enormen Anstieg von ungesunden Partikeln nach, wenn Laserdrucker in Betrieb waren.

Zusätzlich zeigten sich deutlich erhöhte Konzentrationen von temporär auftretenden organischen Verbindungen. Nachfolgende Untersuchungen durch das Freiburger Universitätsklinikum wiesen nach, dass durch Laserstaub Lungenzellen genetische Schäden zugefügt werden können. Menschen mit besonders empfindlichen Atemwegen bekämen bevorzugt Beschwerden durch Laserdrucker. Jedoch seien weitere Studien nötig, um das gesamte Umfeld näher zu untersuchen. Nach Angaben der Spezialisten sind Alter, Typ und Wartungszustand der Laserdrucker entscheidend für die Menge des Feinstaubes, der ausgestoßen wird.

Entgegen dieser Erkenntnisse erklärte das Berufsgenossenschaftliche Institut für Arbeitssicherheit, dass bei sachgemäßem Umgang mit den Druckern keine Gefahr für Menschen ausgehe. Die erkannten Krankheiten beruhten auf Einzelfallmessungen und ständen nicht unzweifelhaft im Zusammenhang mit den Laserdruckern. Dennoch sollten Tonerkartuschen nicht mit Gewalt geöffnet und verschütteter Toner sofort feucht aufgenommen werden. Auch sollte man seine Toner nur bei vertrauenswürdigen Händlern oder Online-Shops kaufen wie z.b. auf http://www.esc-toner.de.

Schützenhilfe bekam das Institut durch das Bundesinstitut für Risikobewertung. Die Forscher erklärten, dass die Untersuchungsergebnisse raumlufttechnisch und medizinisch unauffällig seien. Dennoch wären die Laserdrucker nicht völlig harmlos, denn die Feinstaubbelastung hätte beim Benutzen der Geräte deutlich zugenommen.

Das Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut vertritt nach Beendigung eines zweijährigen Forschungsprojekts die Meinung, dass Laserdrucker kaum Feinstaub ausstoßen. Vielmehr handle es sich um verdampfbare Produkte. Schwermetalle konnten nur in geringem Maße nachgewiesen werden.

Uneinheitliche Prüfmethoden führten bis dato zur Verwirrung und zu differierenden Ergebnissen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen können zwar nicht ausgeschlossen werden, jedoch ist ein klarer Zusammenhang mit den Laserdruckern nicht herzustellen. Aus Sicherheitsgründen sollten Laserdrucker dennoch nicht in Schlafzimmern stehen, sondern in dafür vorgesehenen Räumen, die ausreichend gelüftet werden können.



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