So digitalisieren Sie Ihre alten Videokassetten

Früher war es gang und gäbe, Erinnerungen auf Videokassetten aufzunehmen und auch Filme wurden auf diesen Datenträgern verkauft. Kein Wunder, denn die Videokassette war lange Zeit konkurrenzlos. Haben Sie noch alte Kindervideos, die Aufnahmen Ihrer Hochzeit oder nostalgische Disneyfilme auf Videokassetten (VHS) daheim und möchten Ihre Erinnerungen retten? Dann können Sie die alten Videokassetten recht einfach digitalisieren.

Warum sich die Digitalisierung der VHS-Kassetten lohnt

Digitalisierung der VHS-Kassetten

Sobald Sie die alten Videos Ihrer VHS-Kassetten digitalisiert haben, können Sie die Filme dann sicher auf einer externen Festplatte speichern und aufbewahren. Die Videos lassen sich nun wieder problemlos abspielen, ohne dass Sie einen VHS-Player benötigen. Außerdem können Sie die Filme leichter mit Freunden und der Familie teilen.

Möglichkeit 1: Die Videokassetten direkt auf DVD übertragen

Möchten Sie einfach Ihre alten Videokassetten auf eine DVD übertragen? Das ist in der Regel überhaupt kein Problem. Bedenken Sie dabei: Auf eine DVD passen in guter Qualität nur ungefähr zwei Stunden Filmmaterial. Um eine längere Spielzeit zu erreichen, müssen Sie das Video komprimieren. Zum Überspielen von Videokassetten auf DVDs gibt es spezielle DVD-Rekorder. Besonders komfortabel funktioniert es mit Kombigeräten, die DVD- und VHS-Rekorder in einem Gerät sind. Damit kopieren Sie den Film von der Kassette entweder direkt auf die DVD oder auf eine interne Festplatte.

Letzteres empfiehlt sich, wenn Sie das Filmmaterial noch schneiden möchten. Falls Sie sich nicht extra ein Multifunktionsgerät anschaffen wollen, können Sie Ihren alten VHS-Rekorder auch durch ein Clinch- oder Scartkabel mit einem Festplattenrecorder verbinden, um die Videokassetten zu digitalisieren.

Ein Festplattenrecorder hat ein breiteres Nutzungsspektrum als ein Kombigerät aus DVD- und VHS-Rekorder, weshalb diese Methode oft bevorzugt wird. Wenn Sie unsicher sind, welchen Festplattenrecorder Sie kaufen sollen, empfiehlt sich ein Vergleich aktueller Festplattenrecorder-Modelle. Laut heimhelden.de trifft man zum Beispiel mit dem Modell Panasonic DMR-BCT760EG eine gute Wahl.

Möglichkeit 2: Videokassetten auf den Computer überspielen

Eine andere Variante besteht darin, das Videomaterial Ihrer Videokassetten auf Ihren Computer zu übertragen. Dann lassen sich die Videos auch gut nachbearbeiten. Dafür benötigen Sie einen sogenannten Video Grabber oder Video Konverter. Mit dieser Hardware können Sie Videosignale via SVHS oder Clinch digitalisieren und dann per USB auf Ihren Rechner laden. Die notwendige Software erhalten Sie zu der Hardware in aller Regel gleich mit dazu.

Nach der Digitalisierung bekommen Sie in der Regel eine AVI-Datei. Diese kann dann in andere Dateien umgewandelt werden. Es empfiehlt sich, sie in eine MPEG-Datei zu konvertieren, denn dieses Format lässt sich auf allen Endgeräten abspielen. Für die Umwandlung von Videodateien werden online viele Programme angeboten, wobei die meisten davon kostenfrei sind.

Möglichkeit 3: Externe Dienstleister für die Digitalisierung beauftragen

Zu guter Letzt haben Sie auch noch die Möglichkeit, im Internet nach einem Dienstleister zu suchen, der Ihnen die Videos digitalisiert. Gerade, wenn Sie selbst keine Zeit haben, sich um die Digitalisierung zu kümmern, kann das ein guter Weg sein. Allerdings entstehen für diesen Service auch vergleichsweise hohe Kosten, denn abgerechnet wird in der Regel pro Minute Videomaterial. Gerade, wenn Sie selbstaufgenommene Videos digitalisieren wollen – wie etwa den Hochzeitsfilm oder Erinnerungen an Ihre Kinder –, kann sich ein solcher Dienstleister lohnen. Die Profis können nämlich in puncto Qualität das Maximum aus Ihren alten VHS-Kassetten herausholen.

Von dieser Methode raten wir ab

Am einfachsten ist es sicher, den VHS-Film einfach im VHS-Rekorder über eine Leinwand in einem abgedunkelten Raum abzuspielen und das Video mit einem Camcorder oder Smartphone abzufilmen. Von diesem Ansatz möchten wir aber abraten: Zum einen leidet die Tonqualität hierbei enorm und zum anderen kommt es häufig zu unschönen Effekten wie Flackern, Flimmern und Belichtungsfehlern. Am Ende wird das Ergebnis Sie höchstwahrscheinlich enttäuschen, weshalb Sie lieber eine der anderen Lösungen ausprobieren sollten.

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