Was unterscheidet einen Industrie-PC vom Heim-PC?

Oberflächlich betrachtet gibt es nur geringe Unterschiede zwischen Heim-PC und Industriecomputern. Erst bei genauerer Betrachtung der verwendeten Komponenten stellt man Unterschiede fest. Auf wepreserve Technik News gibt es Erläuterungen über die unterschiedlichen Anforderungen, die an beide Geräte gestellt werden.

Grundsätzlich können zwei verschiedene Entwicklungsrichtungen festgehalten werden, die industrielle und private Rechnerentwicklung beeinflusst haben. Ein Heim-PC muss in der Regel optimal für Software, wie Spiele, ausgelegt sein. Diese sind für Privatrechner von besonderer Relevanz.

Auch haben Privatnutzer leistungsunabhängige Ansprüche an deren Geräte: sie sollen beispielsweise leise sein und nur wenig Hitze entwickeln. Sogenanntes „Tuning“ spielt auch eine Rolle, also der Einbau von Lichtern oder anderen, eher zu repräsentativen Zwecken, eingebaute Komponenten.

In der Industrie spielen Haltbarkeit und besondere Softwarelösungen eine wichtige Rolle. Es steht die reine Funktionalität des Gerätes im Vordergrund.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

(c) Siemens AG 2009
(c) Siemens AG 2009

Was die Hardware angeht, so sind die Komponenten für beide Arten von Computern sehr ähnlich. Beide Rechner verfügen über Gehäuse, Netzteil, Massenspeicher und andere Komponenten, die gleich sind. Unterschiede sind vor allem bei der Beschaffenheit der einzelnen Komponenten vorhanden. Auch kann die Bauweise von Industrierechnern von der eines Heim-PC abweichen.

Auch die Industrie braucht PC Computer, doch die Anforderungen an diese sind deutlich höher und anders als an für private Nutzer konzipierte Rechner. Je nach Standort des Computers, ist dieser äußeren Einflüssen erlegen, denen dieser standhalten muss. Es kann sich bei diesen Einflüssen zum Beispiel um extreme Temperaturen, wie große Hitze oder auch große Kälte handeln, aber auch Staub, Nässe oder Erschütterungen sind denkbar. Zu diesem Zweck existieren verschiedene Schutzklassen.

Neben dem Rechner an sich sind auch die Monitore einer besonderen Belastung unterworfen. Je nach Einsatzgebiet müssen auch diese den Umgebungsbedingungen angepasst werden. So stehen neben Industriecomputern auch Industriemonitore zur Verfügung. Neben der Hülle ist vor allem die Bildschirmoberfläche an die Nutzung angepasst.

Die Physische Belastbarkeit von Industrierechnern ist deutlich höher, als die von Heim-PCs. Auch ist die Lebensdauer deutlich wichtiger, als die Rechnerleistung. Fällt bei einem privaten Nutzer der Computer aus, sind lediglich wenige Personen betroffen. Ein Serverabsturz bei einem Unternehmen aber kann aber Tausende Euro allein für den Arbeitsausfall bedeuten. Aus diesem Grund sorgen hochwertige Komponenten für eine Verringerung der Fehlerhäufigkeit.

Ein anderer Unterschied kann in der Anzahl der einzelnen Komponenten bestehen. So werden oftmals mehrere Bauteile eingebaut. Wenn einzelne Hardwarekomponenten ausfallen, gibt es Ersatzbauteile, die die Funktionen des defekten Teils übernehmen und einen Ausfall verhindern.

Spezialkonstruktionen für die Industrie

Die Bedarfe für Privatpersonen lassen sich mit Rechnern, Laptops und Tablets abdecken. Die Industrie benötigt dennoch nicht selten Sonderanfertigungen, die mehrere tausend Euro kosten. Dort gibt es Großrechner zur Steuerung und Messung von Vorgängen. Andererseits existieren kleine Rechner, die auf Platinen untergebracht sind, die die Größe eines Blatt Papiers haben.



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