Kann man sich als Gamer mit einem VPN vor DDoS-Attacken schützen?

Von DDoS-Attacken sind nicht nur große Unternehmen betroffen, sondern auch unter Gamern  mittlerweile weit verbreitet. Wenn ihr selbst schon einmal von einem solchen Angriff betroffen wart, wisst ihr, wie ärgerlich so etwas sein kann. Wir erklären euch hier, was DDoS-Attacken überhaupt sind und wie ihr euch in Zukunft davor schützen könnt. 

Was sind DDoS-Attacken?

Was sind DDoS-Attacken

Die Abkürzung „DDoS“ steht für „Distributed Denial of Service“ zu Deutsch etwa „dezentralisierte Dienstverweigerung“. Es handelt sich dabei um einen Angriff auf eine IP-Adresse oder einen Server, wobei eine Vielzahl von Anfragen dorthin geschickt wird, bis die Verbindung überlastet ist und nicht mehr funktioniert. Sie kann also auf keine weiteren berechtigten Anfragen von PCs mehr reagieren. 

Wozu setzen Hacker DDoS-Attacken ein?

Es gibt verschiedene Beweggründe, aus denen Hacker DDoS-Attacken starten. Werden die Angriffe auf Server großer Unternehmen verübt, geht es meist darum, Lösegeld zu erpressen. Schließlich ist es für viele davon mit großen Einbußen verbunden, wenn ihr Online-Angebot plötzlich nicht mehr erreichbar ist. Die Unternehmen werden also dazu erpresst, den Angreifern Geld zu zahlen, damit sie die Cyberattacken stoppen. Logischerweise sind also meist große Online-Shops von DDoS-Attacken betroffen. 

Allerdings erwischt es mittlerweile auch Gamer immer häufiger, vor allem diejenigen, die im Bereich E-Sports und Online-Gaming unterwegs sind. Gerade bei Videospielen entscheidet sich oft in Sekundenbruchteilen wer gewinnt und das machen sich die Angreifer zunutze. Sie stören durch DDoS-Attacken die Verbindungen einzelner Spieler oder ganzer Teams, um sich dadurch selbst Vorteile zu sichern. Es gibt sogar Dienste im Internet, die die DDoS-Angriffe für einen übernehmen. Das heißt, technisches Know-how braucht man dafür nicht unbedingt. 

Kann ein VPN vor DDoS-Attacken schützen?

Falls ihr euch jetzt fragt: „Was ist VPN überhaupt?“ hier erstmal eine kurze Erklärung: Wenn ihr einen VPN-Dienst nutzt, wird euer eigener Datenverkehr über die Server des entsprechenden VPN-Anbieters geleitet. Gute Anbieter arbeiten mit einer Vielzahl von Servern, die auf der ganzen Welt verteilt sind, damit für jeden Nutzer immer mehrere passende zur Verfügung stehen. Das Hauptziel eines VPN-Dienstes ist es, die Anonymität der Nutzer zu wahren und ihre Online-Aktivitäten vor fremden Augen zu schützen. 

Aber wie kann ein VPN einen Gamer vor DDoS-Attacken schützen?

Nutzer bleiben anonym

Der Hauptgrund, aus dem sich die meisten für ein VPN entscheiden ist, dass ihre eigene IP-Adresse verschleiert wird, da der Datenverkehr ja über den VPN-Server läuft. Will euch jemand mit einer DDoS-Attacke angreifen, braucht er aber eure IP-Adresse und an diese kommt er so nicht ran. 

VPN-Dienste speichern keine Nutzerdaten

Natürlich kommt der ein oder andere Hacker auf die Idee, sich die benötigten Daten eines Nutzers direkt beim VPN-Anbieter zu holen. In den meisten Fällen speichern diese jedoch keinerlei Daten ihrer Nutzer ab. Das bedeutet, selbst wenn ein Hacker es schaffen sollte, einen VPN-Dienst zu kompromittieren, wird er dort keine IP-Adressen oder Ähnliches von Nutzern finden. 

Schutz vor Malware

Viele VPN-Services schützen euch zugleich auch vor Viren und Malware. Dadurch seid ihr zugleich sicher davor, dass euer Computer dazu missbraucht wird, DDoS-Attacken auf andere zu verüben. 

Schutz vor Sicherheitslücken

Ein weiteres Feature, das viele VPN-Dienste mitbringen, sind Schutzmaßnahmen gegen Sicherheitslücken, über die es Kriminellen möglich ist, an die IP-Adresse einer Person heranzukommen. 

Sichere Verschlüsselung von Daten

Alle Daten, die über einen VPN-Server übertragen werden, werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsprotokoll verschlüsselt. Auch auf diese Weise wird es Hackern unmöglich gemacht, relevante persönliche Informationen abzufangen. 

Besonderer Schutz vor DDoS-Attacken 

Der ein oder andere denkt jetzt vielleicht, dass ein VPN ja auch nicht viel bringt, wenn die eigene IP-Adresse nicht angegriffen werden kann, dafür aber die des VPN-Servers. Es ist aber tatsächlich so, dass VPN-Dienste sehr gut vor solchen Angriffen geschützt sind. Schließlich gehört es zu ihren Aufgaben, ihren Nutzern rund um die Uhr so viele Server wie möglich zur Verfügung zu stellen. 

Verfügbarkeit vieler Server

Die vielen Server, die ein VPN-Dienst bietet, sind ein weiterer Grund für einen effektiven Schutz vor DDoS-Attacken. Sollte es einem Hacker nämlich doch einmal gelingen, einen Angriff auf einen VPN-Server zu starten, könnt ihr ganz einfach zu einem anderen wechseln. Oft stehen Tausende von Servern überall auf der Welt bereit. 

Fazit

Natürlich benötigt ihr nicht zwingend ein VPN, wenn ihr Gamer seid, aber abgesehen vom Schutz vor DDoS-Angriffen, bringt es euch noch viele weitere Vorteile beim Zocken. So könnt ihr zum Beispiel Geo-Blocking damit umgehen und Spiele, die in eurem Land noch gar nicht verfügbar sind trotzdem schon erwerben. Dadurch, dass ihr euch Server aus verschiedenen Ländern aussuchen könnt, wird euch auch das Spielen mit Freunden von überall auf der Welt stark erleichtert. Die Verschlüsselung aller eurer Online-Aktivitäten schützt euch gleichzeitig auch vor einer Bandbreitendrosselung durch euren Internet-Provider.

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