Analog vs. Digital – ein Blick in die Zukunft

Im Zeitalter des Internet scheint es wenig verwunderlich, dass immer mehr Abläufe, die “früher” noch manuell bzw. analog erledigt werden mussten, mittlerweile auf einer digitalen Ebene stattfinden. Doch sind mit dem Trend zur Digitalisierung wirklich nur Vorteile verbunden? Und in welchen Bereichen zeigen sich die entsprechenden Entwicklungen besonders deutlich?

Wer alltägliche Abläufe ein wenig genauer kontrolliert, wird feststellen, dass das digitale Leben heutzutage auf vielen Ebenen eine besondere Rolle spielt. Neben Windeln bzw. entsprechenden Sensoren, die Eltern via App über einen nötigen Wechsel benachrichtigen, gibt es noch weitere –vielleicht etwas unspektakulärere- Hilfen aus dem digitalen Bereich.

Inwieweit diese für den Einzelnen dann wirklich sinnvoll sind und ob es nicht gegebenenfalls doch ratsam ist, analog zu agieren, bleibt jedem selbst überlassen.

Analoge und digitale Fahrtickets

Analoge und digitale Fahrtickets

Seit einigen Jahren haben sie vor allem in den Großstädten Einzug gehalten: die digitalen Fahrtickets für Bus und Bahn. Das Vorgehen erscheint einfach: keiner muss sich mehr zwangsläufig auf die Suche nach seinem Ticket aus Papier machen, wenn sich der Kontrolleur nähert. Solange sich das Smartphone in der Nähe befindet, über welches vorher ein Ticket gekauft wurde, besteht auch nicht die Gefahr, wegen Schwarzfahrens belangt zu werden. Was unkompliziert klingt, kann sich in der Praxis als ein wenig schwierig erweisen, denn: um das virtuelle Ticket dann auch vorzeigen zu können, muss sichergestellt sein, dass auch ausreichend Empfang vorhanden ist, um dieses aufzurufen.

Im Zweifel kann es sich lohnen, einen Screenshot zu erstellen.

Der Kauf digitaler Fahrtickets erfreut sich einer besonderen Beliebtheit. Immerhin lässt sich so unter anderem auch Müll vermeiden. Für den Ticketkauf braucht es kein Kleingeld am Automaten. Stattdessen lassen sich die entsprechenden Apps mit dem eigenen Bankkonto verbinden.

Ein ähnliches System machen sich mittlerweile auch viele Veranstalter von Konzerten zunutze. Wer möchte, kann sich seine Tickets hier bequem zuhause ausdrucken. Die Einlasskontrolle erfolgt dann auf digitalem Wege, indem ein individueller Code, der sich auf dem Ticket befindet, gescannt wird. Teilweise ist es sogar möglich, diesen auf dem Smartphone bei sich zu führen.

Analoge und digitale Stempel

Analoge und digitale StempelIn einer Zeit, in der –gerade im beruflichen Alltag- fast täglich pdf Dateien verschickt werden, greifen viele Menschen auf den Einsatz digitaler Stempel zurück. Mit ihrer Hilfe können die virtuellen Dokumente ganz einfach “unterschrieben” werden. Je nach Qualität unterscheidet sich das Endergebnis manchmal sogar nur ganz geringfügig vom klassischen Stempelabdruck.

Dennoch sollte auch immer berücksichtigt werden, dass viele offizielle Dokumente ausgedruckt und manuell unterschrieben werden müssen, um anerkannt zu werden. Beim digitalen Stempel handelt es sich damit nicht um eine “Allrounder”-Lösung, die wirklich immer zum Einsatz kommen könnte.

Ein weiterer Grund, weswegen sich viele Menschen immer noch für den klassischen, analogen Abdruck entscheiden, ist vielleicht auch der Hang zur Tradition. Immerhin stellt es im Zeitalter des Internet immer noch eine kleine Besonderheit dar, einen Abdruck auf klassische Weise auf ein Stück Papier aufzubringen.

Zudem wird mit dem “echten Abdruck” oft eine persönlichere Note als mit der virtuellen Variante verbunden. Je nach Dokumentart kann es sich damit lohnen, den analogen Stempel von Vornherein zu bevorzugen, auch wenn theoretisch andere Möglichkeiten genutzt werden könnten.

Analoge und digitale Arbeitszeitenkontrolle

Vor allem Mitarbeiter, die auf der Basis von Gleitzeit arbeiten, kennen die berühmten “Stechuhren”, mit deren Hilfe die entsprechenden Arbeitszeiten nachgehalten werden.

Kleinere Unternehmen verzichten hier manchmal auf diese Art der digitalen Arbeitszeitenkontrolle, indem sie ihren Mitarbeitern ein hohes Maß an Vertrauen schenken und die Zeiten manuell in eine Liste eintragen lassen.

Der Nachteil: die Zeiterfassung kann so gegebenenfalls ungenau (und damit unfair) werden. Die Vorteile der digitalen Arbeitszeitenkontrolle liegen damit nicht nur in einer einheitlichen Messung, sondern auch darin, dass kumulierte Überstunden schnell angezeigt werden können.

Viele Unternehmen verbinden mit dieser Art der Kontrolle auch Anzeigen mit Hinblick auf den jeweils aktuellen Urlaubsanspruch. Im Idealfall können die entsprechenden Daten sowohl vom Mitarbeiter selbst als auch von den Verantwortlichen in der Personalabteilung abgerufen werden.

Analoges und digitales Marketing

In einer Zeit der wachsenden Konkurrenz ist es unter anderem auch immer wichtig, sich durch moderne Marketingmaßnahmen vom Rest der Mitbewerber abzuheben. Hier reicht es in der Regel nicht mehr aus, auf klassische Werbung –zum Beispiel auf der Basis von Flugblättern oder Postern- zu setzen.

Wer heute seinen Kundenkreis erweitern und gleichzeitig “in” sein möchte, entscheidet sich unter anderem für Werbung in den sozialen Netzwerken. Diese Form von digitalem Marketing ermöglicht es den Unternehmen, direkt mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten und –beispielsweise über die Timelines von Facebook und Co.- Einzug in deren Alltag zu halten.

Die Kunst des digitalen Marketings stellt es unter anderem dar, Werbung zu platzieren, ohne diese penetrant wirken zu lassen. Trotz des Siegeszuges, den diese Art von Promotion im Laufe der letzten Jahre verzeichnen konnte, gibt es jedoch auch Verbraucher, die eher die klassische Werbung bevorzugen. Dementsprechend macht es immer auch Sinn, vor den entsprechenden Maßnahmen eine ausgiebige Zielgruppenanalyse durchzuführen.

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