Anonymes Surfen mit VPNs und was du darüber wissen solltest

An allen Ecken und Enden des Internets finden sich Fallen, die unsere Cybersicherheit und Privatsphäre gefährden. Empfindliche Emailnachrichten oder Dokumente können genauso gehackt werden wie unser virtuelles Verhalten beobachtet und analysiert werden kann. Das gilt es zu vermeiden und genau hier kommt das VPN ins Spiel.

Auch in der Fachwelt wird über die Vor- und Nachteile des anonymen Surfens diskutiert. Der IT-Experte Per-Erik Eriksson hat kürzlich seinen Bericht über kostenlose VPN-Dienste veröffentlicht. Wir sehen uns hier die Welt der VPNs etwas näher an.

Sichere Netzwerkverbindungen mit VPNs

Anonymes Surfen mit VPNs

VPN steht für virtuelles privates Netzwerk, original auf Englisch “virtual private network” genannt. Eine Netzwerkverbindung wird durch ein VPN für Unbeteiligte oder Unbefugte uneinsehbar und so sicher. Hacker, staatliche Organisationen oder andere Eindringlinge können durch ein installiertes VPN nicht mehr nachvollziehen, was du im Internet machst.

Die VPN Adresse kann beispielsweise vorgaukeln, dass von einem bestimmten Ort aus eingekauft oder gesurft wird. Der tatsächliche Standort des Users ist dabei anonym.

Je nachdem, wo sich die Server der VPNs befinden, kann ein Internetnutzer ein oder mehrere VPNs nutzen, die es zu einem Zeitpunkt so aussehen lassen können, als surfe er in Deutschland oder zu einem anderen, als befände er sich dabei beispielsweise in Russland.  

Kostenlose VPNs – was du davon erwarten kannst

VPNs können auf dem Smartphone, Computer und Tablets installiert werden. Einer der vielen Vorteile von VPNs ist, dass du damit auch auf Netzinhalte Zugriff bekommst, die für deine Region gesperrt sind. In strengen Regimes sind viele Domänen gesperrt – durch ein VPN lässt sich darauf zugreifen. Aber auch sensible Daten und Emails können durch ein VPN geschützt werden, das wie ein verschlüsselter Tunnel für deine Daten funktioniert.

Dein Standort wird verschleiert und dein Datenverkehr wird anonymisiert. Die Kosten für die vielen VPN-Anbieter variieren, einige sind sogar kostenlos. Letztere haben jedoch auch Nachteile.

Oft weisen sie langsamere Verbindungen auf, haben eine eingeschränkte Standortauswahl und Streamingdienste sind nicht immer zugänglich. Letztendlich liegt es jedoch an den individuellen Anforderungen des Users, den passenden VPN Dienst auszuwählen.

Als erfahrener Experte für Cybersicherheit ist auch Per-Erik Eriksson von der Nützlichkeit von VPNs überzeugt. Er erwähnt aber auch, dass einige kostenlose Angebote problematisch sind, weil sie Nutzerdaten weiterverkaufen. Er versteht die Wahl der richtigen VPN als eine individuelle Entscheidung und rät dazu, sich im Vorfeld gut zu informieren.

Tipps für die Wahl deines VPNs

Das Verwenden öffentlicher Hotspots wie beispielsweise des WLANs am Flughafen ist nicht unproblematisch, da Hacker und andere unliebsame Beobachter leicht an Daten und Surfverhalten kommen können. Ein VPN löst dieses Problem für dich.

Bei der Wahl eines VPN möchten wir dir noch ein paar Tipps mitgeben:

  • Bedenke deine Bedürfnisse, für welche Zwecke brauchst du ein VPN?
  • Bei mehreren Personen im Haushalt oder einer Vielzahl an Geräten, macht ein router-basiertes VPN oft mehr Sinn.
  • Überprüfe, für welche Plattformen oder Geräte das VPN kompatibel ist
  • Man zahlt für die Qualität eines VPN, gratis Angebote bringen einige Nachteile mit sich.
  • Bist du viel auf Reisen, ist ein hoher Sicherheitsfaktor und eine große Serverauswahl wesentlich.
  • Prüfe, ob dein IT-Anbieter auch ein VPN im Angebot hat, dort gibt es eventuell Rabatte.
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