Hilfe, ich habe meine Privatsphäre aufgegeben! von Barbara Wimmer

Durch neue Technologien soll unser Leben immer bequemer werden. Dafür zahlen wir aber einen sehr hohen Preis. Die steigenden Verbindungen verschiedener Geräte oder das permanente online sein bedeuten eine Überwachung in einem nicht einschätzbaren Ausmaß. Das Paradoxe daran ist, dass die Gesellschaft ganz bewusst die eigene Privatsphäre aufgibt, ohne sich der Folgen bewusst zu sein.

Die Autorin Barbara Wimmer lebt in Wien und ist eine preisgekrönte Netzjournalsitin, Autorin und Speakerin. Seit über 15 Jahren schreibt sie über Netzpolitik, IT-Security und Überwachung.

Hilfe, ich habe meine Privatsphäre aufgegeben!

Hilfe, ich habe meine Privatsphäre aufgegeben! von Barbara Wimmer

Im Buch „Hilfe, ich habe meine Privatsphäre aufgegeben!“ zeigt Autorin Barbara Wimmer auf, wie wir uns zur Totalüberwachung durch Fitness-Apps, Smart-Home, Connected-Cars, Sprachassistenten und vielem mehr hinbewegen. Dies wird durch aktuelle Fallbeispiele und Entwicklungen aus Österreich und Deutschland verdeutlicht. Im Buch wird gezeigt, was beim Umgang mit verbunden Geräten beachtet werden muss, und wie die eigene Privatsphäre geschützt werden kann.

Ein paar Schwerpunkte aus dem Buch:

  • Smart Home: Überwachung und Sicherheitslücken
  • Spielzeug mit Online-Funktionen und die Gefahren für Kind und Heim
  • Sicherheitslücken und Unfallrisiken bei Connected Cars
  • Lauschangriff der digitalen Sprachassistenten
  • Datenmissbrauch zu Werbezwecken durch Apps auf dem Smartphone
  • Contact Tracing mit Corona-Apps
  • Gesichtserkennung und Überwachung in Smart Citys
  • Perspektiven: Datenschutz und digitale Selbstbestimmung

Böswillige Hacker können problemlos Sprachnachrichten über App-gesteuerte Spielzeuge ins Kinderzimmer schicken. Im Wohnbereich hört der digitale Sprachassistent mit. Ein chinesischer Produzent intelligenter Lampen speichert Standortdaten auf unsicheren Servern. Dating- und Zyklus-Apps teilen alle Informationen, die ihnen der Nutzer anvertraut mit sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook & Co.

Die Autorin zeigt in ihrem Buch, was vernetzte Geräte und Apps bereits heute schon alles für Daten über uns aufzeichnen, wie die Daten genutzt werden und der Nutzer im Alltag seine Privatsphäre schützen kann. Die zunehmende Vernetzung gefährdet die Sicherheit. Der Menschen wird immer durchsichtiger, jeder Schritt kann nachvollzogen werden.

Zunächst erhält der Leser in den ersten Kapiteln einen allgemeinen Überblick über die Thematik vernetzter Geräte und Privatsphäre. Hier kann die Sicherheit an vielen Stellen noch verbessert werden. In den folgenden Kapiteln wird aufgezeigt, welche Probleme durch verbundene Geräte oder Services entstehen. Zum Schluss werden die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst und einige Tipps zum Schutz der eigenen Privatsphäre gegeben.

Mein Fazit

Positiv hervorzuheben ist der Schreibstil von Autorin Barbara Wimmer und die intelligente Aufteilung des Buches. Dank der vielen Kapitel kann das Buch schnell durchgelesen werden. Es regt stark zum Nachdenken an. An einigen Stellen zeichnet das Buch aber auch eine dunkle Zukunft. Das liegt daran, dass die meisten Geräte in Sachen Privatsphäre und Sicherheit einen großen Nachholbedarf haben.

Die Dinge werden im Text klar und deutlich angesprochen, und für jedem verständlich erklärt. Verdeutlicht werden die Aufzeichnungen durch aktuelle Fallbeispiele und Entwicklungen aus Österreich und Deutschland. Wer das Buch gelesen hat, wird sich zukünftig bei der Anschaffung und dem Umgang mit dem einem oder anderem „smarten“ Gerät ein paar Gedanken mehr machen.

Erschienen ist das Buch Hilfe, ich habe meine Privatsphäre aufgegeben! im mitp-Verlag. Es kann aber natürlich auch über Amazon.de oder andere Buchhändler bezogen werden.

Stand: 26.10.2021 um 10:57 Uhr / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API.

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