Corona: Mit Suchmaschinenoptimierung das Online-Geschäft ankurbeln

Die zweite Corona-Welle im Herbst 2020 hat bestätigt, was das Frühjahr bereits angedeutet hatte: Unternehmen, die in der Vergangenheit zu wenig für ihre Webpräsenz oder das Online Marketing getan taten, haben das Nachsehen. Für viele lokale Geschäfte waren Websites, Onlineshop und Social Marketing bis dahin etwas, das man höchstens mal so nebenbei macht. Viele Ladenlokale mussten im Zuge der der Pandemie schließen – und hatten keine Alternativen, um trotzdem „den Laden am Laufen zu halten“. Dabei hätte ein vorher gut geplantes Online-Geschäft mit dazugehörigem Linkaufbau so manchen aus der Krise retten können.

SEO, Online Marketing und Co. bieten neue Chancen

SEO, Online Marketing und Co

Viele Unternehmer und Unternehmerinnen sind während der Corona-Krise einem Reflex gefolgt: Sie haben die Marketing-Budgets gekürzt.

Der richtige Weg? Oder trifft hier eher der alte Spruch des Autopioniers Henry Ford zu, der sagte:

„Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“

Besonders lokale Unternehmen können in Krisenzeiten mit verhältnismäßig einfachen Maßnahmen ihren Umsatz retten, indem sie das Online Geschäft ankurbeln.

3 grundsätzliche Elemente sind dazu notwendig:

1: SEO

Die Website und der Onlineshop müssen suchmaschinenoptimiert sein. Unterschieden wird dabei zwischen On-Page- und Off-Page-Optimierung.

Bei der On-Page-Optimierung kommt es unter anderem auf folgende Punkte an:

Keyword-Analyse

Hierbei werden Suchbegriffe gesucht und gefunden, die entweder ein starkes Suchvolumen aufweisen oder sich als Nischenkeywords eignen – und natürlich zum Seiteninhalt passen. Auch sogenannte Long-Tail-Keywords und semantische Begriffe werden herausgefiltert.

Content

Die Inhalte der Website sind lesenswert und bieten einen Mehrwert. Das heißt, dass die Texte die Interessen der Zielgruppe treffen, ihr Informationen liefern, ihre Fragen beantworten und Probleme lösen. (Gleiches gilt übrigens auch für grafische Elemente wie Bilder oder Statistiken).

Die Keywords sollten in einer vernünftigen Häufigkeit im Text und in den Überschriften vorkommen. Die Headlines selbst müssen einen hierarchischen Aufbau von H1 bis H6 aufweisen.

Page Speed

Zu lange URLs, unnötig große Bilddateien, JavaScript-Einbindungen oder CSS-Codes verhindern einen schnellen Aufbau der Website. Mit der Folge, dass die Besucher abspringen.

Responsive Design

Webseiten, die sich auf den verschiedenen Endgeräten wie Computer, Tablet oder Smartphone nicht gleich komfortabel aufbauen, werden von Google & Co. abgestraft, indem sie ein schlechtes Ranking erhalten.

2: Online Marketing

Die Inhalte der Website und des Onlineshops müssen natürlich auch bekannt gemacht werden. Folgende Maßnahmen eignen sich dabei sehr gut für KMUs:

Content-Marketing

Die Inhalte (Content) der Website wie etwa ein Firmenblog, Produktbeschreibungen oder Tutorials werden auf den sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram, YouTube, TikTok …) gepostet.

Social Ads wenden sich mit dem Content direkt an die anvisierte Zielgruppe, Google-Ads erhöhen zugleich den Traffic auf der Website und somit die Conversions.

E-Mail-Marketing

Newsletter oder konkrete Angebote werden direkt personalisiert an die Zielgruppe versendet.

Affiliate Marketing

Hierbei wird mit anderen Websites oder Personen kooperiert. Zum Beispiel mit Links, Bannern oder einem Produktvideo wird auf die eigene Website verwiesen. 

3: Linkaufbau

Externe Links, die auf die eigene Website rückverweisen, sind ein wichtiges Indiz für Google, die Seite hoch zu ranken. Das Linkbuilding ist der wichtigste Teil der Off-Page-Optimierung einer Website.

Dabei kommt es darauf an, Backlinks auf Webseiten mit hoher Autorität und themenrelevantem Inhalt zu platzieren, die wiederum auf die eigene Website rückverweisen.

Webverzeichnisse, Partnerseiten und Linktippseiten sind gute erste Quellen, um Backlinks für den Linkaufbau zu erhalten. Weitere Quellen sind:

Blog Kommentare

Auf vielen Blogsystemen kann man den Link zur eigenen Website im Kommentarfeld hinterlassen.

Linktausch

Oft ist es möglich, auf Anfrage bei anderen, möglichst artverwandten Websites um den Tausch eines Backlinks zu bitten.

Linkkauf

Unter Umständen lohnt sich auch der Kauf wertvoller Backlinks. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass das Volumen der Backlinks nicht sprunghaft in die Höhe schnellt, sondern sich langsam entwickelt, um einen natürlichen Verlauf zu simulieren.

Wie lange dauert es, bis sich das Online-Geschäft lohnt?

Statistik SEO, Online Marketing und Linkaufbau

Wer vor der Corona-Krise (oder jeder anderen Krise, die das Geschäft betrifft) überhaupt nichts in Sachen Online Marketing getan hat, wird seine Verluste durch die Maßnahmen nicht in ein paar Tagen ausgleichen können. In der Regel dauert es zwei bis drei Monate nach Beginn von SEO, Online Marketing und Linkaufbau, bis genügend Traffic auf der Website und Follower in den Sozialen Netzen und Leads generiert werden. In Ausnahmefällen, wenn die On-Page- und Off-Page-Optimierung perfekt laufen, sind die ersten Erfolge aber auch durchaus nach wenigen Wochen sichtbar.

So wird das Online-Geschäft für lokale Unternehmen erfolgreich

Während des Lockdowns ist der stationäre Einzelhandel zu großen Teilen zum Stillstand gekommen. Zur gleichen Zeit erleben Online-Geschäfte weltweit einen Boom. Und nicht nur Online-Riesen wie Amazon, Zalando oder Lidl profitieren von der Corona-Pandemie.

Clevere lokale Unternehmer/innen haben sich frühzeitig auf die Krise eingestellt und ihr Geschäftsmodell zum Teil um Online Dienstleistungen erweitert.

Hier einige Beispiele:

Restaurants haben einen Abhol- oder Bring-Service eingerichtet und diese Dienstleistung auf den Sozialen Medien, ihrer Homepage und in Google My Business kommuniziert.

Boutiquen haben einen Onlineshop eingerichtet und versenden ihre Waren nun nach Bestellung.

Optiker bieten an, unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften, zu den Kunden nach Hause zu kommen und dort eine Augenvermessung oder die Anpassung der neuen Brille vorzunehmen.

Frisöre haben einen mobilen Home-Service eingerichtet, um ihren Kunden im heimischen Wohnzimmer die Haare zu schneiden.

Weinhändler veranstalten online Weinseminare und verschicken an die Teilnehmer die verkosteten Weine.

Buchhändler organisieren live Online-Lesungen und versenden die von den Autor/innen signierten Bücher über ihren Onlineshop.

Tanzstudios bieten ihren Unterricht per Video-Live-Übertragung weiterhin an ihre Mitglieder an.

Fazit: Die richtige Strategie hilft lokalen Unternehmen durch die Krise

In Zeiten des Lockdowns bedarf es neuer und vor allem kreativer Ansätze, um die schweren Zeiten zu überstehen. Bisher ungewohnte Online-Geschäfte mit SEO, Online Marketing und Linkaufbau können Unternehmer/innen dabei unterstützen, die Krise zu überstehen.

Entscheidend ist, möglichst schnell zu handeln und sich nicht darauf zu verlassen, dass Corona irgendwann vorbei sein wird. Denn auch dann ist es sinnvoll, neben dem lokalen Geschäft ein zweites Standbein im Online Business zu haben.

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