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Cryptojacking – Was steckt dahinter und wie kann man sich schützen?

Cryptojacking bezeichnet einen Angriff auf die Ressourcen eines fremden Computer- oder Mobilgerätes, um mit diesen nach Online-Geld (Kryptowährung) zu schürfen. Dieser Angriff erfolgt meist unentdeckt, weshalb den besten Schutz ein präventiv angeschafftes Virenschutzprogramm mit Schwerpunkt für Cybersicherheit bieten kann.

Was ist Cryptojacking?

Cryptojacking setzt sich aus den englischen Begriffen Cryptocurrency (Kryptowährung) und Hijacking (Entführung) zusammen

Der englische Begriff Cryptojacking setzt sich aus den ebenfalls englischen Begriffen Cryptocurrency (Kryptowährung) und Hijacking (Entführung) zusammen. Bei der Kryptowährung handelt es sich um ein digitales Zahlungsmittel, deren Einheiten Coins genannt werden.

Kryptowährungen selbst gibt es schon seit 2010. Je mehr sie aber an Beliebtheit gewannen, umso höher wurden auch die Rechenleistungen, die zur Transaktion von Kryptowährungen gebraucht werden. Diese verursachen immense Kosten, weshalb viele auf illegalen Wegen versuchen, an Coins zu kommen.

Cryptojacking wird auch als bösartiges „Cryptomining“ bezeichnet. „Mining“ meint hier das schürfen nach der digitalen Währung. Dies geschieht bei Transaktionen von Kryptowährung. Denn damit eine Transaktion stattfinden kann, muss erst ein komplexes mathematisches Rätsel zur Legitimation der Transaktion gelöst werden.

Diese Lösung erfolgt durch die „Miner“ in einem Wettkampf. Der schnellste Miner erhält eine Entlohnung, meist in Form einer bestimmten Anzahl an Coins. Um diese mathematischen Komplexe zu lösen, sind allerdings Unmengen an Rechenleistung nötig.

Damit diese Rechenleistung ermöglicht werden kann, muss auch dementsprechend an Hardware angeschafft werden. Diese Anforderungen machen das Schürfen zu einem sehr kostspieligen Prozess.

Um an Kosten für das Schürfen nach Kryptowährung zu sparen, wird auf Crypotjacking zurückgegriffen. Hierbei werden die Ressourcen eines fremden Endgerätes verwendet, um für eigene Zwecke zu schürfen.

Mit der Hilfe von Cryptojacking können die Hacker also im gleichen Ausmaß schürfen wie die Konkurrenz, die sich teure Anschaffungen zulegen muss.

Wie funktioniert Cryptojaking?

Je beliebter die Kryptowährung ist, umso mehr lohnt es sich für die Hacker, auch illegale Methoden anzuwenden, um an Coins heranzukommen. Die erfolgreichste digitale Währung war bisher Bitcoin, die in 2018 jedoch an Wert verloren hat.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Cryptojacking-Angriff zu starten. Beispielsweise kann der Angreifer durch einen unscheinbaren Link in einer Email Zugriff auf das Gerät erlangen. Durch das Anklicken des Links wird der Cryptomining-Code direkt auf den Computer oder das mobile Endgerät geladen.

Auch durch JavaScript-Codes, die auf bestimmten Websites eingebettet werden, erhalten Hacker Zugriff auf die Ressourcen des Gerätes. Dafür muss der Nutzer diese Website lediglich besuchen. Während des Besuchs kann sein Gerät als Zusatz zum Schürfen nach einer Kryptowährung missbraucht werden.

Ebenfalls kann das Gerät durch eine heruntergeladene App infiziert werden, die den Cryptomining-Code beinhaltet.

Hat der Hacker es erst einmal geschafft, den entsprechenden Cryptomining-Code auf dem Gerät zu platzieren, arbeitet er im Hintergrund und das rund um die Uhr. Er stellt also eine permanente Bedrohung dar, die das gesamte Endgerät infiziert hat.

Wie erkenne ich Cryptojacking?

Ein Angriff durch Cryptojacking kann nur sehr schwer erkannt werden, da sich die Straftat für den Nutzer im Verborgenen abspielt. Die Erkenntnis kommt häufig erst, wenn sich erste Folgen des Angriffs zeigen. Wenn beispielsweise die Rechenleistung auf Höchstform läuft, das Gerät aber dennoch nur wenig leisten kann.

Dies sind Symptome, die auf einen Crypojacking-Angriff hinweisen können:

  • Andere Rechenprozesse des Gerätes werden verlangsamt
  • Stromrechnung steigt erheblich an
  • Das Gerät selbst nimmt Schaden und hat eine verkürzte Lebensdauer
  • Der Kühler wird mehr als normalerweise genutzt

Wie kann ich mich gegen Cryptojacking schützen?

Den besten Schutz gegen Cryptojacking bieten Abwehrprogramme, die schon vor des Angriffs auf dem PC oder Mobilgerät installiert sind. Denn hat erstmal ein Angriff stattgefunden, kann es mitunter schwer sein, das Gerät wieder zu reinigen. Denn auch durch den Angriff verlangsamt sich die Rechenarbeit des Gerätes immens und erschwert somit auch eine rasche Fehlersuche bzw. Behebung.

Da Cryptojacking relativ neu ist, seit September 2017 aber zu den meist identifizierten Schadsoftwaren zählt, werden spezielle Programme gegen Cryptojacking entwickelt. Solche speziellen Programme wären beispielsweise “NoCoin” und “MinerBlock”. Mit ihnen werden Mining-Aktivitäten in beliebten Browsern blockiert.

Eine weitere Möglichkeit ist auch, JavaScript im verwendeten Browser zu blockieren. Dies kann Mining-Angriffen auf Websites auch entgegenwirken, allerdings könnten dadurch auch bevorzugte Funktionen des Webbrowsers wegfallen.

Computer Virus Trojaner

Idealerweise wird ein umfassenderes Programm zur Cybersicherheit verwendet. Diese Programme schützen nicht nur speziell vor Cryptojacking, sondern auch gegen eine Reihe von anderen Schadsoftwares. Dann ist es ganz egal, welche Methode der Angreifer nutzen möchte, um die Schadsoftware auf ihr Endgerät zu bekommen – ein umfassenderes Programm schützt auch auf mehreren Wegen vor Cryptojacking.

Fazit

Cryptojacking ist ein Angriff auf die Ressourcen eines fremden Gerätes. Der Angriff kann nur selten erkannt werden, weshalb ein wachsamer Umgang nötig ist, um Indizien einer Infizierung festzustellen. Den besten Schutz bieten im Voraus installierte Schutzprogramme.