Das sollten Sie über AdBlocker wissen

Angesichts von Werbung, die in zunehmendem Maße auf Internetseiten platziert wird, sind Werbeblocker (AdBlocker) beliebte Hilfsmittel. Sie blenden die Anzeige aus, sodass der User sie nicht wahrnimmt. Es gibt verschiedene AdBlocker, die unterschiedlich effektiv arbeiten. In diesem Text stellen wir Ihnen ein paar Programme vor und erklären wie diese funktionieren.

Beginnen wir einmal mit den rechtlichen Grundlagen. Lange Zeit war umstritten, ob es legal ist, einen AdBlocker zu verwenden. Im Frühjahr 2018 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass User nichts Verbotenes machen, wenn sie ein solches Programm verwenden. Zwar wird damit ein Stück weit die Geschäftsgrundlage für die Medienanbieter zerstört, doch in seinem Urteil nannte der Bundesgerichtshof, dass sich diese wehren könnten.

So ist es beispielsweise technisch möglich, User von der Seite auszusperren die einen AdBlocker verwenden. Sie haben erst wieder Zugriff auf die Inhalte, wenn sie das Programm deaktivieren. Damit User die Inhalte konsumieren können, müssen Sie also die Werbung wahrnehmen.

AdBlocker beabsichtigen übrigens nicht, das Geschäft von Medienanbieter zu zerstören. Sie wollen keineswegs die Webseiten frei von Werbung gestaltet. Es geht ihnen lediglich darum, Werbeanzeigen zu entfernen, die in hohem Maße als störend empfunden werden und das Surfen für den User unnötig verkomplizieren.

Schließlich müssen diese zum Teil gleich mehrere Werbeanzeigen schließen, damit Sie auf eine Website zugreifen können.

So funktionieren AdBlocker

Werbung auf Webseiten mit dem Adblocker verhindern

AdBlocker sind in der Regel keine eigenständigen Anwendungen. Es handelt sich bei ihnen um Erweiterungen für den jeweiligen Browser. Wenn Sie also mehrere Browser zum Surfen verwenden, müssen Sie für jeden einen separaten AdBlocker installieren. In der Regel handelt es sich um Erweiterungen, die kostenlos verfügbar sind.

Die populärste ist AdBlock Plus. Sie ist für alle gängigen Browser erhältlich. AdBlocker funktioniert technisch so, dass das Programm auf eine Datenbank zugreift, die mit zu filternden Websites und Inhalten gefüllt ist.

Das bedeutet, dass Werbeanzeigen, die beispielsweise von bekannten Drittanbietern wie Google AdSense oder DoubleClick stammen, ausgeblendet werden.

Gleichzeitig existiert eine sogenannte Whitelist, in der Einträge mit nicht-aufdringlichen Werbeanzeigen gelistet sind. Diese werden von AdBlock Plus zugelassen. Beide Listen können individualisiert werden. Das heißt, dass Sie selber Einträge hinzufügen oder löschen können.

Eine Whitelist existiert bei diesem Produkt nicht standardmäßig, kann aber mit einfachen Mitteln vom User eingerichtet werden.

uBlock origin ist der Testsieger

2017 hat die Stiftung Warentest zehn Programme getestet, die das Tracking von Nutzern unterbinden. Dabei schnitt uBlock origin am besten ab. Das Tracking beruht darauf, dass Ihnen anhand Ihres Surfverhaltens passende Werbeanzeigen ausgespielt werden. Dies kann uBlock origin am effektivsten verhindern.

Der AdBlocker uBlock Origin ist ebenfalls weit verbreitet. Das Besondere ist, dass er dieselben Filterlisten verwenden kann wie AdBlock Plus. Somit können beide Programme auf den gleichen Wissensstand zugreifen.

Bei der Wahl eines AdBlockers sollten Sie sich übrigens genau über die Software informieren. Denn zum Teil werden Schadprogramme zum Download angeboten, die auf den ersten Blick wie ein AdBlocker aussehen. Dabei bewirken sie das Gegenteil. Sie infizieren den Computer und geben dabei wichtige Informationen weiter, ohne dass Sie es merken.