So schützen KMUs ihre Daten besser vor Cyberangriffen

Kleine und mittelständische Unternehmen, die durch einen Cyberangriff kompromittiert werden, verlieren nicht nur Daten und erleiden finanzielle Einbußen, sondern riskieren auch ihr Geschäft. KMUs sind besonders gefährdet, da sie nicht über das Personal, die Ressourcen und den finanziellen Rückhalt verfügen, um sich vollständig von einer Cyberattacke zu erholen.

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Dieser Beitrag zeigt, wie kleine und mittlere Unternehmen ihre kritischen Daten im Falle eines Cyberangriffs besser schützen können.

Die wichtigsten Strategien gegen Hacker und Cyberangriffen

Strategien gegen Hacker und Cyberangriffen
Strategien gegen Hacker und Cyberangriffen

Cyberangriffe, die zu einem kritischen Datenverlust führen, beeinträchtigen den Betrieb und können Unternehmen im schlimmsten Fall in den Ruin treiben. Um sich vor solchen Vorfällen zu schützen, stehen die Datensicherung, Backups und Disaster Recovery an erster Stelle.

Die Datensicherung dient dem Schutz der Daten vor internen und externen Bedrohungen wie Serverabstürzen, menschlichen Fehlern, bösartigen Angriffen und sogar Naturkatastrophen. Zu den eingesetzten Tools und Technologien gehören unter anderem Datensicherung und -wiederherstellung, Verschlüsselung, Malware- und Antivirenerkennung, Firewalls und Datenklassifizierung.

Durch die Sicherung von Daten wird sichergestellt, dass mehrere Kopien vorhanden sind, sei es ausschließlich in der Cloud, in einer hybriden Cloud-Umgebung, auf Servern oder auf lokalen Speichermedien.

Es reicht jedoch nicht aus, nur Backups von kritischen Daten zu haben, wenn es keinen Plan und kein Verfahren gibt, wie diese Daten wiederhergestellt werden können. Dieser Artikel zeigt, wie Disaster Recovery am besten funktioniert.

Tipps zur Datensicherung

Die wichtigste Methode, die ein Unternehmen zum Schutz seiner Daten anwenden kann, besteht darin, seine Nutzer darüber aufzuklären, wie sie Datenbedrohungen erkennen, vermeiden und melden können. Indem Unternehmen ihren Mitarbeitern beibringen, wie sie Bedrohungen erkennen und vermeiden können, nehmen sie Cyberkriminellen die Möglichkeit, Daten zu kompromittieren.

Die erste Regel des Datenschutzes besteht darin, alles über das Ökosystem der zu schützenden Daten zu wissen. Dazu gehört, zu wissen, welche Daten das Unternehmen hat, wo sie sich befinden, wie sie verwendet werden, wie häufig auf sie zugegriffen wird und wer im Unternehmen auf sie zugreift.

Wenn Unternehmen wissen, wo sich ihre Daten befinden, können sie sie besser schützen, beispielsweise durch Verschlüsselung, Multi-Faktor-Authentifizierung oder Endpunkt-Erkennung und -Reaktion (EDR). Um Ransomware und Malware durch Phishing-E-Mails zu bekämpfen, sollten Unternehmen mit Antiviren-Tools, Firewalls, Anwendungs-Updates und Schulungsmaßnahmen Hackern immer einen Schritt voraus sein.

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Endpoint Detection and Response ist eine Möglichkeit zur Ergänzung von Antivirenprogramme, die Cyberkriminelle mit komplexen Angriffen umgehen können. EDR-Lösungen sind darauf ausgelegt, nach Verhaltensweisen zu suchen, die zu Cyberangriffen führen. Diese Programme alarmieren Administratoren und Benutzer automatisch.

Empfehlungen für Backup und Disaster Recovery

Empfehlungen für Backup und Disaster Recovery

Ein Disaster-Recovery-Plan zeigt Prozesse und Aktivitäten, die Backup- und Disaster-Recovery-Dienste und deren Interaktion mit Daten und Servern aufrufen. Unternehmen können so im Falle eines Angriffs den Betrieb aufrechterhalten. Der Wiederherstellungszeitpunkt ist der maximal zulässige Zeitraum, in dem Daten verloren gehen und nicht wiederhergestellt werden können.

Der Wiederherstellungszeitraum ist die maximale Zeitspanne, die in einem Disaster-Recovery-Plan zwischen dem Ausfall kritischer Netzwerkfunktionen und ihrer Wiederherstellung unter akzeptablen Betriebsbedingungen zulässig ist. Wichtig ist, dass die gewählte DR-Technologie die für das Unternehmen erforderliche Leistung unterstützt und dass die richtigen Personen von der Existenz eines Sicherungs- und Wiederherstellungsplans wissen.

KMUs müssen darauf achten, dass ihre Datenschutztechnologie auf dem neuesten Stand ist und gepatcht wird, damit alle Systeme Angriffe abwehren können. Idealerweise sollten sich die Standorte der Datensicherung an zwei verschiedenen Orten befinden. Die Cloud ist ein guter Ort für die Datensicherung.

Auch die Nutzung von Cloud-basierten Disaster-Recovery-as-a-Service (DRaaS) eines Managed Service Providers kann Unternehmen von der Last befreien, die Disaster Recovery selbst zu bewältigen. Indem Unternehmen ihren Notfallwiederherstellungsplan regelmäßig testen, können sie alle Probleme im Zusammenhang mit der Wiederherstellung von Daten im Katastrophenfall beseitigen.

Im Idealfall überprüfen KMUs ihre Datensicherungs- und Wiederherstellungsstrategie zu verschiedenen Zeitpunkten und aus verschiedenen Blickwinkeln. Darüber hinaus empfehlen sich regelmäßige und stichprobenartige Tests, bei denen ein Ereignis simuliert wird, das eine Datenwiederherstellung und den Zugriff auf die lokale oder Online-Datensicherung erforderlich machen würde.

Fazit

Für kleine und mittlere Unternehmen sind Datenverluste eine der schlimmsten Katastrophen. Datenverluste können durch physische Auslöser wie Brände und Überschwemmungen verursacht werden, doch sind Systemausfälle und Cyberangriffe häufiger. Die Cyberkriminalität steigt kontinuierlich. Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen geraten in das Visier von Cyberkriminellen.

Einige dieser Unternehmen waren in der Lage, sich schnell wieder zu erholen, andere waren jedoch nicht so gut vorbereitet. Ein effektiver Datenwiederherstellungsplan kann die Auswirkungen eines Cyberangriffs gering halten und die Datenwiederherstellung reibungslos machen.

Doch Unternehmen können dies nur erreichen, wenn sie ihren Datenwiederherstellungsplan auf die Probe stellen. Im Idealfall gehen sie den Plan regelmäßig mit ihrem Wiederherstellungsteam durch, um sicherzustellen, dass jeder seine Rolle kennt und die richtige Strategie verfolgt.

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