Digitales Zeitalter: Sichere Passwörter sind ein Muss

Ob für soziale Netzwerke, das E-Mail-Konto oder Onlinebanking: Wer sich viel im Internet bewegt, benötigt für die unterschiedlichsten Aktivitäten ein Passwort. Leider nehmen es zu viele User mit der Sicherheit nicht allzu ernst – „12345“, „hallo“ und selbst „passwort“ gehörten 2018 zu den Top 10 der beliebtesten Passwörter 2018. Im digitalen Zeitalter ist Passwortsicherheit jedoch ein Muss. Mit diesen Tipps schützt man seinen Account.

Kann ein Passwort 100-prozentige Sicherheit garantieren?

Sichere Passwörter sind ein Muss

Ein absolut sicheres, unter Garantie unknackbares Passwort gibt es nicht. In den meisten Fällen genügt ein Passwort, das einigen Standards entspricht, bereits, um unerlaubte Zugriffe auf das eigene Konto abzuwehren. Für Kriminelle gilt online dasselbe wie für Einbrecher vor der Wohnungstür: Je mehr Zeit es in Anspruch nimmt, sich Zugang zu verschaffen, desto größer ist das Risiko, ertappt zu werden, oft lohnt sich der Zeitaufwand zudem nicht.

Hacker suchen sich in diesem Fall schlicht ein leichteres Ziel, in diesem Fall also ein Konto mit schwächerem Passwort. In Unternehmen helfen Anbieter für IT Support und IT Security mit komplexen Maßnahmen, Accounts zu sichern – im privaten Bereich genügt oft schon ein sicheres Passwort, um sich seine Daten zu schützen.

Was zeichnet ein sicheres Passwort aus?

Viele User entscheiden sich für kurze, einfache Passwörter, die leicht zu merken sind. Ein effektives Passwort hat mindestens 8 Zeichen Länge und besteht aus einer Kombination von kleinen und großen Buchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen. Auch wenn es schwerfällt: Von leicht einprägsamen Kombinationen sollten User dringend Abstand nehmen. Wörter aus dem Duden sind tabu, weil diese von Programmen zuerst überprüft werden.

Besser geeignet sind zufällige Buchstaben- und Zahlenkombinationen. Alternativ kann das Passwort auf einem Merksatz beruhen, indem die Anfangsbuchstaben seiner Bestandteile verwendet werden.

Dabei können Wörter zu Sonderzeichen transformiert werden, beispielsweise „in“ zu „@“. Solche Tipps stammen direkt von IT-Experten, die so auch für sichere Passwörter gerade in Unternehmen sorgen. Wichtig ist außerdem, sein Passwort regelmäßig zu wechseln.

Wie erstelle ich ein sicheres Passwort?

Ein sicheres Passwort zu erstellen muss nicht kompliziert sein. Wer lange und kryptische Sicherheitswörter nicht selbst kreieren möchte, für den gibt es automatische Tools. Damit werden extrem schwer zu knackende Passwörter innerhalb weniger Augenblicke erstellt. Anbieter existieren viele, die Funktionsweise ist bei den verschiedenen Programmen ähnlich.

Der Anwender kann Faktoren wie die Zeichenanzahl, die Art der verwendeten Zeichen und die Anzahl der auf einmal erstellten Passwörter einstellen. Diese Passwörter können allerdings nur vor bestimmten Arten von unbefugten Zugriffen schützen: Sicherheitslücken und Skandale wie beim Facebook-Sicherheitsproblem vom September 2018 machen das schönste Passwort zunichte.

Wie kann ich mir all meine Passwörter merken?

Wer nun auf Nummer sicher geht und sich für besonders lange und schwer zu merkende Passwörter entscheidet, der verliert oft den Überblick oder läuft Gefahr, sich nicht an die korrekte Zeichenfolge erinnern zu können. In diesem Fall können die Wörter natürlich klassisch auf Papier aufgeschrieben werden. Manuelles Abtippen ist auf Dauer allerdings umständlich und fehleranfällig.

Die moderne und einfachere Lösung sind Passwort-Manager wie LastPass, die kostenlos oder gegen Gebühr nutzbar sind und alle Passwörter in einem Konto speichern. Für den Passwort-Manager-Account sollte daher ein besonders sicheres Passwort kreiert werden.

Denn wer Zugang erlangt, kann gleich auf alle Passwörter zugreifen. Allerdings sorgen Weiter- und Neuentwicklungen von Passwort-Managern dafür, dass jene immer sicherer werden.