Kann das Internet mit so vielen Menschen umgehen, die von zu Hause aus arbeiten?

Die Menschheit ist weltweit mit einer anhaltenden COVID-19-Pandemiekrise konfrontiert. Einige Regierungen haben bereits Notstand ausgerufen und überall werden strenge Maßnahmen wie Ausgangssperren, Heimarbeit und Schulschließungen eingeführt, die Grenzen werden geschloßen und der öffentliche Verkehr wird eingeschränkt…

Angehörige des Gesundheitswesens warnen und appellieren immer wieder, dass wir alle verpflichtet sind, die gegebenen Anweisungen genau zu befolgen und unnötige soziale Kontakte zu vermeiden.

Schon allein durch die Einschränkung der Bewegungs-und Reisefreiheit und dadurch, dass die Arbeit und der Schulunterricht online, von zu Hause aus, organisiert und durchgeführt werden, ist es klar, dass die Internetnutzung stark intensiviert ist und daher ist es auch kein Wunder, dass die Web Infrastruktur bereits erste Belastungsmerkmale zeigt.

Hält das Netz dieser Massennutzung stand?

Hält das Internet diese Massennutzung aus

Ookla-Sprecherin Adriane Blum meinte neulich: „Wir haben definitiv eine Welle von Internet-Ausfällen bzw. gewisse Probleme bemerkt, die mit Coronavirus-Verkehrsspitzen zusammenhängen“. Auch andere Webbereiche, insbesondere Videokonferenzdienste, bereiten sich auf die Auswirkungen vor.

Zum Vergleich: die E-Mails nutzen viel weniger Volumen (kleinere Datenpakete) als Videokonferenzen, und es wurde letztlich berichtet, dass deren Nutzung sehr gestiegen sei. Wie stark bedroht die COVID-19- Quarantäne das Internet in Wirklichkeit? Kann es zu einem Internetkollaps führen? Es mag sein.

In der Tat hängt es natürlich von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, sowie auch davon wie sich die Lage mit dem Coronavirus weiter entwickeln wird. Die Kommunikation scheint das größte Problem zu sein – wie bereits erwähnt, belasten tägliche Videokonferenzen und Besprechungen das Netzwerk wesentlich mehr als das Versenden von E-Mails.

Des weiteren sind die Menschen entspannter und weniger diszipliniert, wenn sie von zu Hause aus arbeiten, und verbringen mehr Zeit in sozialen Netzwerken, Youtoube oder beim Spielen von Videospielen.

Der beste Beweis dafür ist die steigernde Anzahl der Benutzer in diesen Kategorien. Darüber hinaus ist die Online-Casino-Branche eine weitere Kategorie mit wachsenden Benutzerzahlen, insbesondere Slot-Spiele wie Aldos Journey.

Situation im Videokonferenzen-Bereich

Situation im Videokonferenzen-Bereich

Heutzutage sind Videokonferenzen ein absolutes Muß, zur Zeit mehr als je zuvor. Ob Skype, Zoom oder andere Dienste, virtuelle Besprechungen führt man oft und sie sind notwendig, in vielen Lebensbereichen, besonders in der Geschäftswelt. Wegen der aktuellen Coronavirus-Lage haben viele Universitäten ihre Arbeitsweise den neuen Umständen angepasst bzw. Vorlesungen vorläufig auch über Videokonferenztools organisiert.

Laut neulichen Recherchen, macht Videokonferenz sogar zirka 70 Prozent des gesamten Netzwerkverkehrs aus, es wird befürchtet, dass die Anschließung der Konferenzen zum Mix, eine große zusätzliche Belastung bedeuten könnte.

Laut Roger Entner, dem Gründer der Branchenberatung Recon Analytics, sollte man die anhaltende zusätzliche Belastung im Bereich Internetnutzung auf keinen Fall unterschätzen. Alleine nachtsüber ist der Videoverbrauch ziemlich hoch (wegen Netflix, YouTube usw.).

Allerdings sind bestehende Netzwerke so gestaltet, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Dafür gibt es große Cloud-Anbieter, die bestens ausgestattet sind und die derart große Verkehrsspitzen gut und problemlos austragen können, und bei denen das Risiko für eventuelle Ausfälle eher niedrig ist.

Und was tun wenn es im Alltag doch zu Konnektivitätsproblemen kommen sollte? Empfehlenswert ist es entweder die Bildauflösung zu ändern (auf niedriger stellen), oder das Video komplett auszuschneiden – immerhin liegt der Verbrauch für Audiokonferenz mit 40 Kilobit pro Sekunde wesentlich niedriger als der bei einer Videokonferenz.

Die Lage im Bereich von Aktienhandelsseiten

Neulich berichteten die Medien von einer ganzen Reihe von Ausfällen auf Aktienseiten wie beispielsweise Ameritrade und E-Trade, und bei Robinhood gab es anhaltende Konto-Fehlfunktionen. Webbasierte Handelsdienste sind, rein finanziell, ein äußerst heikles Thema, und als solche nutzen sie bevorzugsweise ihre eigene Systeme, der Sicherheit wegen.

Nur selten greifen sie nach externen Cloud-Anbietern. Das Problem dabei ist, dass sie in der Regel nicht die dafür genügende Kapazitäten parat haben.

Unternehmens-VPN (Virtual Private Network)

Um das Coronavirus einzudämmen, verordnen viele Unternehmen weltweit ihren Büro-Angestellten Homeoffice. Ein überlastetes VPN kann verschiedene Problemen verursachen, unter anderem Verlangsamungen und im schlimmsten Fall sogar Datenverlust. Die Frage dabei ist ob sich die Arbeitgeber dabei für solide und gut-unterstützende Lösungen für den täglichen Arbeitsablauf entschieden haben, oder eben nur für das Mindeste.

Generell geht man davon aus, dass die Limite in der Praxis überschritten werden, über das schlimmste Szenario wird aber selten wirklich nachgedacht. Empfehlenswert ist es verschiedene Stresstests und Lasttests für ihre VPNs durchzuführen. Qualitätssicherung soll auf der ersten Stelle sein, und das ist in der Praxis leider oft nicht der Fall.

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