IT-Sicherheit – Was gibt es zurzeit zu beachten?

Viele Menschen hatten fest mit einer Abschwächung der Corona-Pandemie gerechnet. Die Durchimpfung der Gesellschaft schien dieser Hoffnung ausreichendes Gewicht verliehen zu haben. Doch der Virus ist tückischer als gedacht und offensichtlich nicht so schnell totzukriegen. Pünktlich im Herbst schlägt die nächste Welle mit aller Wucht zu.

Selbst Staaten wie England und Israel, die bei ihrer Impfpolitik Vorreiter gewesen waren, sind vor einem neuerlichen massiven Ausbruch nicht gefeit.

Für die IT-Sicherheit gelten somit weiterhin erhöhte Anforderungen, da sich das soziale und wirtschaftliche Leben nach wie vor verstärkt im digitalen Raum abspielt. Cyber-Kriminelle, die lange vor Corona ein ständiges Ärgernis waren, haben sich längst auf die neue Lebensrealität eingestellt und treten entsprechend aggressiv auf.

Wie können sich Privatanwender vor ihren Aktivitäten schützen und welche Sicherheitsaspekte sind beim Schutz vor Cyber-Kriminalität besonders zu beachten?

Das Heer der Unwissenden

IT-Sicherheit Schutz vor Cyber-Kriminalität

Durch die Corona-Pandemie wurden Menschen, die der Computertechnologie vorher misstrauisch, ablehnend oder gleichgültig gegenüberstanden, dazu gezwungen, sich auf die ungeliebte digitale Wirklichkeit einzulassen. Dadurch strömten scharenweise Menschen in den digitalen Raum, die durch ihre technischen Unzulänglichkeiten und Arglosigkeiten für Cyber-Kriminelle leichte Beute sind.

Viele dieser Krimineller haben es gezielt auf diese „DAUs“ abgesehen, da diese jeden noch so offensichtlichen Köder bedenkenlos aufnehmen und wenig Wissen über Sicherheitsvorkehrungen im Internet aufweisen.

Noch mehr Möglichkeiten für Schadprogramme – So schützt man sich

Köder, das sind zum Beispiel sogenannte Phishing-Mails. Bei dieser Masche werden scheinbar seriöse Mails von Unternehmen oder Behörden an Privatpersonen geschickt, die zum Download vermeintlich wichtiger Unterlagen auffordern. Wurde der Vorgang durch den Klick auf die angegebene Software eingeleitet, hat man sich bereits die Malware auf den Computer geholt. 

Für Laien ist besonders die Fähigkeit der Cyber-Profis nicht nachvollziehbar, dass sich die Mails aufgrund zunehmender Tracking-Möglichkeiten so nahe auf die eigene Lebenssituation beziehen, die Mails oft von Organisationen kommen, denen man tatsächlich angehört, und die Ansprache sogar persönlich unter Verwendung des eigenen Namens vorgenommen wird. Besonders die folgenden Bereiche sind beliebte Jagdreviere von Cyber-Kriminellen:

Streaming

Streamingdienste gehören wie die Branche für Computerspiele zu den Gewinnern der Pandemie. Nutzen User dafür etablierte Dienste wie Netflix und Amazon Prime, haben sie wenig zu befürchten. Anders verhält sich die Lage aber dann, wenn sie auf der Suche nach attraktiven Inhalten auf Downloads weniger etablierten Anbietern klicken.

Verdächtig sind bereits Dateien mit der Endung exe. Ein anderes Indiz für Malware besteht darin, dass die Nutzerkommentare nichts mit dem Inhalt zu tun haben. Außerdem hilft, die Geräte, die für das Streaming genutzt werden, zu schützen.

Online-Shopping

Online-Shops hatten sich bereit vor Corona entfalten können. Durch die Pandemie sind neue Anbieter wie die Pilze aus dem Boden geschossen. Nicht alle von ihnen sind vertrauenswürdig. Im Extremfall werden Waren bezahlt, die nicht geliefert werden, ohne dass dafür jemand haftbar gemacht werden kann. Andere Nutzen laden sich beim Klicken durch die Angebote Malware herunter. 

Nutzer sollten auf die Seriosität der Online-Shops achten. Hinweise dafür liefern ein falsches oder fehlendes Impressum, überwiegend negative Bewertungen und das Nichtvorhandensein von Trust-Siegeln wie Trusted Shops und EHI. Kunden haben zudem die Möglichkeit, die Internetadresse des Shops durch eine manuelle Eingabe auf ihre Echtheit hin zu überprüfen.

Fake-News

Durch das Internet entstand eine neue Vielfalt der Informationsverbreitung. Nicht alle Influencer sind seriös oder fähig. Aus Absicht oder Inkompetenz entstehen Falschmeldungen, die im Internet zirkulieren, das gesellschaftliche Klima vergiften, Unschuldige gefährden und zur Desinformation beitragen.

Neue Nachrichten, auch wenn sie der eigenen Weltanschauung entsprechen, sollten deshalb geprüft werden, insbesondere dann, wenn sie durch Teilen und andere Maßnahmen weiterverbreitet werden.

Online arbeiten

Durch die Lockdowns mussten sich selbst abhängig Beschäftigte mit dem Home-Office vertraut machen. Dadurch entstanden für Unternehmen und ihre Arbeitnehmer neue Gefahren. Um zu vermeiden, dass Hacker sich über Privatcomputer von Beschäftigten Zugang ins Innere des Unternehmens verschaffen und dort beispielsweise Spyware installieren, sind einige Sicherheitsvorkehrungen zu beachten.

Privates und berufliches sollte strikt getrennt sein. Das Passwort wird durch die Zweifaktor-Authentifizierung über Backup-Anwendungen und TANs ergänzt und ein VPN sorgt für einen zusätzlichen Schutz der Internetverbindung.

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