Was ist ein Bare-Metal-Server?

Es stellt sich vielen die grundlegende Frage, ob es einen Unterschied zwischen einem Dedicated Server und einem Bare-Metal-Server gibt. Im Folgenden gehen wir sehr detailliert der Frage nach und erläutern Ihnen die Einsatzmöglichkeiten eines Bare-Metal-Servers, sowie dessen Vor- und Nachteile.

Die Bezeichnung „Bare-Metal“ stammt aus dem Englischen und steht wortwörtlich übersetzt für „bloßes Metall“. Bei einem Bare-Metal-Server handelt es sich also um die reine Hardware, worunter der physische Server zu verstehen ist. Es handelt sich dabei um einen Server, bei dem die Software, wie zum Beispiel ein Betriebssystem, nicht vorinstalliert ist.

Nimmt man es genau, ist ein Bare-Metal-Server das Gleiche wie ein Dedicated Server oder auch Root-Server. Es stehen unterschiedliche Unternehmen zur Verfügung die spezifizierte Software für solche Bare-Metal-Server anbieten.

Aufbau eines Bare-Metal-Servers

Aufbau eines Bare-Metal-Servers

Eigentlich werden alle Operationen, auch die I/O-Prozeduren, von einer Software ausgeführt, welche von einem Hostsystem gesteuert werden. Setzt man einen Bare-Metal-Server ein, werden diese Prozesse direkt von der Hardware aus ausgeführt. Diverse Hardwaretreiber sind für die Steuerung verantwortlich. Dadurch erreicht man eine deutliche Steigerung der I/O-Leistung des gesamten Systems.

Ein Bare-Metal-Server bezieht aus dieser Struktur seine bekannten hohen Leistungskapazitäten und die Fähigkeit der Individualisierung. Für Cloud-Computing und Rechenzentren stellt das eine optimale Lösung dar.

Für wen eignet sich ein Bare-Metal-Hosting?

Bare-Metal-Server stellen heute eine Art Plattform dar, die vor allem in Rechenzentren, im Cloud Computing und im Web-Hosting eingesetzt wird. Unternehmen, die Ihren Kunden solche Dienste anbieten, bieten den Kunden Möglichkeiten für individuell konfigurierte Rechner, die mit für das Unternehmen relevanten Anwendungen konzipiert wurden.

Virtualisierte Bare-Metal-Server können hohe Datenmengen verarbeiten und sind deshalb auch sehr gut für Big Data geeignet. Des Weiteren unterstützen dedizierte Server individuelle Anwendungen und eine sehr effiziente Ressourcenbündelung.

Vorteile und Nachteile des Bare-Metal-Servers im Überblick

Cloud Hosting für Webseiten

Der Vorteil von einem Bare-Metal-Server bzw. einem dedizierten Server liegt klar in der Hand: Sie teilen bei einem Bare-Metal-Server die Ressourcen nicht mit anderen, er gehört allein Ihnen. Dadurch erhalten Sie höchste Performance Ihrer Komponenten.

Sie können über die Verteilung des Traffics auf Ihrem Bare-Metal-Server selbst entscheiden. Sie haben einen unbeschränkten Root-Zugriff auf den Bare-Metal-Server, wodurch Ihnen die Möglichkeit gegeben wird, das Betriebssystem manuell anzupassen. Sie sind im Besitz von allen Rechten, wodurch Sie den erforderten Zustand des Kernels erreichen können. Außerdem können Sie auf dem Bare-Metal-Server maßgeschneiderte individuelle Software installieren.

Des Weiteren erhalten Sie mit einem Bare-Metal-Server eine feste IP-Adresse, wodurch sich wesentliche Vorteile zu Ihren Konkurrenten, welche Ihre die Verwaltung ihrer Webprojekte Shared-Hosting-Plattformen überlassen, ergeben. Man erhält auf Shared-Hosting-Plattformen lediglich eine dynamische IP-Adresse, welche simultan von mehreren Benutzern verwendet wird.

Es kann sich unter Umständen negativ auf Ihr Webprojekt auswirken, wenn jemand mit derselben IP-Adresse Spam bzw. Phishing oder ähnliche nicht erwünschte Aktivitäten durchführt, die gegen die Richtlinien von Suchmaschinen wie zum Beispiel Google verstoßen.

Im Worst Case erhält die IP-Adresse von der Suchmaschine eine Spam Flag Markierung. Ihr Webprojekt wird in diesem Fall von den Suchergebnissen der Suchmaschine entfernt. Dieses Risiko-Potenzial wird mit einer festen IP-Adresse und somit mit einem dedizierten Server umgangen.

Zusammengefasst sehen die Vorteile von einem Bare-Metal-Server so aus:

  • Er bietet eine zuverlässige Performance
  • Ein Nutzer verfügt exklusiv über die gesamte Performance
  • Es steht eine feste IP-Adresse zur Verfügung
  • Es besteht uneingeschränkter Root-Zugriff

Nachteilig ist der Preisunterschied, der bei einem Vergleich mit einem virtuellen Server auffällt. Die Hardware wird nicht mit anderen Nutzern geteilt, weshalb sich die Kosten nicht minimieren lassen. So ist ein dedizierter Server in der Regel teurer als ein virtueller Server.

Ein weiterer Nachteil liegt im administrativem Aufwand. Der administrative Aufwand fällt im Vergleich zu Managed-Servern bzw. Shared-Produkten deutlich höher aus. Es sind vorerst administrative Arbeiten erforderlich, bevor mit einem Webprojekt begonnen werden kann: Das Betriebssystem muss installiert, die Partionierung der Hardware-Komponenten muss durchgeführt und die notwendigen Webserver-Dienste müssen eingerichtet werden.

Über all diese Dinge muss im Vorhinein nachgedacht werden und anschließend muss das alles durchgeführt werden, bevor Sie Ihr Webprojekt aufgebaut werden kann.

Wenn Sie sich für ein Dedizierten Server entscheiden sollten, sollten Sie sich über die genaue Hardware-Kombination für das bevorstehende Projekt Gedanken machen. Im Nachhinein können Sie die Hardware nicht mehr aufstocken. Sie müssen sich einen leistungsstärkeren Server aneignen, wenn die Grenzen Ihrer Hardware erreicht wurde. Die neue Plattform des neuen Servers muss selbstverständlich erneut eingerichtet werden.

Die Nachteile lassen sich folgenderweise zusammenfassen:

  • Ein dedizierter Server ist teurer
  • Der administrative Aufwand ist höher
  • die Hardware Komponenten lassen sich nicht erweitern

Einsatzgebiete eines dedizierten Servers

Dedizierte Server werden als Webserver, als Datenbankserver, als VPN und als Gameserver eingesetzt.

Zusammenfassung und Fazit

Bei diesem Server handelt es sich um einen dedizierten Server, welcher in der Regel ohne Software vertrieben wird. Für individuelle sowie große Projekte ist dieser Server optimal geeignet.

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