Abmahnung wegen Filesharing: Was kann man tun?

In letzter Zeit trudeln immer häufiger weniger erfreuliche Briefe bei Internetnutzern ein. In selbigen wird darauf hingewiesen, dass man unter der zugehörigen IP-Adresse einen Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz festgestellt habe und nun eine Abmahnung erteilt, die nicht nur mit der Unterlassung der Tätigkeiten des Filesharings zu tun hat, sondern darüber hinaus auch noch eine saftige Geldbuße fordert.

Viele Betroffene fühlen sich im ersten Moment überrumpelt. Experten raten in einem solchen Fall allerdings zur Besonnenheit und keinem vorschnellen Handeln. Was einen in diesem Fall genau erwartet und wie man auf solche Schreiben reagieren sollte, lässt sich den folgenden Abschnitten detailliert entnehmen.

Das droht Betroffenen in einer Abmahnung wegen Filesharing

Abmahnung wegen FilesharingWer einen solchen FAREDS Brief erhalten hat, dem wird oftmals das illegale Herunterladen und/oder Verbreiten von urheberrechtlich geschützten Werken, wie beispielsweise Musik oder Filmen vorgeworfen. Die Summen, welche in solchen Anschreiben gefordert werden variieren teilweise stark, belaufen sich allerdings oftmals auf Hunderter-Beträge unterhalb der 1000,00 Euro Marke.

Natürlich richtet sich dies stets nach der Anzahl an Titeln, die man unerlaubterweise geteilt oder aus dem Netz bezogen haben soll. Oftmals liegt dem gesamten Prozedere auch noch eine Unterlassungserklärung bei, die den Betroffenen dazu veranlassen soll, in Zukunft solche Handlungen zu unterlassen.

Da häufig auch Fälle bekannt geworden sind, in denen Personen solche Briefe erhalten haben, ohne sich im Filesharing Bereich strafbar gemacht zu haben, sollte man sich im Zweifelsfall unbedingt einen Anwalt suchen.

Die Rechtsprechung in Deutschland

Die Rechtsprechung in Deutschland wurde gerade in den zurückliegenden Jahren deutlich ausgebaut und ist mittlerweile recht präzise, was Vergehen in eben diesem breit gefächerten Bereich angeht. An erster Stelle sieht das Gesetz hier vor, dass man dann keine freie Wahl des Gerichts sein Eigen nennen kann, wenn die Rechtsverteidigung absichtlich erschwert wird.

Wer eine Tauschbörse nutzt, der handelt wissentlich und somit gegen das Gesetz. Natürlich variiert das Urteil je nach schwere des Falls. Wer also gelegentlich die ein oder andere Datei im Internet zur Verfügung stellt, muss sich demzufolge weniger Sorgen machen, als dies bei jemandem der Fall ist, der dieses Vergehen über Jahre hinweg im großen Stil betrieben hat.

Hierbei hängt die Höhe eines Bußbetrages stets von den Forderungen der Rechteinhaber ab.

Wie sollte man sich im Falle einer Abmahnung verhalten?

Wenn ein eben solcher FAREDS Brief ins Haus flattert, dann ist das schlimmste, was man tun kann, einfach nicht zu reagieren. In erster Linie kann man als Beschuldigter Einsicht in die genauen Details und infolge dessen gesammelten Daten verlangen, was der Rechteinhaber spätestens vor Gericht tun würde.

Da sich beide Parteien nicht selten die hiermit oftmals horrenden verbundenen Kosten ersparen möchten, sollte auf jeden Fall nach einer außergerichtlichen Einigung gesucht werden. Hierbei wird oftmals dem besagten Brief auch eine Unterlassungserklärung beiliegen.

Sollten Sie sich keiner Schuld bewusst sein, sollten Sie auch diese unter gar keinen Umständen unterschreiben, da selbiges einem Schuldeingeständnis gleichkommt, was bei einem späteren eventuellen Gerichtsverfahren nur noch schwer zu widerlegen wäre.

Wer wissentlich Filesharing betrieben hat, der sollte auf jeden Fall einen Anwalt seines Vertrauens mit dem Fall betrauen.

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