Analoge Technik verabschiedet sich – aus Privathaushalten und Unternehmen

Das Prinzip von Telefon und Fernsehen wird weiterhin existieren. Die Art der Umsetzung ändert sich jedoch dramatisch. VoIP ist hierfür das entscheidende Schlagwort, das um weitere technologische Neuerungen ergänzt wird.

Darum führt an VoIP kein Weg vorbei

Telefonie über VoIP

VoIP ist für Unternehmen mittlerweile von zentraler Bedeutung. Dass ein technologischer Machtwechsel längst beschlossene Sache ist, beweist die Telekom eindrucksvoll: So wird es bis 2018 keine analogen und ISDN-Anschlüsse für Unternehmen mehr geben. VoIP gehört die Zukunft, das zeigt sich vor allem im kommerziellen Bereich.

Denn auch Klein- und mittelständische Unternehmen führen immer häufiger den Umstieg von ISDN auf IP um. Der Trend zur digitalen Kommunikation hat damit den Alltag erreicht und zeigt seine Vorteile in jeder Hinsicht.

Das beginnt bereits bei den organisatorischen Rahmenbedingungen. Wer seine Telefonie per Internet führt, kann ganz auf einen ISDN-Anschluss verzichten. Das spart Geld und ermöglicht einfache, übersichtliche Tarife. Denn gängige DSL-Pakete reichen mühelos für eine schnelle VoIP-Übertragung aus, selbst dann, wenn die Bandbreite parallel noch für andere Anwendungen genutzt wird.

Entertainment im Wandel: Hochauflösende Inhalte aus dem Router

Zu diesen anderen Anwendungen gehört beispielsweise das Fernsehen. Wobei Fernsehen womöglich nicht mehr der richtige Begriff ist: Fernseher als Endgeräte sind zwar weiterhin sehr beliebt, doch das klassische Fernsehprogramm wird schon bald kaum noch eine Rolle spielen. Hier zeigt sich nämlich dieselbe Entwicklung wie bei der Telekommunikation: Das Internet wird zur primären Quelle für sämtliche Entertainment-Inhalte.

Streaming-Dienste wie Netflix haben bereits stolze Marktanteile erobert und sehen das klassische Fernsehen kaum noch als Konkurrenz; das Augenmerk richtet sich alleine auf die anderen Anbieter des Segments. Ein Ende dieser Kurve ist bislang nicht abzusehen.

Für VoIP-Interessenten bedeutet das, zwar nur noch auf den Internetanschluss achten zu müssen – das jedoch umso bewusster. Denn wenn die Internet-Leitung zur zentralen Schlagader für den Haushalt wird, steigt die Last proportional an. Das gilt vor allem dann, wenn bereits ein 4K-Fernseher im Wohnzimmer steht, dessen Inhalte umso größere Datenpakete bedeuten.

Als Richtwert gibt beispielsweise Netflix eine Verbindung mit 15 Mbit an. Normales DSL 16.000, die Obergrenze des „klassischen“ DSL, reicht theoretisch also aus, doch um auf der sicheren Seite zu stehen, greifen 4K-Nutzer mindestens auf 25 Mbit zurück. Mit diesem Wert betritt man die Welt des Glasfaser-Internets, das nach oben sehr weit geöffnete Grenzen hat und ausreichend Spielraum für weitere Anwendungen wie eben VoIP übrig lässt.

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