Die Cloud – Was ist das eigentlich?

Mit den immer größeren Datenmengen und vor allem mit der zeitlich unterschiedlichen Abrufbarkeit (z.B. Weihnachtsgeschäft), entstand für viele Unternehmen das Problem, schnell an die Grenze der eigenen Kapazitäten zu kommen. Und so lagern sie diese sprichwörtlich in einer Wolke (Cloud) ab.

Es entstanden Firmen, die den Zug der Zeit erkannten, und die das Zurverfügungstellen von Daten-Lagerkapazitäten zu ihrem Geschäftsinhalt machten. Aus der wirklichen Lagerwirtschaft von großen Handelsketten, kennen wir das schon lange. Das bedeutet im Klartext, ein Unternehmen stellt eine „virtuelle Festplatte“ zur Verfügung.

Dieser zentrale Speicher ist räumlich nicht an den Standort des Auftraggebers gebunden. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass von verschiedenen Stellen gleichzeitig auf die Daten zugegriffen werden kann. Im Prinzip stellt das ganz ein großes Netzwerk mit einem zentralen Server dar. Nur ist der eben nicht mehr innerhalb der Firma angesiedelt. Bei den Anbietern von „Cloud Computing“ (Rechnerwolken) mietet man also eine „Daten-Lagerfläche“ einer bestimmten Größe. Und ohne große eigene Investitionsmaßnahmen, kann die Größe ständig dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden.

DropboxMittlerweile ist diese Entwicklung auch beim Privatanwender angekommen. Vorreiter auf diesem Gebiet sind „Dropbox“ und „Windows Live SkyDrive“.

Beide stellen, sozusagen als Einstiegsangebot, eine begrenzte Kapazität kostenlos zur Verfügung. Bei „Dropbox“ sind das momentan 2 GB. Diese können kostenpflichtig auf 50 GB erweitert werden.

Windows Live SkyDrive“ geht prinzipiell ähnlich vor. Nur dass die kostenlose Variante 25 GB beinhaltet. Die Software von beiden Anbietern ist, auch für weniger Geübte, einfach zu bedienen.

Windows Live SkyDriveDer große Vorteil im privaten Bereich liegt dabei im aktuellen Datenabgleich. Im Zeitalter der Mobilität kann man von verschiedenen Computern immer auf die aktuelle Version einer Datei zugreifen. Zusätzlich können einzelne Bereiche dieses Speichers auch anderen Nutzern zugänglich gemacht werden.

Das heißt in der Realität, die Urlaubsfotos oder auch Musik-Titel können da zentral gelagert, und von Freunden abgerufen werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Inhaber der Daten diese ausdrücklich einem begrenzten Personenkreis zugänglich macht.

Damit sind wir bei einem sehr heiklen Thema, der Datensicherheit. Im Zeitalter von Hacker-Angriffen auf sensible Einrichtungen wie Geheimdienste, hat die Sicherheit natürlich oberste Priorität. Was im privaten Bereich eher ärgerlich oder im Einzelfall auch rechtlich relevant sein kann, kommt im Bereich der Wirtschaft oder öffentlicher Einrichtungen schon einer Katastrophe nahe.

Unternehmen, die sich im Bereich „Cloud Computing“ etablieren wollen, müssen eine absolute Sicherheit garantieren können. Und damit sind sie wohl gezwungen, größere Investitionen in diesen Bereich zu tätigen.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass sich das Auslagern von Daten langfristig immer mehr durchsetzen wird. Damit ist dann die Festplattengröße des eigenen Rechners kein vordergründiges Kaufargument mehr. Solange man immer und überall einen Zugang zum Internet hat, und auch dieser Trend verstärkt sich ja ständig, ist der Zugang zu den Daten gewährleistet.

Der interne Datenspeicher dient dann hauptsächlich noch zum Ablagern der tatsächlichen Programm-Dateien.

Weitere interessante Themen


Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.