DSL-Plan der Telekom – Ein Zwischenstand


Nach wie vor ist der DSL-Ausbau in Deutschland ein viel diskutiertes Thema. Zahlreiche Unternehmen wie Telekom haben sich auf die Fahnen geschrieben, die verfügbaren Geschwindigkeiten bis ins Jahr 2020 in allen Regionen Deutschlands auf einen entsprechenden Standard zu heben. Doch welche Erfolge sind inzwischen zu vernehmen und wovon profitieren die Endverbraucher tatsächlich?

Das Ziel der Telekom

DSL Ausbau VerkabelungSchon zu Beginn wurde das Vorhaben der Telekom von vielen Experten als zu ehrgeizig eingestuft. So setzten sich die Verantwortlichen beispielsweise das konkrete Ziel, 55.000 ländliche Haushalte zusätzlich mit schnellem Internet zu versorgen. Doch bereits die Planungen der entsprechenden Infrastruktur machten deutlich, welche Probleme sich auf diesem Weg ergeben könnten. Denn bereits das Verlegen der benötigten Glasfaserkabel wäre für ein Unternehmen allein eine logistische Meisterleistung.

Nun setzt die Telekom erstmals auf Kooperation mit dem Unternehmen EWE, um das Projekt schneller in Gang zu bringen. Angesichts der großen Konkurrenz in der Telekommunikationsbranche verwundert dieser Schritt besonders. Diese Situation führte in der Vergangenheit soweit, dass der DSL-Vergleich für die Verbraucher praktisch die einzige Möglichkeit war, um sich noch objektiv über die verfügbaren Möglichkeiten zu informieren.

Kooperation als Chance?

Das Unternehmen EWE, mit dem die Telekom eine Kooperation intensivieren möchte, entstand wiederum aus dem bekannten Stromversorger RWE. Dieser hatte bereits im Jahr 2010 im Zuge von neuen Stromtrassen Glasfaserkabel in vielen ländlichen Regionen verlegt, auf die nun auch die Telekom für ihr Vorhaben zurückgreifen möchte. Zwar würde in diesem Zuge der Reingewinn des Konzerns durch das Projekt deutlich zurückgehen, doch es handelt sich wohl um die einzige Chance, um das ehrgeizige Vorhaben noch bis zum Jahr 2020 so wie geplant abzuschließen.

Gleichzeitig gaben beide Unternehmen bereits bekannt, dass die Zusammenarbeit keineswegs reibungslos verlaufen sei. So rücken inzwischen sogar wieder DSL-Alternativen verstärkt in den Mittelpunkt.

DSL Netzwerkkabel Router

Deutschland mit klarem Rückstand

Vor allem angesichts des deutlichen Rückstands, den Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern Europas hat, sind die Verzögerungen beim ländlichen Ausbau des DSLs ein Dorn im Auge. Schließlich wäre es gerade für ein Industrieland von großer Bedeutung, auch die digitale Komponente der Wirtschaft optimal zu stärken und vor Ort für ideale Bedingungen zu sorgen. Die Bundesregierung einigte sich derweil nur auf ein Minimalziel, dessen Erreichen zudem nicht mehr in die aktuelle Amtsperiode der Regierung fällt.

Demnach soll jeder Haushalt in Deutschland bis Ende des Jahres 2018 mit einem Internetanschluss von mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgt sein. Angesichts der aktuellen Probleme scheint selbst das Erreichen dieses Ziels längst nicht in trockenen Tüchern zu sein.


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