Katzenvideos – Warum Katzen im Internet herrschen


Der Trend von Katzenvideos stammt ursprünglich aus Amerika, aber mittlerweile sind die Kurzfilme über die kleinen Stubentiger auch in Deutschland überhaupt nicht mehr wegzudenken. Katzenbesitzer wissen natürlich genau, dass ihre vierbeinigen Freunde die alleinigen Herrscher über ihre Besitzer sein möchten, aber warum schwingen sie das Zepter dann auch im Internet?

Laut Statistiken zählen Videos über Katzen mit zu den beliebtesten und meist angesehenen Filmen im Netz, während Filme über Hunde allerdings erst an zweiter Stelle liegen. Mittlerweile gibt es sogar auch bei uns das deutsche Katzenvideofestival, wo die besten Filme über diese populären Haustiere vorgestellt wurden. Die Veranstaltung wurde vom NRW-Forum Düsseldorf und dem US-Walker Art Center organisiert. Als Siegerprämie gab es übrigens einen goldenen Kratzbaum, worüber sich der Gewinner sicherlich mehr freute, als sein vierbeiniger miezender Begleiter. Bei Spiegel Online findet man übrigens noch die Playlist der damals nominierten Katzenvideos.

Es gibt Menschen, die sich stundenlang vor dem Bildschirm alle Arten von Katzenvideos ansehen und sich dabei so richtig herzhaft Weglachen können. Auch werden viele vernarrte Hundefans beim Anblick von kleinen Katzen schwach und würden sich am liebsten sofort eine zulegen. Es ist wirklich sehr erstaunlich, welchen Erfolg ausgerechnet die kleinen Haustiger aufweisen, denn Videos über Pandas beispielsweise, sind sicherlich genauso lustig und ebenso niedlich, wenn sie noch klein sind. Filme über Pandabären sollten doch eigentlich auch viel interessanter sein als Katzenvideos, oder etwa nicht?

Was steckt hinter dem Erfolg von Katzenvideos?

Warum sind Katzenvideos so beliebt?Welchen Beliebtheitsgrad Katzen im Internet haben können, wird am Erfolg von Simon’s Cat deutlich ersichtlich, weshalb wir etwas Näher auf dieses Beispiel eingehen möchten. Der britische Illustrator und Autor Simon Tofield ist der eigentliche Erfinder von der beliebten Zeichentrickfilmserie Simon’s Cat. Tofield  hat selber vier Katzen und konnte sich deshalb auch davon ausgezeichnet für seine Slapsticks inspirieren lassen. Simons Katze ist mittlerweile auf der ganzen Welt berühmt, sein Kanal in Youtube kann bis jetzt schon über 43 Millionen Nutzer aufweisen. Die Serie wird übrigens auch im TV ausgestrahlt und Simons Katze gibt es jetzt auch als neue Sticker für das Facebook, abgesehen von dem lustigen Motiv auf Kaffeetassen und auf Kleidungsstücken.

Aber nicht nur Simons Katze ist weltberühmt, sondern auch die Grumpy Cat, die sich mit ihrem mürrischen Gesichtsausdruck zu einem richtig typischen Phänomen im Internet entwickelte. Ihr entzückendes Gesicht ist allerdings genetisch bedingt und hat mit schlechter Laune überhaupt nichts zu tun. Die Grumpy Katze gewann 2013 nicht nur einen Preis für das beste Meme, sondern sie ist angeblich sogar um die 100 Millionen Dollar wert und steht zusammen mit den Hollywoodstars an der Spitze der Top-Verdiener. Grumpy bekommt jetzt übrigens auch ihre eigene Wachsfigur bei Madame Tussaud.

Selbstverständlich liegt der Trend bei den Videos aber nicht nur bei den oben genannten Beispielen, sondern auch bei den noch unbekannten Hauskatzen, die von ihren Besitzern gefilmt wurden. Man findet die Stubentiger beim Klavierspielen, beim Singen, Tanzen und bei allen möglichen Aktivitäten. Die Katzenvideos von Privatleuten werden im Internet millionenfach aufgerufen und in den sozialen Netzwerken geteilt. Aber warum denn ausgerechnet vorwiegend Katzenvideos? Welchen Vorteil haben Katzen oder Katzenbesitzer gegenüber von anderen Tieren?

Warum sind ausgerechnet Katzenvideos so beliebt?

Katzenbabys spielenKatzen sind nicht nur so richtig liebe Schmuser, sondern sie können sich auch in kleine, böse und bissige Tigerchen verwandeln. Ok, das alleine ist natürlich noch lange kein überzeugender Grund, für die extreme Beliebtheit dieser niedlichen Maskottchen. Medienpsychologen schätzen, dass der Erfolg einfach nur an der nicht umstrittenen Putzigkeit dieser Tiere liegt. Katzen sind schon alleine von ihrem Gesichtsausdruck her einfach unschlagbar und sprechen deshalb auch die meisten Menschen damit an. Der Unterschied könnte durchaus auch daran liegen, dass die süßen Stubentiger auch einen bestimmten Beschützerinstinkt beim Zuschauer erwecken, denn sonst würden wir den Hundevideos oder anderen Tiervideos sicherlich den Vorzug geben.

Wenn man sich die beliebtesten Katzenvideos ansieht, dann stellen die kleinen Vierbeiner auch im ausgewachsenen Alter noch sehr viel Unsinn an, worüber man in der Regel auch als davon betroffener Katzenbesitzer einfach noch herzhaft darüber lachen kann. Macht der eigene Hund allerdings genau die gleichen Dummheiten, dann ist das wahrscheinlich überhaupt nicht mehr so lustig und er wird dafür bestraft. Natürlich spielt dabei bestimmt auch die Größe der Tiere eine bedeutende Rolle.

Angeblich wird laut den Experten auch dem stark ausgeprägten Tiermitleid der Deutschen, ein bedeutender Anteil an diesem Phänomen zugeschrieben. Allerdings sollte man diese Aussage in Frage stellen, da zumindest in den sozialen Netzwerken viel mehr gequälte Hunde, als Katzen gezeigt werden. Mit Mitleid sollte dieser Trend also nicht unbedingt in einem engen Zusammenhang stehen, zumindest nicht in Hinsicht auf die Tierquälerei.

Wenn man sich allerdings die Katzenvideos vom Grumpy Cat ansieht, dann meldet sich doch bestimmt bei den meisten Menschen so ein richtig ausgeprägter Beschützerinstinkt, um diesen grimmig aussehenden Vierbeiner wieder zum Lachen zu bringen, oder etwa nicht? Fest steht auf jeden Fall, dass Katzenvideos einfach ideal sind, um nach einem anstrengenden Tag wieder so richtig gut abschalten zu können und auch einen Grund zum Lachen zu haben.

Über den Autor:

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Sie können auch ihn direkt über Facebook erreichen.



Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.