Root Server: Für wen lohnt sich das?


Die Fragestellung dieses Artikel lässt sich in einem kurzen Satz zusammenfassen: Root Server sind etwas für absolute Server-Profis. Im Unterschied gerade zu einem Managed Server erhalten Sie bei der Buchung eines Root Servers in der Regel die volle Kontrolle über das System und können dabei üblicherweise zwischen einem Linux- und einem Windows-System wählen. Sie können dann bis zur Kernel-Ebene grundlegende Einstellungen treffen, Pakete verwalten und Rechte zuteilen.

Der Root Server bewegt sich dabei als dedizierter Server auf einer Leistungs-Ebene, die der eines normalen, gemieteten und mit anderen auf einem Server geteilten Webspace bei weitem überlegen ist. Ein dedizierter Server kommt immer dann ins Spiel, wenn die Anforderungen, beispielsweise bei einem hoch frequentierten Online-Shop, über das normale Maß von Hobby-Webseiten und ähnlichen, normal besuchten Websites hinausgeht, ohne dabei High-End-Anforderungen wie Load Balancing oder verteilte Systeme zu stellen. Zudem können praktisch in jedem Fall häufig benötigte Software-Pakete wie PHP oder MySQL und deren Zusatz-Komponenten installiert werden.

Root Server versus vServer

Root Server im Datenzentrum

Der große Unterschied zu vServern besteht darin, dass die vServer keine dedizierten Server sind, sondern virtuelle Systeme. Sie teilen sich hierbei also Ressourcen wie RAM, Festplattenkapazität und Bandbreite mit anderen Kunden eines Webhosters, bekommen aber bestimmte Leistungswerte garantiert. Auch bei vServern ist, je nach gebuchtem Paket, ein tiefes Eindringen in die grundlegenden Konfigurationselemente des virtuellen Servers möglich.

Durch die Nutzung eines größeren Hardware-Pools ist es bei der virtuellen Variante wesentlich einfacher, Veränderungen an der Leistungsstärke der Hardware vorzunehmen, da diese nur gebucht und zugeteilt werden muss. Beim Root Server ist das nicht so schnell und unkompliziert erledigt, hier muss man die eigene Hardware aber auch nicht mit anderen Website-Betreibern teilen.

Der große Unterschied zum Managed Server

Anwender, deren Kenntnisse von Linux- oder Windows-Servern eher begrenzt sind oder die schlicht und ergreifend nicht die Zeit zur durchaus anspruchsvollen Administration eines Webservers haben, können alternativ zu einem Managed Server greifen. Hierbei werden viele Administrations-Aufgaben vom Hoster übernommen. Das spart natürlich jede Menge Zeit und Arbeit und bietet ein großes Sicherheitsgefühl, sie haben aber hier naturgemäß viel weniger Einfluss auf die grundlegende Konfiguration des Rechners. Zudem ist man bei speziellen Wünschen auf die Kooperationsbereitschaft des Hosters angewiesen.

Auch der Preis ist wichtig

Was Preise angeht, so sind gerade virtuelle Server auf niedrigem Leistungsniveau die Einstiegs-Preislage. Root- und Managed-Systeme sind durch die Dediziertheit in der Regel deutlich teurer, bieten aber auch die genannten Vorteile. Zwischen Root und Managed sind die Unterschiede viel weniger deutlich, hier besteht der Haupt-Unterschied in der Wahl zwischen vollem Zugriff und der Unterstützung bei der Administration.

Wer profunde Kenntnisse in der Server-Verwaltung hat und die eigene Administration nicht scheut, der greift in der Regel zur Root-Variante, denn die volle Kontrolle hat gravierende Vorteile. In jedem Fall sollte man aber auch hier die jeweiligen Anbieter auch im Preis-/Leistungsverhältnis der Root Server vergleichen. Denn die Tarife unterschieden sich doch teilweise recht deutlich.


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