Router ist nicht gleich Router

Wohl die meisten Deutschen wählen sich kabellos ins Internet ein. Hierfür braucht man einen Router, der das DSL-Signal empfängt und das WLAN-Netz aufbaut. So weit, so gut. Ist das Internet mal wieder langsam, muss es nicht unbedingt an dem DSL-Signal liegen. Es kommt vor allem auf die Qualität des Routers an und wie gut sich das WLAN-Netz ausbreiten kann.

Bei der Erstellung des optimalen Funknetzes kann man einiges falsch machen. Grundsätzlich sollte man bedenken, dass sich das Netz radial – also in alle Richtungen – ausbreitet. Eigentlich wäre der Router in der Mitte das Raumes, ungefähr auf Augenhöhe, am besten platziert. In der Realität ist dies oft nicht möglich, deswegen muss man auf andere Weise nachhelfen.

FON Wireless Router

Ein Repeater in der Nähe der Basisstation sorgt dafür, dass sich die Reichweite des Netzes erhöht. Des Weiteren sollte man darauf achten, dass der Router nicht hinter großen elektrischen Geräten versteckt ist oder sich in der Nähe von ihnen befindet. Zum Beispiel kann ein großer Kühlschrank oder die Mikrowelle das WLAN-Netz empfindlich stören. Als zweiten Schritt kann man die Einstellungen des Routers checken:

  • 5-GHz-Router: Moderne Router funken in diesem Frequenzbereich, was die Verbindung deutlich stabiler und schneller macht. Auf diese Weise kann das DSL-Signal optimal verbreitet werden.
  • Breite Funkkanäle nutzen: Es lohnt sich, den 11n-Standard in seinem Router zu aktivieren. Auf diese Weise erweitert man den Funkkanal auf 40 Mhz. So kann der Funkkanal parallel mit einem Maximaltempo von 300 Mbit/s genutzt werden. Dies ist allerdings nur mit einem 5-GHz-Router möglich.
  • Langsame WLAN-Geräte ersetzen: Alle WLAN-Standards sind zwar miteinander kompatibel, aber Geräte, die einen langsameren Standard unterstützen, können die anderen ausbremsen. Deswegen ist man gut damit beraten, 11b-Geräte aus dem Netzwerk zu verbannen und sie zu ersetzen.
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Ein Modem, das sämtliche Vorteile in sich vereint, ist die FritzBox vom deutschen Hersteller AVM. Sie ist Modem und Router in einem und erledigt gleich mehrere Aufgaben: Internet, Telefonie und Multimedia. Um das Beste aus dem Modem herauszuholen, sollte der DSL-Tarif den Router optimal unterstützen. Das ist wohl der Grund, warum der Anbieter 1&1 bei seinen Tarifen die FritzBox gleich mitliefert.

Fazit: Wenn das Internet zu langsam ist, kann es – muss es aber nicht unbedingt – am DSL-Signal liegen. Schließt man den Laptop per Kabel an den Router an und es zeigt sich eine wesentlich schnellere Verbindung, lohnt es sich, den Aufbau des WLAN-Netzes zu überdenken.

Bildrechte: Flickr FON Wireless Router nrkbeta CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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